St. Marienkirche

  • Marienkirche in Berlin

    Außenansicht der evangelischen St. Marienkirche an der Karl-Liebknecht-Straße.

  • Bundespräsident beim Gottesdienst in der Marienkirche

    Gläubige nehmen unter Einhaltung der Sicherheitsabstände an einem Gottesdienst in der evangelischen St. Marienkirche teil - darunter auch Bundespräsident Steinmeier und seine Frau.

  • Marienkirche

    Eine Plastik des Reformators Martin Luther steht unweit der Marienkirche und des Fernsehturms.

  • Gottesdienst in der Marienkirche

    Gottesdienst in der Marienkirche vor dem Altar.

Die Marienkirche steht in der Nähe des Alexanderplatzes und entstand als Pfarrkirche der Berliner Neustadt. Besonders sehenswert ist das Wandgemälde Totentanz aus dem Mittelalter. Es gehört zu Berlins ältesten Denkmälern.

Die St. Marienkirche steht prominent neben dem Fernsehturm am Alexanderplatz in Berlin-Mitte. Wann genau und wie lange sie gebaut wurde, ist nicht überliefert. Sicher ist jedoch, dass sie zu den ältesten Kirchen Berlins gehört. Sie wurde erstmals 1294 schriftlich erwähnt und wurde während der beiden großen Stadtbrände 1376 und 1380 beschädigt. Wie originalgetreu sie wieder aufgebaut wurde, ist nicht überliefert. Ihre Architektur stammt jedoch aus dem 13. Jahrhundert.

Architektur der Marienkirche

Die St. Marienkirche steht auf einem Fundament aus Feldsteinen. Ihre drei Kirchenschiffe sind durch Scheidbögen voneinander getrennt. Der Chor um den Altar herum ist einschiffig. Die kelchförmigen Bündelpfeiler weisen darauf hin, dass die Raumform von Bettelordenskirchen der Dominikaner und Franziskaner übernommen wurde. Der Turm der Marienkirche ist jünger. Er stammt aus dem 15. Jahrhundert. Sein kupfernes Turmdach wurde von Carl Gotthard Langhans entworfen, dem Baumeister des Brandenburger Tors.

Totentanz und Joachim-Wagner-Orgel

Besonders sehenswert im Inneren der St. Marienkirche ist das Freskogemälde mit dem Titel „Totentanz“. Es zeigt den Tanz der geistlichen und weltlichen Stände mit dem Tod und entstand vermutlich nach der Pestepedemie. Unter dem Bild zeugen niederdeutsche Verse vom dichterischen Schaffen in Alt-Berlin. Das Fresko ist einer der letzten am ursprünglichen Ort erhaltenen mittelalterlichen Totentänze nördlich der Alpen. Der Maler des Bildes ist unbekannt. Es wurde während einer Routineinspektion im Jahr 1860 wiederentdeckt. Die Zeit und zahlreiche frühe missglückte Restaurierungsversuche nach dem damaligen Zeitgeist haben dem Totentanz stark geschadet. Heute ist das Bild hinter einer Glaswand zu bestaunen.

Sehenswert sind neben dem Totentanz die Kanzel von Andreas Schlüter und die Joachim-Wagner-Orgel. Letztere ist eine der wenigen Barockorgeln Berlins und international bekannt.

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 Adresse
Karl-Liebknecht-Str. 8
10178 Berlin
Telefon
(030) 24 75 95 10
Internetadresse
www.marienkirche-berlin.de
Öffnungszeiten
täglich 10 bis 16 Uhr, bei Konzerten und Gottesdiensten Zugang nur für Teilnehmende
Führungen
Es werden regelmäßig Führungen zur Kirche und Orgel angeboten.

Verkehrsanbindungen

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Aktualisierung: 30. Juni 2026