Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche

Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche

Im Zentrum der City-West setzt die Turmruine der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche ein beeeindruckendes Zeichen gegen den Krieg.

  • Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche© dpa
  • Gedächtniskirche© dpa
    Blick auf die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche vorbei.
  • Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche© dpa
    Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche 2014
  • Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche© dpa
  • Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche© dpa
  • Gedächtniskirche in Berlin© dpa
    in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin
  • Gedächtniskirche in Berlin© dpa
    Die Bildkombo zeigt die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche am Kurfürstendamm in Berlin im Jahr 1960, im August 2008 und im März 2011. Im Jahre 2011 wird mit zahlreichen Veranstaltungen an die Einweihung des Neubaus der Kirche vor 50 Jahren erinnert. Gleichzeitig wird der historische Kirchturm eingerüstet und für 4,2 Millionen Euro saniert.
Das bekannteste Wahrzeichen von Berlin-West ist die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche am Breitscheidplatz. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie 1943 stark beschädigt. Nur die Turmruine blieb übrig, die heute- inzwischen mehrfach saniert- ein Mahnmal gegen Krieg und Zerstörung darstellt.

Architektur der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche

Die neoromanische Kaiser-Wilhelm-Kirche wurde nach den Entwürfen von Franz Schwechten zwischen 1891 bis 1895 erbaut. Der Bau der Kirche wurde von Kaiser Wilhelm II. veranlasst, um eine religiöse Gedenkstätte zu Ehren seines Großvaters Wilhelm I. zu schaffen. Franz Schwechten konstruierte einen Bau im romantischen Stil mit zahlreichen Türmen, dessen Turm mit rund 113 Metern der höchste der Stadt war. Auch die Innenausstattung war mit vielen Mosaiken und Wandbildern außergewöhnlich prächtig.

Zerstörung und Wiederaufbau der Gedächtniskirche

Im November 1943 wurde die Kaiser-Wilhelm-Kirche weitgehend zerstört. In den Nachkriegsjahren wurde die Kirchenruine zum Symbol des aus Ruinen auferstandenen Berlin. Im März 1957 gewann der Architekt Egon Eiermann einen ausgeschrieben Wettbewerb mit seinem Entwurf, der den vollständigen Abriss der Ruine vorschlug und einen kompletten Neubau vorsah. Die Frage nach dem Verbleib der Ruine führte zu einer ernsten öffentlichen Debatte und endete mit einem Kompromiss.

Fotostrecken:

  • Kapelle vor der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche© dpa
    Kapelle der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche
  • Gedächtniskirche in Berlin© dpa
    Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche
  • Kurfürstendamm in Berlin© dpa
    Kurfürstendamm

Die neue Gedächtniskirche und ein Mahnmal gegen den Krieg

Der rund 68 Meter hohe Turmcorpus blieb als Mahnmal gegen den Krieg erhalten und wurde durch ein vierteiliges Bauensemble ergänzt. Dazu zählen das achteckige Kirchenschiff, der sechseckige Glockenturm, die viereckigen Kapelle und das Foyer. Nach fast vierjähriger Bauzeit konnte die Kirche am 17. Dezember 1961 eingeweiht werden. Die Berliner fanden für die beiden modernen Gebäude schnell die durchaus passenden Bezeichnungen "Lippenstift und Puderdose".

Innenraum in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche

Die Ruine der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche ist in den letzten Jahren umfangreich saniert worden, so dass kein Regenwasser mehr in die alten Gemäuer eindringt. Reparaturen und Renovierungsarbeiten wurden auch an den an den Uhren vorgenommen, die seitdem mit LED-Strahlern beleuchtet werden. Die neue Kirche wird für Gottesdienste und Veranstaltungen genutzt, im Innern vom alten Teil befindet sich ein kleines Museum.

Informationen

Adresse
Budapester Straße 50
10789 Berlin
Telefon
030 2 18 50 23
Internetadresse
www.gedaechtniskirche-berlin.de
Öffnungszeiten
Kirche: täglich 9 bis 19 Uhr (Kirche)
Gedenkhalle: Montag bis Freitag: 10 bis 18 Uhr, Samstag 10 bis 17.30 Uhr, Sonntag 12 bis 17.30 Uhr, Karfreitag geschlossen
Führungen
Es finden täglich mehrere kostenlose Kirchenführungen statt.
Barrierefrei
Das Podest, auf dem die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche steht, ist über eine Rampe erreichbar.
Die Rampe befindet sich auf der dem Kurfürstendamm zugewandten Seite zwischen neuer Kirche und Altem Turm. Behindertengerechtes WC im Untergeschoss.
Architekt
Franz Schwechten, Egon Eiermann
Stil
Historismus

Nahverkehr

S-Bahn
U-Bahn
Bus
Regional­bahn
Modelle zum Ertasten
© dpa

Barrierefreie Sehenswürdigkeiten

Barrierefreie Sehenswürdigkeiten in Berlin, die für Rollstuhlfahrer, sehbehinderte und blinde Menschen sowie Gehörlose und Höreingeschränkte zugänglich sind. mehr

Quelle: Berlin.de | Alle Texte, Fotografien und Grafiken auf dieser Seite sind urheberrechtlich geschützt (Copyright). Sie dürfen weder kopiert, vervielfältigt, übersetzt noch in anderer Weise verwendet werden.

| Aktualisierung: 10. August 2018