Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche

Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche

  • Blick auf Berliner Gedächtniskirche© dpa
    Blick auf Berliner Gedächtniskirche.
  • Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche (3)© dpa
    Die Türme der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche ragen in den Himmel.
  • Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche (1)© dpa
    Die Gedenkhalle der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche spiegelt sich in einer Vitrine.
  • Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche (2)© dpa
    Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche ist am Abend vom Hotel Waldorf Astoria Berlin aus zu sehen.
  • Gottesdienst in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche© dpa
    Eine Gedenk- und Friedensandacht in der Gedächtniskirche
  • Gedächtniskirche in Berlin© dpa
    in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin
  • Goldener Riss© dpa
    Ein aus Bronze nachempfundener Riss ist am 24.11.2017 in den Bodenplatten auf dem Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche in Berlin zu sehen. Der goldfarbene Riss, der den Boden am Anschlagsort vor der Kirche mehr als 15 Meter lang durchzieht, soll an die Opfer des Anschlags erinnern.
  • Kapelle der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche© dpa
    Die denkmalgerecht instandgesetzte Kapelle der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche.
  • Gedächtniskirche in Berlin© dpa
    Die Bildkombo zeigt die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche am Kurfürstendamm in Berlin im Jahr 1960, im August 2008 und im März 2011. Im Jahre 2011 wird mit zahlreichen Veranstaltungen an die Einweihung des Neubaus der Kirche vor 50 Jahren erinnert. Gleichzeitig wird der historische Kirchturm eingerüstet und für 4,2 Millionen Euro saniert.
Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche im Zentrum der City-West am Breitscheidplatz gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen Berlins. Am auffälligsten ist die Turmruine, die in den Himmel ragt: Sie wurde während des Zweiten Weltkrieges 1943 beschädigt und ist heute ein Mahnmal gegen Krieg und Zerstörung.
Die Kaier-Wilhelm-Gedächniskirche steht mitten auf dem Bebelplatz im westlichen Zentrum Berlins. Die viel besuchte Sehenswürdigkeit der Stadt befindet sich in guter Nachbarschaft zu weiteren Berliner Attraktionen: Nicht weit entfernt liegen der Berliner Zoo, der Kurfürstendamm und das KaDeWe. Schon von Weitem fällt die zerstörte Turmspitze der Kirche ins Auge. Sie wurde nach ihrer Zerstörung während des Zweiten Weltkrieges 1943 zwar mehrfach restauriert, aber absichtlich nicht wieder aufgebaut. Sie soll als Mahnmal gegen Krieg und Zerstörung dienen.

Architektur

Der Bau der Kirche wurde von Kaiser Wilhelm II. veranlasst, um eine religiöse Gedenkstätte zu Ehren seines Großvaters Wilhelm I. zu schaffen. Die neoromanische Kaiser-Wilhelm-Kirche wurde nach den Entwürfen von Franz Schwechten zwischen 1891 bis 1895 erbaut und am 01. September 1895 eingeweiht. Franz Schwechten konstruierte einen Bau im romantischen Stil mit zahlreichen Türmen, dessen Turm mit rund 113 Metern der höchste der Stadt war. Auch die Innenausstattung war mit vielen Mosaiken und Wandbildern außergewöhnlich prächtig.

Zerstörung und Wiederaufbau

Im November 1943 wurde die Kaiser-Wilhelm-Kirche bei einem Bombenangriff weitgehend zerstört. In den Nachkriegsjahren wurde die Kirchenruine zum Symbol des aus Ruinen auferstandenen Berlin. Im März 1957 gewann der Architekt Egon Eiermann einen ausgeschrieben Wettbewerb mit seinem Entwurf, der den vollständigen Abriss der Ruine vorschlug und einen kompletten Neubau vorsah. Die Frage nach dem Verbleib der Ruine führte zu einer ernsten öffentlichen Debatte und endete mit einem Kompromiss. Der rund 68 Meter hohe Turmcorpus blieb als Mahnmal gegen den Krieg erhalten und wurde durch ein vierteiliges Bauensemble ergänzt. Dazu zählen das achteckige Kirchenschiff, der sechseckige Glockenturm, die viereckigen Kapelle und das Foyer. Nach fast vierjähriger Bauzeit konnte die Kirche am 17. Dezember 1961 eingeweiht werden. Die Berliner fanden für die beiden modernen Gebäude schnell die durchaus passenden Bezeichnungen "Lippenstift und Puderdose".

Innenraum in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche

Die Ruine der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche ist umfangreich saniert worden, sodass kein Regenwasser mehr in die alten Gemäuer eindringt. Reparaturen und Renovierungsarbeiten wurden auch an den an den Uhren vorgenommen, die seitdem mit LED-Strahlern beleuchtet werden. Die neue Kirche wird für Gottesdienste und Veranstaltungen genutzt, im Innern des alten Kirchteils befindet sich ein kleines Museum.

Weihnachtsmarkt und Terroranschlag

Jedes Jahr findet rund im die Gedächtniskirche ein bunter und beliebter Weihnachtsmarkt statt. An über 200 Ständen können Besucher bei weihnachtlicher Musik rund um die Kirche schlendern und einkaufen. Im Dezember 2016 erlangte der Weihnachtsmarkt vor der Gedächtniskirche traurige Berühmtheit, als ein islamistischer Terrorist mit einem Sattelzug in die Marktbesucher fuhr. Elf Menschen starben bei dem Anschlag, weitere 55 wurden verletzt. Heute erinnert ein in den Boden eingelassener goldener Riss vor der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche an die Opfer des Terroranschlags.

Informationen

Karte

Öffnungszeiten
Kirche: täglich 10 bis 18 Uhr
Gedenkhalle: täglich von 12 bis 17.30 Uhr
 Adresse
Budapester Straße 50
10789 Berlin
Telefon
030 2 18 50 23
Barrierefrei
Das Podest, auf dem die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche steht, ist über eine Rampe erreichbar. Die Rampe befindet sich auf der dem Kurfürstendamm zugewandten Seite zwischen neuer Kirche und Altem Turm, behindertengerechtes WC im Untergeschoss, keine Induktionsanlage
Eintritt
frei
Führungen
verschiedene öffentliche und private Führungen möglich
Hinweis
Besichtigungen der Kirche sind während der Gottesdienste, Andachten und Konzerte nicht möglich.
Internetadresse
www.gedaechtniskirche-berlin.de

Nahverkehr

S-Bahn
U-Bahn
Bus
Regional­bahn
Modelle zum Ertasten
© dpa

Barrierefreie Sehenswürdigkeiten

Barrierefreie Sehenswürdigkeiten in Berlin, die für Rollstuhlfahrer, sehbehinderte und blinde Menschen sowie Gehörlose und Höreingeschränkte zugänglich sind. mehr

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| Aktualisierung: 1. September 2020