Berliner Landessieger von ‚Jugend debattiert‘ stehen fest

Pressemitteilung vom 14.03.2025

Heute fiel die Entscheidung der Jury, zu der auch Christina Henke, Staatssekretärin für Bildung, gehörte, beim Landeswettbewerb ‚Jugend debattiert‘ im Berliner Abgeordnetenhaus. Sie wählte die besten Schülerinnen und Schüler aus – je zwei aus jeder Altersgruppe –, die Berlin beim Bundeswettbewerb am 7. Juni vertreten werden. Zur Debatte standen zwei Themen: In der Altersgruppe I ging es um die Frage, ob an ausgewählten Fernverkehrsbahnhöfen Sicherheitskontrollen wie am Flughafen durchgeführt werden sollten. In der Altersgruppe II wurde diskutiert, ob die Anzahl öffentlich-rechtlicher Fernseh- und Radioprogramme reduziert werden sollte. Gastgeberin Cornelia Seibeld, Präsidentin des Berliner Abgeordnetenhauses, sowie Staatssekretärin Christina Henke und auch Dr. Jan-Jonathan Bock, Leiter von ‚Jugend debattiert‘ von der Hertie-Stiftung, gratulierten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu ihrem Erfolg.

Cornelia Seibeld, Präsidentin des Abgeordnetenhauses: „Bei ‘Jugend debattiert’ werden wichtige Kompetenzen vermittelt, die für eine erfolgreich geführte, sachliche und faire Debatte notwendig sind. Die eigenen Argumente faktenbasiert darlegen und gleichzeitig aufmerksam zuhören zu können, sind Fähigkeiten, die auch im weiteren Leben äußerst hilfreich sind. Ich bin überzeugt: Für den Bundeswettbewerb entsendet Berlin wieder vielversprechende Kandidatinnen und Kandidaten, die unsere Stadt stolz vertreten. Herzlichen Glückwunsch an alle Preisträgerinnen und Preisträger und viel Erfolg beim Bundesfinale.“

Christina Henke, Staatssekretärin für Bildung: „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben heute eindrucksvoll gezeigt, wie differenziert und überzeugend sie argumentieren können. Dies ist ein bedeutender Beitrag zu unserer Demokratie, die junge Menschen braucht, die sich auf der Grundlage verlässlicher Quellen eine fundierte Meinung bilden und diese klar vertreten. Gleichzeitig bleibt es entscheidend, offen für die Argumente anderer zu bleiben und unterschiedliche Perspektiven respektvoll abzuwägen. Die engagierten Debatten der Jugendlichen verdeutlichen, wie wichtig es ist, Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv für die Zukunft unserer Gesellschaft einzusetzen. Ich gratuliere allen Preisträgerinnen und Preisträgern des Landeswettbewerbs ‚Jugend debattiert‘ von Herzen. Als Staatssekretärin ermutige ich alle Schulen, sich an solchen Wettbewerben zu beteiligen – denn sie leisten ei-nen wertvollen Beitrag zu einer lebendigen und diskussionsfreudigen Demokratie.“

Dr. Jan-Jonathan Bock, Leiter von Jugend debattiert, Hertie-Stiftung: „Debattenkultur ist ein Grundpfeiler der resilienten Demokratie, denn der Umgang mit unterschiedlichen Meinungen durch respektvolles Streiten ist die Basis für den demokratischen Alltag. Jugend debattiert erreicht mit seinem Programm für die Herausbildung von Demokratiekompetenzen über 200.000 junge Menschen pro Jahr, an mehr als 1.500 Schulen in Deutschland. In Berlin ist Jugend debattiert besonders stark verankert, und wir sind dankbar für die vertrauensvolle Partnerschaft mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, die unsere Demokratie jeden Tag ein wenig stärker macht.“

Altersgruppe I (Gymn.: 8./9. Klasse; Integrierte Sekundarschule/G‘schule: 9./10.KLasse)
Thema: Sollen an ausgewählten Fernverkehrsbahnhöfen Sicherheitskontrollen wie am Flughafen durchgeführt werden?

Platz 1 Lorenz Gehrke, Hildegard-Wegscheider-Gymnasium
Platz 2 Lia Thorun, Fichtenberg-Oberschule
Platz 3 Ada Billing, Ev. Gymnasium zum Grauen Kloster
Platz 4 Charlotte Wildemann, Heinrich-Schliemann-Gymnasium

Altersgruppe II (Gymn.: 10. bis 12. Klasse, ISS/G‘schule: 11. bis 13. Klasse)
Thema: Soll die Anzahl öffentlich-rechtlicher Fernseh- und Radioprogramme reduziert werden?

Platz 1 Mara Kralovsky, Carl-von-Ossietzky-Gymnasium
Platz 2 Nuri Falkenberg, Käthe-Kollwitz-Gymnasium
Platz 3 Leonie Fancé, Walther-Rathenau-Schule
Platz 4 Kim Eylers, Beethoven-Gymnasium

„Jugend debattiert“ ist eine Initiative des Bundespräsidenten und steht unter seiner Schirmherrschaft. Partner sind die Hertie-Stiftung, die Heinz Nixdorf Stiftung sowie die Kultusminister-konferenz, die Kultusministerien und die Parlamente der Länder. Das Programm wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie gefördert.