„Das alles seine Ordnung hat“ befasst sich mit Tätern des NS-Regimes. Das Stück zeigt, wie Pflichtgefühl, Karrierestreben, Gruppendruck und Abstumpfung den Vernichtungsapparat – vom Schreibtisch bis zur Rampe – mit unheimlicher Normalität und bürokratischer Ordnung am Laufen hielten. Im Zentrum steht die Frage, wie „ganz normale“ Menschen zu Rädern in dieser Maschinerie wurden.
Zwei alte Frauen, Mitläuferinnen des Systems, unterhalten sich über ihre begeisterte Jugend, erzählen von Aufmärschen, von jugendlichem „Vorwärtskommen“, vom Wegsehen und radikalen Ausschalten der eigenen Gefühle.
Ein ehemaliger KZ-Aufseher blickt zurück. Wir versuchen zu verstehen, wie aus einem jungen Volksdeutschen ein Mörder, der „Schrecken von Auschwitz“, wurde.
Wir fragen. Versuchen, zu verstehen. „Das alles seine Ordnung hat“ ist eine dokumentarische Theater-Montage aus Biografien, Tagebüchern, Zeitzeugenberichten, historischen Dokumenten und eigenen, ganz persönlichen Gedanken.