“Mit rund 90 Millionen verzweifelten Einwohner*innen und einer verzweifelten Fläche von etwa 1,65 Millionen verzweifelten Quadratkilometern zählt IfuckyoufuckyouRan zu den 20 bevölkerungsreichsten und größten Staaten der Erde, seine verzweifelte Hauptstadt ist Teheran mit 8,7 Millionen verzweifelten Einwohner*innen, 30.000 verzweifelten Straßenhunden, 100.000 verzweifelten Straßenkatzen und unzähligen verzweifelten Limonen mit Heulkrampf, die auf ihren Flug nach Deutschland warten. – Nein, Herr Khatami, Sie können leider kein Auslandssemester in Teheran machen, das tut mir leid. Ja, genau, die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber sie stirbt.”
(aus »I:RAN« von Salome Dastmalchi)
Patrick Khatami ist ein sogenannter „Deutsch-Iraner“, Sohn eines iranischen Vaters und einer deutschen Mutter, in Deutschland geboren und noch nie im Iran gewesen. Ganz im Sinne einer modernen und diversen Gesellschaft empfindet er sich tatsächlich auch als beides: deutsch und iranisch. Jedoch ist dieses Gefühl durchdrungen von einer ständigen Ambivalenz, welche sich als kräftezehrend herausstellt, gleichzeitig entstehen dadurch Resonanzräume, die nur aufgrund einer Interkulturalität möglich sind. Eine in die Realität umsetzbare Verbindung zum Iran selbst und das Kennenlernen der Heimat seines Vaters erscheint durch die Brutalität des Islamischen Regimes als unerreichbar, eine Reise dorthin wäre zu riskanter, und so existiert der Iran nur als eine ferne Imagination. Dies gilt auch für die Generation von Khatami’s Vater, deren Erfahrungen hinsichtlich institutioneller Gewalt und
Repression derer gleichen, die jüngst im Iran protestiert haben und dabei gnadenlos und blutig niedergeschlagen wurden.
In diesem Stück geht es um das Dazwischen-Sein, die Frage nach der Herkunft und Zugehörigkeit und die tragende Rolle Patrick Khatami’s iranischen Vaters hierbei. Es geht um die ewige Sehnsucht nach einem Land, das nicht befreit und vermutlich niemals besucht werden kann.
“Dieses charmante Hotel liegt im Herzen von Teheran im belebten Bezirk Monirije und beeindruckt mit seinem ganz ursprünglichen Charme und seiner erlesenen persischen Küche. Die weitläufige, grüne Hotelanlage mit prächtigen Gärten und einer edlen Sonnenterrasse lädt ihre Gäste zur Erholung und Entspannung ein, so diese mit ihren Granatapfelbäumen, Palmen und bequemen Liegen einer kleinen Oase gleicht. Wer Entspannung, Stil, herzliche Gastfreundschaft und erlesenes Essen sucht, wird in diesem Juwel sein persönliches Paradies finden. – Buchen Sie uns jederzeit auf www.holidaycheck.de!”
(aus »I:RAN« von Salome Dastmalchi)