Ute Mahler: »Derselbe Himmel«

Modefotografie

Ausstellung vom 2. September bis 1. November 2026

Ute Mahler: »Martina im Tulpenbaum«, Hohen Neuendorf, 1980

Ute Mahler gehört zu den bedeutenden Foto­grafinnen der Gegen­wart. Ihr frühes künstleri­sches Werk ist eng mit der Zeit­schrift für Mode und Kultur Sibylle der DDR verbunden, wobei die Mode­fotografien nicht zu trennen sind von den Portraits, die neben der Kleidung ein be­stimmendes Element ihrer Bilder schon damals aus­machen. Frauen und ihre Darstellung in der Gesell­schaft sind bis heute Gegen­stand ihres foto­grafischen Interesses.

Die Ausstellung zeigt alle Werkserien, die zu diesem Thema in den 1980er-Jahren für die Zeitschrift Sibylle entstanden sind, sowie den Foto­essay, der 2020 im Magazin der FAZ erschienen ist.

Ute Mahler, 1949 in Berka geboren, schloss 1974 ihr Studium der Fotografie an der Hoch­schule für Grafik und Buch­kunst in Leipzig ab und arbeitet seitdem als frei­schaffende Fotografin. 1990 gründet sie mit sechs ost­deutschen Foto­grafen die renommierte OSTKREUZ – Agentur der Fotografen. Seit 2005 ist sie Dozentin an der Ostkreuz­schule für Fotografie in Berlin und hatte von 2000 bis 2015 eine Professur für Foto­grafie an der Hoch­schule für Angewandte Wissen­schaften in Hamburg inne. Seit 2008 foto­grafiert sie mit ihrem Mann Werner Mahler unter einer Autoren­schaft. In ihren gemein­samen Lang­zeit­projekten thema­tisieren sie aktuelle politische, gesell­schaftliche und persön­liche Zustände.

Eröffnung

Dienstag, 01.09.2026, 19.00 Uhr

Es sprechen:
Annette Tietz, Leiterin der Galerie Pankow
Marit Lena Herrmann, Foto Arsenal Wien
Matthias Flügge, Kunsthistoriker, Berlin

Veranstaltungen

Donnerstag, 10.09.2026, 19.00 Uhr
Buchpräsentation und Künstleringespräch
Moderation: Anne Waak, Autorin und Journalistin, Berlin

Donnerstag, 15.10.2026, 19.30 Uhr
Lesung mit Annett Gröschner

Publikation

Zur Ausstellung erscheint bei Hartmann Books: »Ute Mahler. Derselbe Himmel. Frauen, Künstlerinnen, Freundinnen. Modefotografie von 1975 bis 1994« (24 × 30 cm, ca. 292 Seiten, ca. 200 Abbildungen, mit Texten von Annett Gröschner, Ute Mahler und Johanna Eckhardt, ISBN 978-3-96070-075-3, 68 €).
Das Buch ist während der Ausstellung zum Vorzugspreis erhältlich.

Gefördert durch den Ausstellungsfonds der Kommunalen Galerien Berlin.
In Kooperation mit dem Leonhardi-Museum Dresden.

Ute Mahler: »Julia im Wasser«, Lehnitz, 1979

Vermittlung

STARK. ECHT. SINNLICH.
Modefotografie erleben – Ganz ohne Kamera!
Ziel ist es, den fotografischen Blick und die Bildkomposition zu schulen, ohne auf Technik angewiesen zu sein.

Was macht ein Foto eigentlich zu einem Kunstwerk? Ist es die Technik oder der Blick für den Moment?
In dem Workshop tauchen die Schüler*innen ein in die Welt von Ute Mahler, eine der bedeutendsten Foto­grafinnen Deutschlands und Mit­begründerin der Berliner Agentur für Fotografen*innen Ostkreuz. Für sie ist Mode­fotografie weit mehr als reine Werbung; sie begreift sie als Ausdrucks­mittel für gesell­schaftliche Themen.

Ihre Modebilder für die legendäre Zeitschrift Sibylle sind anders: keine künst­lichen Posen, kein auf­gesetztes Lächeln. Ihre Frauen sind nach­denklich, stark, klug und echt. Sie stehen nicht im Studio, sondern mitten im Leben – auf der Straße, im Hinter­hof oder am Bahnhof.
Wir lassen die Kameras in der Tasche und schärfen statt­dessen unseren foto­grafischen Blick. In diesem Workshop werden die Jugend­lichen selbst zum Regisseur*in und Entdecker*in.

Tableau Vivant: Sie werden Teil eines lebenden Bildes und inszenieren Ausdruck und Haltung.
Anstatt den Auslöser zu drücken, bauen die Teil­nehmenden eine Szene physisch nach. Wer nimmt welche Pose ein? Wie ist der Blick­kontakt? Warum wirkt die Person hier nicht wie in der Werbung? Und was macht dieses Bild stark?

Der Papprahmen-Check / Street Photography ohne Film:
Sie finden „Mahler-Momente“ draußen in der Umgebung. Wie wählt man einen Bild­ausschnitt, der eine Geschichte erzählt und welche Rolle spielt der Kontrast zwischen Figur und Hinter­grund? Das könnte sein: Eine Person an der Bus­haltestelle, ein leerer Hinterhof, Licht­reflexe auf Beton.
Collage & Kontrast: Sie erschaffen aus Magazinen und Fundstücken neue Bildwelten zwischen Mode und Alltag.
Die Schüler*innen bauen eine Szene aus Zeit­schrift­aus­schnitten auf großen Pappen nach; keine „schönen Outfits“, sondern die Suche nach Gesten und Blicken, die Mahlers Frauen­bild entsprechen. Diese werden in einem neuen Kontext aufgeklebt – zum Beispiel ein elegantes Model in einer Industrie­landschaft.

In einer Pop-up-Galerie werden die ent­standenen Werke präsentiert und in der Feedback­runde diskutiert.

Termine, jeweils Donnerstag und Freitag, 10.00 – 13.00 Uhr
03.09., 04.09., 10.09., 11.09., 17.09., 18.09., 24.09., 25.09., 01.10., 02.10., 08.10., 09.10., 15.10., 16.10.2026
kostenfrei, Material wird gestellt
Konzept & Leitung: Bettina Albrecht (Künstlerin)
GS, Sek I + II, inklusiv, bis 28 Teilnehmende

Galerie Pankow

Ansprechpartnerin:
Annette Tietz

Zugang nicht rollstuhlgeeignet

Verkehrsanbindungen

Öffnungszeiten

Dienstag bis Freitag
12.00 – 20.00 Uhr
Sonnabend und Sonntag
14.00 – 20.00 Uhr

KGB – Der Arbeitskreis Kommunale Galerien Berlin

Newsletter des Amtes für Weiterbildung und Kultur Pankow