Direktion 5 - Kriminalpolizei

Die örtliche Kriminalpolizei einer Direktion wird als Referat Kriminalitätsbekämpfung (Referat K) bezeichnet. Dieses besteht aus:

Kriminalpolizeiliche Sofortbearbeitung – 1. Inspektion (Direktion 5 K 1)

Die hier tätigen Beamtinnen und Beamten sind Rund um die Uhr erreichbar. Sie arbeiten im Wechselschichtdienst. So ist eine zeitnahe Bearbeitung der unterschiedlichsten Straftaten möglich. Im jeweiligen Einzelfall übernimmt diese Dienststelle die ersten notwendigen kriminalpolizeilichen Ermittlungen. Es werden Spuren am Tatort gesichert, Zeugen befragt oder sofort notwendige Vernehmungen und Durchsuchungen durchgeführt. Durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der zuständigen, sachbearbeitenden Fachdienststellen (Kriminalkommissariate) werden die hier begonnenen Ermittlungen fortgeführt.

Das in jeder Direktion vorhandene „MEK FAO“ arbeitet grundsätzlich in ziviler Kleidung. Die Polizistinnen und Polizisten sind speziell geschult und arbeiten eng mit den Kriminalkommissariaten des LKA, der Direktionen und den Abschnittskommissariaten zusammen. Mit ihrer Arbeit leisten sie einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit in der Stadt und zur Aufklärung von Straftaten durch gezielte Fahndungs- / Observationsmaßnahmen sowie Festnahmen auf frischer Tat.

Kriminalpolizeiliche Sachbearbeitung – 2./3. Inspektion (Direktion 5 K 2/K 3)

In den örtlichen Kriminalkommissariaten der 2. und 3. Inspektion werden unterschiedliche Delikte wie

  • Wohnungs- und Geschäftseinbrüche,
  • Hehlerei,
  • Diebstahl von und aus Kraftfahrzeugen,
  • Rauschgiftdelikte,
  • Raub- und Gewaltdelikte (auch die Jugendgruppengewalt),
  • Todesermittlungsverfahren
  • aber auch die Vermisstenanzeigen,
  • und zahlreiche Verkehrsdelikte im „VED“ (Verkehrsermittlungsdienst)

bearbeitet.

Die Fachkommissariate übernehmen nach der Sofortbearbeitung die Ermittlungsvorgänge sowie andere Strafanzeigen und Hinweise, die in ihrer jeweiligen Zuständigkeit liegen. Diese Vorgänge werden hier durch kriminalpolizeiliche Ermittlungen vervollständigt, die zur Aufklärung der Straftaten führen sollen. Dabei kommen Maßnahmen, wie

  • Vernehmungen,
  • Durchsuchungen,
  • Anregung kriminaltechnischer Untersuchungen,
  • Gegenüberstellungen,
  • Festnahmen,
  • Verschiedene Formen der Telekommunikationsüberwachung,
  • sowie zahlreiche andere kreative Ermittlungen

zur Anwendung. Letztlich werden die Akten an die Amts- bzw. Staatsanwaltschaft abgegeben. Dort wird dann entschieden, ob es zur Anklage oder zur Einstellung des jeweiligen Verfahrens kommt.

Eine Besonderheit stellt das Kommissariat für „Täterorientierte Ermittlungen“ dar: Hier werden – losgelöst von der regulären Zuständigkeit – Ermittlungen bei Intensiv- und Mehrfachtätern personenbezogen geführt.

Außerdem gibt es eine besondere Dienststelle, die sich u.a. mit dem Görlitzer Park und anderen Brennpunkten befasst. Hier arbeiten die Kolleginnen und Kollegen der Schutz- und Kriminalpolizei sehr eng zusammen.

Unter der Rufnummer (030) 4664-955444 kann wochentags zwischen 09:00 – 15:00 Uhr berlinweit der Sachbearbeiter zu jeder Strafanzeige bei der Zentralen Auskunftsstelle des LKA erfragt werden.

Kommissariat K AGIA: Arbeitsgebiet Interkulturelle Aufgaben (AGIA)

Die Angehörigen des AGIA stehen in anlassunabhängigem Kontakt zu Vereinen, Verbänden und Religionsgemeinschaften, die von oder für Migranten betrieben werden. Gemeinsam mit den Akteuren dieser und anderer Institutionen wird in konkreten Einzelfällen, aber auch in Projekten oder bei Veranstaltungen Kriminalprävention betrieben.

Zudem sind die Kolleginnen und Kollegen des AGIA auf die Anwendung aufenthaltsrechtlicher Bestimmungen spezialisiert.

Im NOTFALL wählen Sie bitte immer den POLIZEILICHEN NOTRUF 110!