Die Polizei Berlin stoppt Fahrzeuge mit neuen Anhaltesignalen

Blaulicht auf einem Polzeifahrzeug
Bild: Polizei Berlin

Die Polizei Berlin setzt, wie andere Bundesländer auch, ab sofort an vielen ihrer Einsatzfahrzeuge ein neues optisches und akustisches Signal ein, um vorausfahrende Fahrzeuge im Straßenverkehr besser anhalten zu können. Möglich macht dies eine Änderung der verkehrsrechtlichen Vorschriften.

Die von den Signalanlagen auf den Dächern der Einsatzwagen nach vorn abstrahlende Leuchtschrift „STOPP POLIZEI“ wurde von vielen Verkehrsteilnehmern häufig nicht wahrgenommen, so dass die Fahrzeuge erst überholt und dann mit der Anhaltekelle gestoppt werden mussten. Dies führte dazu, dass die Kontrollstelle oft nach hinten nicht abgesichert war und die Polizisten sowie andere Verkehrsteilnehmer dadurch gefährdet wurden.

Sollen vorausfahrende Fahrzeuge künftig angehalten werden, wird nun im Wechsel mit dem Signal „STOPP POLIZEI“ automatisch ein roter Doppelblitz, der sogenannte Flasher aktiviert. Er soll die Aufmerksamkeit auf die Leuchtschrift lenken. In den Fällen, in denen die Aufforderung zum Anhalten immer noch nicht bemerkt wird, kann zusätzlich ein schriller Heulton, das „YELP-Signal“ (ähnlich einer amerikanischen Polizeisirene), zugeschaltet werden. Spätestens dann gilt es, an geeigneter Stelle anzuhalten, den Motor abzustellen und die Anweisungen der Polizei abzuwarten.

Das bekannte Blaulicht und Martinshorn werden durch die neuen Signale nicht ersetzt. Sie fordern auch weiterhin alle Verkehrsteilnehmer auf, sofort freie Bahn zu schaffen. Damit es nicht zu Verwechselungen kommt, werden die neuen Anhaltesignale nicht zusammen mit dem Blaulicht und Einsatzhorn genutzt.