Soziale Stadt / Quartiersmanagement

Eine Vielfalt an Möglichkeiten

Blick über Neukölln vom Rathausturm aus, Karl-Marx-Straße
Bild: Erik-Jan Ouwerkerk

Quartiersmanagement - was ist das?

Quartiersmanagement ist ein Instrument der Städtebauförderung und wird in besonders benachteiligten Stadtteilen eingesetzt, in denen es eine Konzentration von Armut und Arbeitslosigkeit sowie eine hohe Fluktuation der Mieterschaft gibt. Mit Hilfe von Fördermitteln der Sozialen Stadt, einer Mittelbündelung von Land, Bund und der Europäischen Union, zielt das Quartiersverfahren auf die Verbesserung der Lebenssituation vor Ort ab und stößt nachhaltige und stabilisierende Entwicklungsprozesse an. Die Partner in diesem Verfahren sind eine engagierte Bewohnerschaft, die Vorort-Büros sowie die Verwaltungsbereiche auf Bezirks- und Senatsebene. Gemeinsam wird für Bildung, Integration und Nachbarschaft gearbeitet.

In Neukölln wurden seit 1999 insgesamt 11 Quartiersmanagementgebiete eingerichtet. Gründe hierfür waren: sich verändernde Sozialstrukturdaten, zu hohe Arbeitslosigkeit, Kinderarmut, Fluktuation, fehlende Nachbarschaften, hoher Migrantenanteil und starke Bildungsferne. Zehn QM-Gebiete liegen im Norden des Bezirkes. Ein Gebiet liegt etwas südlicher in großen Teilen der Gropiusstadt. Mit Ende 2016 wurde die QM-Kulisse Reuterplatz aufgehoben. Das Gebiet gilt als verstetigt.

Fast 120.000 Menschen leben in diesen Neuköllner Quartieren, das ist mehr als ein Drittel der gesamten Bevölkerung Neuköllns. Beim Quartiersmanagement geht es nicht um die Alleinverantwortung des Staates, sondern um Hilfe zur Selbsthilfe und um die Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements. Daher gilt es, möglichst viele Bürgerinnen und Bürger für die Mitgestaltung des Lebensraumes zu begeistern.

Die Gemeinschaftsinitiative Soziale Stadt erhebt den Anspruch, Quartiersentwicklungsprozesse in Gang zu setzen, welche die sozialen Problemgebiete zu selbständig lebensfähigen Stadtteilen mit positiver Zukunftsperspektive machen sollen.