Tragschrauber abgestürzt: Polizei ermittelt gegen Piloten

Tragschrauber abgestürzt: Polizei ermittelt gegen Piloten

Nach dem Absturz eines Tragschraubers am Autobahndreieck Nuthetal bei Michendorf hat die Polizei Ermittlungen gegen den 70-jährigen Piloten aufgenommen.

  • Tragschrauber-Absturz mit zwei Toten© dpa
    Der zerstörte Tragschrauber liegt nach dem Absturz am Zaun eines Logistikzentrums in der Nähe des Hildesheimer Flugplatzes. Beim Absturz des Ultraleichtflugzeugs sind zwei Menschen ums Leben gekommen.
  • Feuerwehrleute stehen an der Absturzstelle eines Tragschraubers© dpa
    Einsatzkräfte der Feuerwehr stehen an der Absturzstelle eines Tragschraubers
Dabei gehe es um den Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung, teilte die Polizeidirektion West am Freitag (13. August 2021) mit. Der Pilot und eine 63-jährige Co-Pilotin wurden bei dem Absturz südlich von Potsdam am Donnerstag schwer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht.

Missglückte Notlandung

Nach Angaben des Piloten soll es kurz nach dem Start am kleinen Flugplatz Saarmund, der sich in unmittelbarer Nähe der Autobahn befindet, technische Probleme gegeben haben, wie die Polizei mitteilte. Der 70-Jährige habe zu einer Notlandung angesetzt. Das gelang ihm jedoch nicht. Das offene Fluggerät mit zwei Sitzen hintereinander sei auf der rechten Leitplanke der Autobahn gelandet und seitlich in den Grünstreifen gekippt. Fahrzeuge auf der Straße waren nicht in den Unfall verwickelt. In der Folge bildete sich ein Stau.

Tragschrauber fliegen ohne Triebwerk

Bei Tragschraubern haben die Rotoren kein Triebwerk. Sie tragen das per Propeller angetriebene Fluggerät durch den Fahrtwind. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung ist nach Polizeiangaben über den Sachverhalt informiert worden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 13. August 2021 13:45 Uhr

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