Dekra-Report: weniger Unfälle: Mehr Verkehrstote

Dekra-Report: weniger Unfälle: Mehr Verkehrstote

In Brandenburg sind im Corona-Jahr 2020 mehr Menschen im Straßenverkehr ums Leben gekommen als im Jahr zuvor - obwohl die Zahl der Unfälle zurückging.

Ein Holzkreuz neben einer Straße

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140 Menschen starben laut dem Dekra-Verkehrssicherheitsreport 2021 im vergangenen Jahr, wie die Prüfgesellschaft am Dienstag (15. Juni 2021) mitteilte. Das sind 12 Prozent mehr als im Jahr 2019 (125 Tote). Der Dekra-Niederlassungsleiter von Oranienburg, Jens-Peter Schultze, nannte das Ergebnis mit Blick auf einen coronabedingten Rückgang von Verkehrsunfällen «katastrophal». Mehr als 71.736 Verkehrsunfälle wurden laut Dekra gezählt. Zum Vergleich: 2019 waren es noch rund 84.000 Unfälle.

Senioren besonders gefährdet im Verkehr

Betroffen seien vor allem ältere Menschen. So stieg die Zahl von 2019 (44) auf 2020 (52) um acht Tote. Mehr als 67 Prozent der bei Verkehrsunfällen getöteten Senioren seien über 75 Jahre alt gewesen. Dies zeige, dass Verkehrsteilnehmer mit zunehmendem Alter auch gefährdeter seien.

Dekra fordert mehr Aufklärung bei älteren Menschen

Der Report widmet sich dem Thema «Mobilität im Alter». Wie wichtig das Thema sei, belege der Umstand, dass 72 Prozent der Unfälle, bei denen Senioren beteiligt waren, von diesen selbst verursacht worden sind, so Mirco Brunnert von der Dekra Niederlassung Potsdam. Dekra fordert, ältere Menschen für eine sichere Teilnahme am Verkehrsgeschehen über ihre Leistungsfähigkeit sowie Einschränkungen aufzuklären.
Ein Warndreieck mit Schriftzug "Unfall"
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 15. Juni 2021 14:23 Uhr

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