Berliner SPD will U-Bahn-Plan als «prioritäres Vorhaben»

Berliner SPD will U-Bahn-Plan als «prioritäres Vorhaben»

Die Berliner SPD will dem U-Bahn-Ausbau in der nächsten Legislaturperiode höchsten Stellenwert einräumen. «Wir werden unseren U-Bahn-Plan u2030 als prioritäres Vorhaben der SPD durchsetzen», heißt es im Entwurf des Landesvorstandes für das Wahlprogramm 2021, der am Montag offiziell online gestellt wurde.

U-Bahn in Berlin

© dpa

Fahrgäste sitzen in einer Berliner U-Bahn.

Demnach wollen die Sozialdemokraten im Falle einer weiteren Regierungsbeteiligung nach der Abgeordnetenhauswahl «umgehend» mit den Planungen für vier Linienverlängerungen beginnen. Darunter sind die U2 nach Pankow Kirche, die U3 nach Mexikoplatz mit Anschluss an die S-Bahn und die U8 ins Märkisches Viertel.
Die U7 will die SPD im Südosten der Hauptstadt zum Flughafen BER verlängern sowie am anderen Ende bis Heerstraße Nord. «Ein Hauptstadtflughafen braucht auch eine Hauptstadtanbindung», heißt es im Programmentwurf dazu. Und weiter: «Wir werden darüber hinaus den weiteren U-Bahn-Ausbau dort planen, wo er verkehrlich Sinn ergibt, um Kieze vom Straßenverkehr zu entlasten und möglichst viele Berliner:innen an das U-Bahn-Netz anzuschließen.»
Auch das S-Bahn-Netz will die SPD gemeinsam mit Brandenburg und dem Bund bis ins nächste Jahrzehnt ausbauen. Genannt wird unter anderem der Wiederaufbau der Siemensbahn nebst Verlängerung der Linie zur Insel Gartenfeld und bis nach Hakenfelde. Weiteres Ziel sei der Ausbau bislang eingleisiger Strecken gerade auch ins Brandenburger Umland, etwa der S7 zwischen Griebnitzsee und Wannsee.
In Berlin wird am 26. September ein neues Abgeordnetenhaus gewählt. Gerade am Thema U-Bahn hatten sich die Koalitionspartner SPD, Linke und Grüne seit 2016 immer wieder gerieben. Zuletzt wurden SPD-Vorwürfe lauter, die Grünen bremsten hier. Die wiesen das zurück.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 1. Februar 2021 14:21 Uhr

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