Förderprogramm für E-Fahrzeuge in Betrieben wird ausgeweitet

Förderprogramm für E-Fahrzeuge in Betrieben wird ausgeweitet

Kleine und mittlere Unternehmen in Berlin bekommen mehr Unterstützung, wenn sie auf elektrisch betriebene Fahrzeuge umsteigen wollen. Dafür sind die Förderbedingungen des Programms Wirtschaftsnahe Elektromobilität (WELMO) geändert worden, das auch für Berliner Selbstständige gedacht ist. Wie die Senatsverwaltung für Wirtschaft mitteilte, gilt der Mindestpreis von 40 000 Euro für die Anschaffung eines Nutzfahrzeugs mit E-Motor ab sofort nicht mehr. Anträge können damit auch für preiswertere Modelle gestellt werden.

Außerdem wird nun auch die Anschaffung von Fahrzeugen der Klasse N2 mit mehr als 3,5 Tonnen gefördert. Dafür gibt es ein Viertel des Nettoangebotspreises, maximal 15 000 Euro. Bislang galt die Regelung nur für kleinere Fahrzeuge der Klasse N1.
Andererseits steigt die Förderhöhe für sogenannte Light Electric Vehicles (LEV), die etwa im Logistikbereich für die «letzte Meile» genutzt werden. Um die Anschaffung solcher Fahrzeuge noch stärker als bislang zu unterstützen, gibt es nach Angaben der Wirtschaftsverwaltung maximal 5000 statt wie bisher 2000 Euro.
Darüberhinaus ist es möglich, das Bundesprogramm «Umweltbonus» mit dem Berliner WELMO-Programm zu kombinieren. «Berliner Unternehmen leisten mit dem Umstieg auf elektrische Antriebe einen wichtigen Beitrag für die nachhaltige Mobilitätswende», so Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne). Durch die Möglichkeit, beide Förderprogramme zu verbinden, werde der Umstieg auf Elektromobilität im Nutzfahrzeugsegment noch attraktiver.
Das Förderprogramm für Elektrofahrzeuge in kleinen und mittleren Unternehmen in Berlin ist im Juli 2018 gestartet. Bis Ende Oktober 2020 wurden der Wirtschaftsverwaltung zufolge rund 14,2 Millionen Euro bewilligt, davon etwa 1,1 Millionen bereits 2018, 6 Millionen Euro in 2019 und rund 7,1 Millionen in diesem Jahr.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 24. Dezember 2020 14:18 Uhr

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