SPD fordert mehr Tempo bei Ausweitung der Parkzonen

SPD fordert mehr Tempo bei Ausweitung der Parkzonen

Die SPD fordert von Senat und Bezirken mehr Tempo bei der Ausweitung der gebührenpflichtigen Parkzonen. Ziel der von der rot-rot-grünen Koalition verabredeten Verkehrswende sei es, den ÖPNV sowie den Rad- und Fußverkehr deutlich zu stärken und den begrenzten Platz gerade in der Innenstadt wieder für alle gleichberechtigt nutzbar zu machen, erklärte der SPD-Abgeordnete Christian Hochgrebe am 14. Juli 2020.

«Die Parkraumbewirtschaftung im gesamten Bereich des S-Bahn-Rings ist dafür ein wichtiger Baustein.» Die - von der grünen Senatorin Regine Günther geführte - Senatsverwaltung für Umwelt und Verkehr müsse hier schneller werden, forderte Hochgrebe. Längst überfällig sei ein «Masterplan Parken».
Laut Verkehrs- und Umweltverwaltung wurden in Berlin seit 2016 zwölf neue gebührenpflichtige Parkzonen geschaffen. Derzeit gibt es demnach 49 davon in sieben Bezirken, die zumeist innerhalb des S-Bahn-Rings liegen. Wie viele Parkplätze dort zur Verfügung stehen, ist unklar. Es dürften jedoch weit mehr als 100 000 sein.
Im Koalitionsvertrag hatte Rot-Rot-Grün 2016 das Ziel verankert, «die Parkraumbewirtschaftung schrittweise bis 2021 auszuweiten mit dem Ziel einer Flächendeckung innerhalb des S-Bahn-Rings». Inzwischen ist davon die Rede, bis 2023 alle Parkflächen in der City gebührenpflichtig zu machen.
In Wedding/Gesundbrunnen und in Moabit/Hansaviertel sind Angaben des Senats zufolge bis kommendes Jahr 14 neue Parkzonen mit knapp 30 000 Plätzen geplant. Die Ausweisung einer solchen Zone ist demnach ein komplizierter Prozess und dauert zwischen 21 und 30 Monaten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 14. Juli 2020 16:05 Uhr

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