Umweltaktivisten protestieren an CDU-Parteizentrale

Umweltaktivisten protestieren an CDU-Parteizentrale

Die Umweltaktivisten von Extinction Rebellion haben am Donnerstagvormittag vor der CDU-Parteizentrale in Berlin gegen die Klimapolitik der Partei demonstriert. Einige Aktivisten blockierten zeitweise den Eingang, in dem sie sich vor die Türen setzten und je eine Hand mit Aufklebern am Türrahmen festklebten. An der Fensterfront wurden zudem mit Farbschablonen Sprüche angebracht und Plakate geklebt, wie auf Fotos zu sehen war. Nach Angaben eines Polizeisprechers wurden die festgeklebten Umweltschützer von weiteren Demonstranten wieder losgemacht. Auch die Sprüche und Plakate seien von den Protestierern selbst entfernt worden.

Logo Extinction Rebellion

© dpa

Eine Hand mit dem Logo der Klima- und Umweltschutzgruppe Extinction Rebellion (XR) hoch.

Insgesamt beteiligten sich nach Angaben eines Polizeisprechers ungefähr 20 Menschen an dem unangemeldeten Protest am Konrad-Adenauer-Haus. Die Beamten waren mit rund 40 Kräften im Einsatz. Festnahmen gab es keine. Es wurden jedoch die Personalien von zehn Demonstranten aufgenommen, eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz sollte gestellt werden, hieß es. Gegen 13.00 Uhr war die Aktion beendet.
Bei Twitter teilte die Bewegung Fotos und Videos von der Aktion. «Schluss mit Klimaschmutzlobby & Klüngelei! Wir brauchen eine Politik, die in der Lage ist, effektive Klimapolitik im Interesse der Menschen zu machen!», schrieben die Aktivisten zu einem der Videos.
Die CDU duldete den Protest: «Friedliches Demonstrieren für die eigenen politischen Überzeugungen gehört zu einer Demokratie dazu», sagte Bundesgeschäftsführer Stefan Hennewig. Der Betrieb in dem Gebäude sei durch den Protest «nicht wesentlich» beeinträchtigt worden. Der Großteil der Belegschaft befinde sich im Homeoffice. Sofern Kreidefarbe und Klebstoffreste entfernt seien, wolle die Partei von einer Anzeige wegen Sachbeschädigung absehen, hieß es.
Die Umweltschutzbewegung Extinction Rebellion hatte eine ganze Reihe von Protestaktionen für mehr Klimaschutz zwischen dem 12. und 21. Juni in ganz Deutschland angekündigt. Zu den Strategien der Gruppe gehören Aktionen zivilen Ungehorsams wie Flashmobs und Fahrraddemos sowie Brücken- und Straßenblockaden. Am Mittwoch radelten Hunderte Aktivisten mit dem Rad über die Avus in Richtung Berlin, um für eine Verkehrswende zu protestieren.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 18. Juni 2020 15:53 Uhr

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