Busunternehmer wollen gegen Reisebeschränkungen protestieren

Busunternehmer wollen gegen Reisebeschränkungen protestieren

Busunternehmer aus Norddeutschland wollen am Donnerstag in Hamburg gegen die Corona-Reisebeschränkungen protestieren. Die sechs bis acht Wochen dauernden Einschränkungen seien zwar gerechtfertigt gewesen, jetzt müsse die Politik aber die Lage der Branche wahrnehmen und einen Exitplan vorlegen, sagte der Geschäftsführer der Hanse Mondial GmbH, Julien Figur, am Dienstag.

Reisebusse

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Busunternehmer aus Norddeutschland wollen am Donnerstag gegen die Corona-Reisebeschränkungen protestieren.

Wie die Polizei bestätigte, sind zwei Aufzüge mit insgesamt rund 150 Bussen angemeldet. Sie wollen vom Großmarkt und von der Glacischaussee aus zur Binnenalster fahren und dort ein 30 Sekunden langes Hupkonzert veranstalten. Die Gesundheitsbehörde habe die Versammlung genehmigt. In jedem Bus dürften maximal drei Personen sitzen.
Der Corona-Rettungsschirm der Bundesregierung helfe der Branche nicht, sagte Figur. Viele Unternehmer müssten monatliche Kreditraten für ihre Fahrzeuge bezahlen. Die Rücklagen der Firmen seien aufgebraucht. Zu dem Protest werden Busfahrer aus Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Berlin erwartet.
Die Hanse Mondial GmbH bietet nach Angaben von Figur eine Plattform, über die Busreisen vermittelt werden. Das Netzwerk arbeite mit mehr als 600 Partnern zusammen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 5. Mai 2020 16:41 Uhr

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