Keine Maskenkontrollen im ÖPNV: Auf Vernunft setzen

Keine Maskenkontrollen im ÖPNV: Auf Vernunft setzen

In Bussen und Bahnen dürfte es nach den beschlossenen Lockerungen in der Corona-Krise bald wieder voller werden - was die Sicherheit angeht, setzen die Verkehrsträger dabei vor allem auf die Vernunft der Menschen.

BVG-Bus

© dpa

«Wir bitten die Kundinnen und Kunden zum Beispiel vielerorts, sich in den Fahrzeugen zu verteilen, nicht kurz vor knapp zur Haltestelle zu kommen und mehr Zeit einzuplanen», teilte Oliver Wolff, Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), der Deutschen Presse-Agentur mit. «Bei den Bahnen gilt weiter: Es müssen nicht alle in den ersten oder letzten Wagen einsteigen.»

Fahrgastzahlen sollen sich möglichst verteilen

Die Behörden forderte der Verband dazu auf, Maßnahmen zu ergreifen, um «die Fahrgastnachfrage in den Spitzenzeiten besser zu verteilen». Hilfreich seien etwa gestaffelte Anfangs- und Endzeiten des Schulunterrichts. «Wir wollen in den Fahrzeugen wünschenswerte Abstände der Fahrgäste untereinander ermöglichen - allerdings kann es zuweilen und für eine begrenzte Zeit zu Unterschreitungen kommen», hieß es.

Bund und Länder: Erste Lockerungen beschlossen

Bund und Länder hatten sich am Mittwoch (15. April 2020) auf eine Lockerung der Corona-Beschränkungen in einigen Lebensbereichen geeinigt. So sollen etwa Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern von Montag an wieder öffnen dürfen. Auch der Friseurbesuch soll vom 4. Mai an wieder möglich sein. Für diesen Tag ist auch eine schrittweise Öffnung der Schulen vorgesehen.

Tragen von Masken dringend empfohlen

Angesichts des dann zu erwartenden steigenden Verkehrs wird das Tragen von Masken dringend empfohlen - auch im Öffentlichen Personennahverkehr. Kontrollen diesbezüglich werde es aber keine geben, betonte der VDV. Nicht auszuschließen sei, dass einzelne Verkehrsbetriebe etwa den Zugang zu Bahnsteigen auf eine bestimmte Anzahl von Menschen begrenzen, um Ansammlungen zu vermeiden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 16. April 2020 14:59 Uhr

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