Neuköllner Sonnenallee fast drei Stunden autofrei

Neuköllner Sonnenallee fast drei Stunden autofrei

Die Aktivisten von «Autofreiberlin» setzen sich mit Blockaden für eine Verkehrswende in der Hauptstadt ein. Am Samstag demonstrierten sie in Neukölln.

Demonstration für autofreie Neuköllner Sonnenallee

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Zahlreiche Menschen demonstrieren für eine autofreie Sonnenallee und halten ein Transparent «Verkehrswende sofort!». Foto: Jörg Carstensen

Berlin (dpa/bb) - Mit einer friedlichen Blockade haben mehrere Hundert Menschen die Sonnenallee in Berlin-Neukölln am Samstag für den Autoverkehr lahm gelegt. Die Demonstration verlief friedlich und störungsfrei, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Nach Angaben der Veranstalter zogen etwa 500 Aktivisten vom Hermannplatz bis zum S-Bahnhof Sonnenallee. Sie forderten etwa die Einführung von Tempo 30 sowie geschützte Radspuren und Vorrang für den Öffentlichen Nahverkehr.
Irene Dietzel, Co-Initiatorin der Aktion «Autofreiberlin», teilte mit, für Fußgänger und Fahrradfahrer sei die Sonnenallee lebensgefährlich. «Darum warten wir nicht auf die Politik, sondern setzen die Verkehrswende einfach selbst um. Städte wie Madrid, Kopenhagen oder Oslo zeigen, wie eine autofreie Zukunft aussehen kann.»
Auf Transparenten hieß es «Verkehrswende sofort!» oder «Autos raus aus der Stadt». Die Blockade der Sonnenallee am Samstag war die vierte Demonstration des Berliner Bündnisses.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 11. August 2019 12:20 Uhr

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