Bahn und Senat unterzeichnen Vereinbarung über Siemensbahn

Bahn und Senat unterzeichnen Vereinbarung über Siemensbahn

Die Reaktivierung der Berliner Siemensbahn kommt voran: Die Deutsche Bahn und der Senat unterzeichneten am 28. Juni 2019 in der Hauptstadt eine Finanzierungsvereinbarung für vorgezogene Planungsleistungen, wie beide Seiten am Nachmittag mitteilten.

S-Bahntrasse Siemensbahn

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Wildwachsende Sträucher sind auf dem Bahnsteig im stillgelegten Bahnhof Wernerwerk zu sehen.

Darunter fallen Umweltstudien, Schallgutachten sowie Vermessungsarbeiten. 2,3 Millionen Euro werden dafür fällig. Die Kosten trägt der Senat. Insgesamt umfasst das Projekt unter anderem eine Streckenlänge von 4,5 Kilometer sowie die Reaktivierung der Bahnhöfe Wernerwerk, Siemensstadt und Gartenfeld.
Die Strecke vom Bahnhof Jungfernheide bis zum Bahnhof Gartenfeld war 1929 in Betrieb gegangen, um Arbeiter aus der Innenstadt zu den Siemens-Werken zu bringen. 1980 legte die auch in West-Berlin für die S-Bahn zuständige DDR-Reichsbahn den Abschnitt nach einem Streik still. Die Arbeiter fuhren auf der neuen U-Bahnlinie 7.
Der Senat hatte schon seit Jahren überlegt, die S-Bahnstrecke wieder zu eröffnen. Anträge der Bahn, die Trasse aufzugeben, wies das Land wiederholt zurück. Neuen Schwung in die Debatte brachte die Ankündigung von Siemens, bis 2030 bis zu 600 Millionen Euro in seinen Standort zu investieren. Geplant ist ein Campus für Forschen, Produzieren und Wohnen. Wann die Siemensbahn wieder fahren soll und wie teuer das Projekt insgesamt wird, blieb am Freitag zunächst offen.
Stillgelegten Bahnhöfe Siemensstadt und Wernerwerk
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Fotos: Bahnhöfe Siemensstadt und Wernerwerk

Fotos der stillgelegten Bahnhöfe Siemensstadt und Wernerwerk vom 28. Juni 2019. Im Zuge der geplanten Sanierung der ehemaligen Siemensbahn sollen auch diese Bahnhöfe wieder in Stand gesetzt werden. mehr

Siedlung Siemensstadt in Berlin
© Landesdenkmalamt Berlin, Wolfgang Bittner

Siemensstadt

Der traditionsreiche Industriestandort Siemensstadt bietet Wohnen in Siedlungen des "Neuen Bauens" und in Großsiedlungen. mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 28. Juni 2019 16:02 Uhr

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