Brandenburg: Bus und Bahn oft schlecht zu erreichen

Brandenburg: Bus und Bahn oft schlecht zu erreichen

Wer in Brandenburg wohnt, hat es oft weit zu Bus und Bahn.

Bushaltestelle

© dpa

Jeder sechste Bewohner lebt mehr als 600 Meter von einer Bushaltestelle oder weiter als 1200 Meter Luftlinie von einer Bahnhaltestelle entfernt. Das zeigt ein Ranking für Ostdeutschland, das das Verkehrsbündnis Allianz pro Schiene am Freitag (03. Mai 2019) vorstellte.

Landkreis Spree-Neiße kommt am schlechtesten angebunden

Besonders schlecht kommt dabei der Landkreis Spree-Neiße weg. Er bildet in puncto Verkehrsanbindung das Schlusslicht (Platz 77) in Ostdeutschland. Nur 61,3 Prozent der Bevölkerung sind dort ausreichend angebunden. Unter den «Flop Ten» sind außerdem die Landkreise Prignitz (Platz 68, 71,9 Prozent) und Ostprignitz-Ruppin (Platz 71, 69,2 Prozent).

Cottbusser freuen sich über gutes Verkehrsnetz

Insgesamt sind in Brandenburg laut Allianz 83,5 Prozent der Bevölkerung ausreichend angebunden. Cottbus ist dabei Spitzenreiter: 98,7 Prozent der Bewohner haben dort kurze Wege zu den Haltestellen - im ostdeutschen Vergleich belegt die Stadt damit Platz 9. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen in Brandenburg Potsdam (98,5 Prozent) und Frankfurt (Oder) (97,9 Prozent).

Nur Dresden und Halle schlagen Berlin bundesweit

Im bundesweiten Vergleich liegt Brandenburg auf dem viertletzten Platz, knapp gefolgt von Niedersachsen (83,1 Prozent), aber deutlich vor Bayern (79 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (74,6 Prozent). Berlin belegt in Ostdeutschland den dritten Platz der besten Verkehrsanbindung (99,5 Prozent). Geschlagen wird die Metropole von Dresden (99,7 Prozent) und Halle (99,6 Prozent).
Allianz pro Schiene wertete für das Ranking Daten des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) von 2018 aus. Berücksichtigt wurden nur Haltestellen, die mindestens 20 Mal pro Tag angefahren werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 3. Mai 2019