Gewerkschaft warnt vor Zerschlagung des S-Bahnverkehrs

Gewerkschaft warnt vor Zerschlagung des S-Bahnverkehrs

Gewerkschafter haben vor einer Zerschlagung des Berliner S-Bahnverkehrs und einem Wegfall von Arbeitsplätzen gewarnt. Dutzende Menschen protestierten dazu am Samstag mit Trillerpfeifen vor dem Tagungsort des Grünen-Landesparteitags in Berlin. Hintergrund ist die geplante Ausschreibung von Beschaffung, Instandhaltung und Betrieb der S-Bahn. Es geht laut Senatsverwaltung für Verkehr speziell um die Teilnetze Stadtbahn und Nord-Süd. Die Vergabe soll Ende 2021 abgeschlossen werden.

S-Bahn

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Das Logo der Berliner S-Bahn vor einem dunklen Wolkenhimmel. Foto: Ole Spata/Archiv

Ein Vertreter der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) sagte in einer kurzen Rede auf der Bühne vor den Delegierten, bei einer Zerschlagung drohe, dass Industriearbeitsplätze verlagert würden. Die Gewerkschafter wollen, dass der S-Bahn-Verkehr in einer Hand bleibt.
Ihre Forderung richteten sie an Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos/für die Grünen). Sie antwortete: «Wir wollen die gute Arbeit der Beschäftigten auf alle Fälle weiterführen. Wir wollen sie garantieren.» Zugleich wolle man weg vom «faktischen Monopol» im S-Bahn-Verkehr. Ziel der Vergabe sei auch, die Leistung der S-Bahn zu verbessern.
Der S-Bahn-Verkehr wird zurzeit von der S-Bahn Berlin GmbH betrieben, die zum Mutterkonzern Deutsche Bahn gehört. 1,5 Millionen Fahrgäste nutzen nach Unternehmensangaben an Werktagen die Züge, 200 000 davon in Brandenburg.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 6. April 2019