Polizei geht gegen falsches Abbiegen vor

Polizei geht gegen falsches Abbiegen vor

Abbiegende Autofahrer werden oft zur Gefahr für Radler - dagegen will die Berliner Polizei heute vorgehen. Vom 1. bis zum 12. April sind zahlreiche Schwerpunkt-Kontrollen geplant. In der ersten Woche bis zum 5. April geht es vor allem um die Aufklärung der Autofahrer und Lkw-Fahrer, die beim Rechtsabbiegen nicht genug auf die von hinten kommenden Radfahrer achten.

Das Warnsystem «Bike-Flash»

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Das Warnsystem «Bike-Flash» hängt an einem Mast an einer Kreuzung. Foto: Hauke-Christian Dittrich/Archivbild

Für die zweite Woche ab dem 8. April plant die Polizei gezielte Kontrollen zur Überwachung und Ahndung von Fehlern. Dann werden auch Bußgeldstrafen verhängt. Die Überwachungsmaßnahmen soll es an Kreuzungen geben, an denen besonders viele Unfällen passieren.
Bei Lastwagen und Autos sei beim sicheren Abbiegen ein rundum freies Sichtfeld nötig, mahnte die Polizei. Besonders bei Lkw werde man bei den Kontrollen daher Dekorationen wie Wimpel, Bilder und Gardinen, die in der Fahrerkabine vor Spiegeln oder Fenstern hängen, besonders im Auge haben.
Im Frühjahr 2018 hatte die Polizei eine ähnliche Kontrollaktion gestartet. 2500 Fahrer wurden angehalten und eindringlich ermahnt. In 1913 Fällen gab es Anzeigen.
Unaufmerksame und leichtsinnige Fahrweise führen oft zu schweren Verletzungen bei Radfahrern, so die Polizei. Im letzten Jahr wurden allein in Berlin durch Abbiegeunfälle 1553 Radfahrer verletzt und vier getötet.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 1. April 2019