Bahn-Tochter Arriva: Vorstand soll Verkaufsoptionen prüfen

Bahn-Tochter Arriva: Vorstand soll Verkaufsoptionen prüfen

Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn hat den Vorstand des bundeseigenen Unternehmens damit beauftragt, Verkaufsoptionen für die Auslandstochter Arriva zu prüfen. Das teilte die Deutsche Bahn nach der Aufsichtsratssitzung am Mittwoch in Berlin mit. Endgültig über eine mögliche Veräußerung entscheiden will der Aufsichtsrat nach früheren Informationen im September.

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Das Logo der Deutschen Bahn am Berliner Hauptbahnhof. Foto: Paul Zinken/Archiv

Der Vorstand soll den Angaben zufolge mehrere Optionen prüfen: einen Verkauf von bis zu 100 Prozent an einen oder mehrere Investoren sowie einen Börsengang. Damit könnte der Schuldenanstieg begrenzt werden.
Schon seit längerem ist ein möglicher Verkauf oder Teilverkauf der profitablen Tochter im Gespräch. DB Arriva mit Sitz im nordenglischen Sunderland betreibt mit mehr als 50 000 Beschäftigten Busse und Züge in 14 europäischen Ländern. Bahnchef Richard Lutz hatte dem Bund im Januar vorgeschlagen, Arriva zu verkaufen. Damals hieß es, das könne rund 4 Milliarden Euro einbringen. Insgesamt will der Vorstand in den nächsten fünf Jahren 5 Milliarden Euro zusätzlich für Züge und Schienen ausgeben. Nach Bahnangaben erzielte Arriva im vergangenen Jahr einen Umsatz von 5,44 Milliarden Euro.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 27. März 2019