Anschläge auf Bahnstrecken: Rede von «Terrorzelle»

Anschläge auf Bahnstrecken: Rede von «Terrorzelle»

Im Zusammenhang mit der Verhaftung eines terrorverdächtigen Irakers in Wien sind nach Angaben des österreichischen Innenministers Herbert Kickl (FPÖ) zwei weitere Verdächtige festgenommen worden. «Gerade erst gestern wurden in Prag, in Tschechien, zwei weitere mutmaßliche Terroristen, mit denen dieser Iraker eine gemeinsame Zelle gebildet hat, festgenommen», sagte Kickl am Donnerstag in einer Rede vor dem Parlament. Der 42-jährige Iraker wird verdächtigt, zwei Anschläge auf Bahnstrecken in Bayern und Berlin verübt zu haben. Er will nach bisherigen Aussagen allein gehandelt haben.

Medienberichte über angebliche Motive kommentierte die Sprecherin nicht. Laut «Kronen Zeitung» hat der 42-jährige irakische Ex-Militär angegeben, aus Rache auf den Westen und speziell auf Deutschland gehandelt zu haben. Er sei bei einem Militäreinsatz an der irakisch-türkischen Grenze von einer Bombe verletzt worden. Die Anschläge seien Teil eines persönlichen Feldzugs, aber kein Akt eines Terrornetzwerks.
Bei den Anschlägen auf Bahnstrecken in Bayern und Berlin sollten quer über den Schienen gespannte Stahlseile Züge zum Entgleisen bringen. Verletzt wurde niemand. Dem Iraker droht eine lebenslange Haftstrafe.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 28. März 2019