BVV Friedrichshain-Kreuzberg: Abbau der Begegnungszone

BVV Friedrichshain-Kreuzberg: Abbau der Begegnungszone

Die Bezirksverordnetenversammlung von Friedrichshain-Kreuzberg fordert ein vorzeitiges Ende der Testphase für eine sogenannte Begegnungszone im Bergmannkiez. Das Projekt müsse zum 1. August beendet werden, um das traditionelle Jazzfest veranstalten zu können, heißt es einem am Mittwochabend gefassten Beschluss. Gleichzeitig macht sich das Bezirksparlament für eine «qualitätsvolle Gestaltung» des Bereichs und eine Überprüfung der bisherigen Planungen für das Projekt stark. Bezirksstadtrat Florian Schmidt sagte am Donnerstag eine Prüfung der Anliegen zu.

Die ebenfalls involvierte Senatsverkehrsverwaltung plädierte dafür, den Test wie geplant bis zum Jahresende umzusetzen, um ihn dann richtig auswerten und Schlussfolgerungen ziehen zu können. Auch für das Jazzfest könne es Lösungen geben.
Als Begegnungszonen werden Straßen bezeichnet, in denen durch Umbauten der Autoverkehr reduziert und mehr Platz und mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer geschaffen werden sollen. In Berlin wird seit längerem kontrovers über Sinn und Unsinn solcher Areale diskutiert.
Umgesetzt wurde eine Begegnungszone erstmals in der Maaßenstraße in Schöneberg. In der Bergmannstraße in Kreuzberg ist nun das zweite Vorhaben noch in der Testphase. Dazu wurden unter anderem sogenannte Parklets und andere «Aufenthaltsmodule» mit Sitzmöglichkeiten für Fußgänger aufgestellt. Sie kosteten gut 600 000 Euro.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 31. Januar 2019