Warnstreik an Flughäfen: Berlin betroffen

Warnstreik an Flughäfen: Berlin betroffen

Das Sicherheitspersonal in Düsseldorf, Köln/Bonn und Stuttgart streikt, es kommt zu zahlreichen Flugausfällen - auch in Berlin.

Verdi

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Nach dem Beginn des Streiks des Sicherheitspersonals an den Flughäfen Köln/Bonn, Düsseldorf und Stuttgart müssen sich Flugpassagiere in Deutschland auf erhebliche Einschränkungen einstellen. An den Airports Köln/Bonn, Düsseldorf und Stuttgart begann in der Nacht zum Donnerstag (10.01.2019) ein Warnstreik des Sicherheitspersonals, wie drei Gewerkschaftssprecher der Deutschen Presse-Agentur bestätigten.
An den drei Airports könnten die ganztägigen Arbeitsniederlegungen Folgen haben für rund 110 000 Passagiere - so viele sitzen normalerweise in den Maschinen, die donnerstags dort starten und landen.

Flugausfälle in Tegel und Schönefeld

Auch an anderen Flughäfen haben die Streiks Auswirkungen. Laut Internetseite der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH waren am Donnerstagmorgen an den Flughäfen Tegel und Schönefeld mehr als 90 Flüge betroffen - die meisten Ausfälle gab es dabei in Tegel. «Informiere dich vor deiner Anreise über den Flugstatus bei deiner Airline», twitterte der Berlin Airport Service. Am Flughafen in Hannover sind drei Anflüge und drei Abflüge ausgefallen, am Airport München entfielen laut einem Sprecher sogar etwa 100 Flüge wegen Warnstreiks und des Wetters.

Hintergrund

Verdi fordert für die 23 000 Kontrolleure von Passagieren, Fracht, Waren und Flughafen-Beschäftigten eine bundesweit einheitliche Bezahlung von 20 Euro pro Stunde. Das wäre ein Plus im teilweise hohen zweistelligen Prozentbereich - derzeit ist die Bezahlung je nach Region und Tätigkeit unterschiedlich. Die Arbeitgeber bieten nach eigener Darstellung ein Plus von bis zu 6,4 Prozent. Für Verdi ist das zu wenig - nach Berechnung der Gewerkschaft wäre das nur ein Plus von 2 Prozent für das Gros der Beschäftigten.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 10. Januar 2019