Senat prüft auch Fahrverbote für neuere Diesel

Senat prüft auch Fahrverbote für neuere Diesel

Die Berliner Landesregierung prüft, ob Fahrverbote ab 2020 auch für modernere Diesel notwendig werden könnten.

Fahrverbotsschild für Dieselfahrzeuge

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Ein Fahrverbotsschild mit der Aufschrift «Gilt für Diesel».

«Auch die Euro-6-Diesel sind ja bekanntermaßen nicht alle sauber», sagte ein Sprecher der Senatsverkehrsverwaltung am Montag (8. Oktober 2018) zu einem entsprechenden Bericht des RBB. In Szenarien würden daher auch Einschränkungen für Diesel mit den Abgasnormen Euro 6a, 6b und 6c geprüft.

Umwelthilfe fordert Sperrung der Innenstadt

Bisher ging es in der Debatte vor allem um ältere Diesel-Fahrzeuge bis zur Abgasnorm Euro 5. Die Deutsche Umwelthilfe fordert, die Innenstadt für sie zu sperren. Das Verwaltungsgericht Berlin will an diesem Dienstag darüber verhandeln. «Noch wissen wir nicht, ob es überhaupt zu Fahrverboten kommt», betonte der Verwaltungssprecher. Betroffen sein könnten mehr als 200.000 Pkw von Euro 1 bis Euro 5, aber auch Autos von Pendlern sowie Lastwagen.

Diesel-Fahrverbote für einzelne Straßen

Die Verwaltung von Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos) hofft, Fahrverbote abzuwenden. Sie versucht mit anderen Mitteln, die Luft in der Hauptstadt noch zu verbessen. Bisher wird an vielen Stellen der Grenzwert für schädliches Stickstoffdioxid überschritten. Aus Günthers Sicht wären flächendeckende Verbote nicht verhältnismäßig. Eine andere Möglichkeit wäre es aber, einzelne Straßen zu sperren. Eine solche Lösung gibt es bereits in Hamburg.
McLaren Senna
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 9. Oktober 2018