Steigende Tendenz bei U-Bahn-Schmierereien

Steigende Tendenz bei U-Bahn-Schmierereien

Der zuletzt stetige Anstieg der Graffiti-Schmierereien an Berliner U-Bahn-Wagen scheint sich auch in diesem Jahr fortzusetzen.

Graffit

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Eine mit einem Graffiti besprühte S-Bahn fährt aus dem Ostbahnhof.

Im ersten Halbjahr stellte die BVG 639 solcher Sachbeschädigungen fest, wie die Verkehrsverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage der AfD mitteilte. Würde diese Zahl auch in den letzten sechs Monaten erreicht, läge der Jahreswert bei fast 1300. Zum Vergleich: 2017 zählte die BVG 1085 U-Bahn-Schmierereien, nach 947 im Jahr 2016 und 717 im Jahr 2015.

Züge fallen wegen Graffiti aus

«Jeder Zug, der mit Graffiti beschmiert wird, steht dem Verkehr für 24 Stunden oder länger nicht zur Verfügung», erläuterte die Verkehrsverwaltung. Nach jedem Vorfall muss das Fahrzeug demnach innerhalb von vier bis fünf Tagen, in sicherheitsrelevanten Fällen sogar umgehend in die Werkstatt gebracht und dort aufwendig von Hand gereinigt werden.

Videokameras gegen Sprayer

Die Folge sind Zugausfälle, weil oft keine Reserven zur Verfügung stehen. Die BVG setzt in den Depots eigene Sicherheitsleute und Mitarbeiter externer Firmen ein, um Graffiti zu unterbinden und Täter zu fassen. An bestimmten Schwerpunkten kommen auch Videokameras zum Einsatz.
Baustelle
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 6. August 2018