Elterngeld

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Hier erhalten Sie ausführliche Informationen rund um das Elterngeld nach dem Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz

Die Elterngeldstelle ist telefonisch Montag, Mittwoch und Freitag in der Zeit von 10.00 – 12.00 Uhr erreichbar.

Dies betrifft insbesondere das sogenannte Tagestelefon +49 30 90239 1515

Neue Information

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat am 4.
August 2017 das „Informationstool Familienleistungen www.infotool-familie.de freigeschaltet. Mithilfe dieses neuartigen digitalen Angebotes können (werdende) Eltern und Familien durch die Eingabe von nur wenigen Angaben herausfinden, welche Familienleistungen und ggf. weitere Unterstützungsangebote für sie in Frage kommen sowie wo und unter welchen Voraussetzungen diese beantragt werden können.

www.infotool-familie.de
www.bmfsfj.de/impulspapier-digitalisierung

Elterngeld

Für alle Eltern, deren Kinder ab dem 01.07.2015 geboren werden, wurde durch das Gesetz zur Einführung des ElterngeldPlus mit Partnerschaftsbonus und einer flexibleren Elternzeit die Möglichkeit geschaffen, zwischen dem Bezug von ElterngeldPlus und Basiselterngeld (entspricht in etwa dem bisherigen Elterngeld) zu wählen oder beides miteinander zu kombinieren.

Anspruchsvoraussetzungen:

Einen Anspruch auf Elterngeld hat grundsätzlich, wer einen Wohnsitz oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat, mit seinem Kind in einem Haushalt lebt, dieses Kind selbst betreut und erzieht und keine bzw. keine volle Erwerbstätigkeit ausübt.

Basiselterngeld:

Das Basiselterngeld ist eine Familienleistung für alle Eltern, die ihr Kind in den ersten vierzehn Lebensmonaten vorrangig selbst betreuen wollen und deshalb nicht voll erwerbstätig sind. Es soll das aufgrund der Geburt des Kindes ausfallende Erwerbseinkommen teilweise ersetzen und wird innerhalb der ersten vierzehn Lebensmonate eines Kindes gezahlt. Es beträgt mindestens 300,00 € und höchstens 1.800,00 €. Eltern haben einen Anspruch auf zwölf Monate Elterngeld. Wenn bei mindestens einem Elternteil eine Minderung des Einkommens aus Erwerbstätigkeit erfolgt, hat das Elternpaar einen Gesamtanspruch auf vierzehn Lebensmonate Elterngeld. Ein Elternteil kann höchstens für zwölf Monate Elterngeld beziehen. Der andere Elternteil muss mindestens für zwei Monate Elterngeld in Anspruch nehmen. Das Elterngeld kann von beiden Elternteilen gleichzeitig bezogen werden. Dies führt dazu, dass das Elterngeld nicht die gesamten ersten vierzehn Lebensmonate des Kindes abdeckt.

ElterngeldPlus:

Das ElterngeldPlus stärkt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Es richtet sich vor allem an Eltern, die früher wieder in die Berufstätigkeit zurückkehren möchten und Einkünfte aus einer Teilzeittätigkeit beziehen. Es kann aber auch bezogen werden, wenn man keine Teilzeittätigkeit ausübt. Statt einem Monat Basiselterngeld besteht die Möglichkeit, zwei Monate ElterngeldPlus zu beziehen. Dieses berechnet sich wie das Basiselterngeld, beträgt aber maximal die Hälfte des Elterngeldbetrages, der Eltern ohne Teilzeiteinkommen zustünde. Dafür verdoppelt sich der Zahlungszeitraum. Es kann auch über den 14. Lebensmonat hinaus bezogen werden.

Partnerschaftsbonus:

Der Partnerschaftsbonus fördert die partnerschaftliche Aufteilung von familiären und beruflichen Aufgaben. Der Partnerschaftsbonus bietet die Möglichkeit, vier weitere Monate ElterngeldPlus zu beziehen, wenn beide Elternteile gleichzeitig in vier aufeinanderfolgenden Monaten zwischen 25 und 30 Wochenstunden arbeiten.

Antragstellung:

Die Antragstellung muss schriftlich bei der für den Wohnsitz zuständigen Elterngeldstelle erfolgen. Es werden folgende Unterlagen benötigt:

  • Antragsformular (siehe Downloadbereich),
  • Geburtsbescheinigung vom Standesamt
  • Personalausweise beider Elternteile bzw. Reisepass und Meldebescheinigung,
  • bei Nicht-EU-Bürgern Aufenthaltstitel,
  • Nachweis des nichtselbständigen Einkommens der letzten 12 Monate vor der Geburt des Kindes bzw. vor dem Beginn des Mutterschutzes durch die jeweiligen Verdienstbescheinigungen des Arbeitgebers,
  • Nachweis über das Mutterschaftsgeld vor und nach der Geburt,
  • Nachweis des Zuschusses des Arbeitgebers zum Mutterschaftsgeld nach der Geburt,
  • Vereinbarung über die Elternzeit sowie ggf. eine Bestätigung des Arbeitgebers über die wöchentliche Arbeitszeit und das Nettoeinkommen,
  • Nachweis des Einkommens aus selbständiger Tätigkeit durch Steuerbescheid des Veranlagungszeitraumes/Kalenderjahres vor der Geburt des Kindes,
  • Steuerbescheid des Kalenderjahres vor der Geburt des Kindes

Anträge und Vordrucke zum Elterngeld für Geburten ab 01. Juli 2015

Antrag Elterngeld

PDF-Dokument (73.1 kB) - Stand: 06-2016

Erklärung zum Einkommen Anlage Teil 1

PDF-Dokument (95.5 kB) - Stand: 06-2017

Erklärung zum Einkommen Anlage Teil 2

PDF-Dokument (95.4 kB) - Stand: 06-2017

Erklärungen zum Bezugszeitraum

PDF-Dokument (93.6 kB) - Stand: 02-2017

Infoblatt

PDF-Dokument (111.1 kB) - Stand: 02-2017

Broschüre Elterngeld, Elterngeldplus, Elternzeit

PDF-Dokument (4.2 MB) - Stand: 08-2017

weitere Informationen

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat umfangreiche Informationen zum Elterngeld auf seiner Internetpräsenz zusammengestellt. Neben der Bestellung der Broschüre als Druckversion kann das voraussichtliche Elterngeld berechnet und die gesetzliche Grundlage, das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz BEEG heruntergeladen werden.

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie hat zusätzliche Informationen zum Elterngeld auf ihrer Internetpräsenz zusammengestellt.

Maßgebende Rechtsgrundlage für die Höhe und Bewilligung des Elterngeldes ist das Gesetz zum Elterngeld und zur Elternzeit (Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz – BEEG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 05.12.2006 (BGBl. I, Seite 2748 ff).
Der Gesetzestext steht auf der Homepage des Bundesfamilienministeriums zum Download zur Verfügung.