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Neukölln bekennt Farbe - Rathausturm strahlt in Magenta

Das Neuköllner Rathaus leuchtet seit dem 11.10. in Magenta und setzt ein Zeichen gegen die Benachteiligung von Mädchen und Frauen.
Bild: BA Neukölln

Anfang Oktober setzten Lichtkünstler zahlreiche Gebäude der Stadt mit Licht und Projektionen spektakulär in Szene. Das Festival “Berlin leuchtet” ist vorbei – doch in Neukölln erstrahlt der Rathausturm immer noch in magentafarbenem Licht.

Pünktlich zum Weltmädchentag am 11. Oktober hatte Bezirksbürgermeister Martin Hikel die Beleuchtung des Turms eingeschaltet. Anders als beim beliebten Hauptstadt-Lichterfest hat diese Illuminierung einen politischen Hintergrund. Weltweit erstrahlen an diesem Tag öffentliche Gebäude, um auf die Benachteiligung von Mädchen aufmerksam zu machen.

Ein Thema, welches nicht nur in Krisengebieten auftritt. Für den Neuköllner Bürgermeister sind das auch Berliner Themen und “…beginnt bei ungleichen Bildungschancen und geht bis zur Zwangsverheiratung”. Mit seinem leuchtenden Rathausturm setzt Neukölln jetzt ein Zeichen der internationalen Solidarität und Gleichberechtigung.

Die Farbe Magenta – manche würden es auch als ein kräftiges Pink bezeichnen – ist nicht grundlos gewählt. Es ist die internationale offizielle Kampagnenfarbe für die Mädchenrechtsinitiative von Plan. Während ein pastelliges Rosa vor allem für Lieblichkeit und Romantik steht, hat das kräftige Pink der Kampagne eine starke Signalkraft und vermittelt Power, Lebensfreude und Mut zur Offensive. Und diese den Mädchen auf dieser Welt zu signalisieren, sehen die Initiatoren als ihr Ziel.

Noch immer können Millionen von Mädchen und Frauen auf der Welt kein selbstbestimmtes Leben führen. Plan International hat sich deshalb vorgenommen, dass 100 Millionen Mädchen in den kommenden Jahren lernen, leiten, entscheiden und sich entfalten können sollen.

Nun also strahlt auch in Neukölln diese kraftvolle Farbe. Noch bis zum 19. Januar 2019 wird die Beleuchtung des Rathausturmes andauern. Auch dieses Datum hat Symbolkraft und wurde nicht zufällig gewählt. Am 19. Januar 1919 – also dann genau vor 100 Jahren – durften Frauen in Deutschland zum ersten Mal reichsweit wählen – und gewählt werden.