Coronavirus in Berlin

Zentrale Informationen der Berliner Verwaltung zum Coronavirus finden Sie unter: berlin.de/corona
Tagesaktuelle COVID-19 Fallzahlen und weiterführende Auswertungen finden Sie im Online-COVID-19-Lagebericht des Landes Berlin.
Der Dienstbetrieb der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung ist aufgrund des Einsatzes von vielen Beschäftigten im Krisenstab des Landes Berlin weiterhin eingeschränkt.

Inhaltsspalte

Integriertes Gesundheits- und Pflege-Programm

Abstrakte Darstellung einer Hierarchie mit Kreisen und Pfeilen
Bild: DURIS Guillaume / Fotolia.com

Mit dem Integrierten Gesundheits- und Pflege-Programm (IGPP) fördert das Land Berlin wichtige gesundheitsbezogene und pflegeflankierende Projekte an den Schnittstellen zwischen den verschiedenen sozialen Sicherungssystemen. Fünf Jahre lang werden jährlich rund 32 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um rund 120 Projekte im Bereich der gesundheitlichen Prävention, Beratung und Versorgung sowie der pflegeflankierenden und hospizlichen Versorgung finanziell zu sichern und deren Angebote bedarfsgerecht anzupassen.

Für die Laufzeit 2021 – 2025 wurde mit dem 3. Rahmenfördervertrag wiederum auch eine Kooperationsvereinbarung zur Umsetzung des IGPP mit der Liga der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege in Berlin geschlossen.

Kooperationsvereinbarung zum Integrierten Gesundheits- und Pflege-Programm

PDF-Dokument Dokument: SenGPG

Handlungsfelder des Integrierten Gesundheits- und Pflege-Programms

Übergreifende Ziele der Projektförderung sind die Gesundheitsförderung, die Prävention von Krankheiten, die Stärkung der Rechte und Souveränität der Betroffenen sowie der Erhalt bzw. die Verbesserung der Lebensqualität bei Erkrankung und Pflegebedürftigkeit bis hin zum Lebensende. Die geförderten Projekte wirken auf die Überwindung von Strukturbrüchen und den Ausgleich sozialer Nachteile hin. Auf Basis dieser Schwerpunktsetzung wurden die folgenden Handlungsfelder für das Integrierte Gesundheits- und Pflege-Programm festgelegt:

  • Altenhilfe, Pflege und hospizliche Strukturen
  • Besondere gesundheitliche Bedarfslagen
  • HIV/Aids, sexuell übertragbare Infektionen und Hepatitiden
  • Verbundsystem Drogen und Sucht

Altenhilfe, Pflege und hospizliche Strukturen

In diesem Handlungsfeld werden derzeit 19 Projekte gefördert, die folgende Leistungen abdecken:
  • Beratung, Betreuung und Begleitung von pflegebedürftigen, schwerstkranken und sterbenden Menschen und deren Angehörigen
  • Beratung und Fortbildung von Institutionen zur pflegerischen, hospizlichen und Palliativversorgung
  • Inhaltlich-konzeptionelle und strukturelle Weiterentwicklung von Leistungsbereichen und Angeboten
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Netzwerkarbeit
  • interkulturelle Öffnung der Regelstrukturen in der Altenhilfe, Pflege sowie Hospiz- und Palliativversorgung
  • Hilfestellung in schwierigen und krisenhaften Situationen im Umfeld von Pflege und Lebensende
Weitere Informationen finden Sie unter

Besondere gesundheitliche Bedarfslagen

Die derzeit 43 im Rahmen des Handlungsfeldes ‘Besondere gesundheitliche Bedarfslagen’ geförderten Projekte beraten und unterstützen bei chronischen Erkrankungen, bieten Hilfestellung bei psychischen Erkrankungen sowie in schwierigen und krisenhaften Lebenssituationen und informieren über spezifische gesundheitsbezogene Fragestellungen. Einzelne Projekte widmen sich gezielt Menschen mit Migrationshintergrund, sozial benachteiligten Menschen, Aspekten der Frauen- und Männergesundheit oder der Bewältigung gesundheitlicher Folgen von häuslicher und sexualisierter Gewalt.

Projekte im IGP - Expertise, Erfahrung, Vielfalt - Das Handlungsfeld Besondere gesundheitliche Bedarfslagen

Das Dokument enthält eine kurze Darstellung der im Jahr 2019 im Handlungsfeld geförderten Projekte. Es bietet einen Überblick über die projektbezogenen Angebote, insbesondere auch für Menschen mit Migrations- bzw. Fluchtgeschichte und die direkten Kontaktdaten der Projekte.

PDF-Dokument - Stand: September 2019 Dokument: SenGes

Ziele und Maßnahmen

Bereits in den Jahren 2010 – 2014 haben die Projekte des Handlungsfeldes in Zusammenarbeit mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband Berlin und der Senatsverwaltung sieben übergeordnete Ziele sowie Teilziele und Maßnahmen in einem partizipativen Prozess entwickelt, die in diesem Dokument beschrieben werden. Außerdem ist auch die historische Entwicklung der Diskussion von Zielen für dieses vielfältige Handlungsfeld enthalten.
Die Datei liegt nun in barrierefreier Form vor.

PDF-Dokument Dokument: SenGes

HIV, Aids, sexuell übertragbare Infektionen und Hepatitiden

Über das Integrierte Gesundheits- und Pflege-Programm werden in diesem Handlungsfeld derzeit zwölf Projekte gefördert, deren Zielgruppe besonders von HIV/Aids, sexuell übertragbaren Infektionen sowie Hepatitiden betroffene Menschen sind (u.a. Männer, die Sex mit Männern haben, intravenös drogengebrauchende Menschen, Menschen aus Süd-Sahara-Afrika, Menschen, die der Sexarbeit nachgehen). Folgende Leistungen werden den Klienten und Klientinnen von den Projekten angeboten:

  • Prävention zu HIV/Aids, sexuell übertragbaren Infektionen sowie Hepatitiden (primär und sekundär)
  • Psychosoziale Beratung, Betreuung und Begleitung von Menschen mit HIV/Aids und deren Angehörigen; dies umfasst auch ergänzende medizinische und pflegerische Versorgung
  • Testangebote zu HIV/Aids, sexuell übertragbaren Infektionen sowie Hepatitiden für Menschen die sich dem Risiko einer Infektion ausgesetzt haben
  • Durchführung von Maßnahmen, die sich gegen die Diskriminierung von Menschen mit HIV und Aids wenden
  • Beratungs- und Unterstützungsangebote sowie gesundheitliche Prävention für Menschen, die der Sexarbeit nachgehen
  • Inhaltlich-konzeptionelle und strukturelle Weiterentwicklung von Leistungsbereichen und Angeboten
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung im Rahmen eines transparenten Dokumentationssystems
  • Vertretung der Interessen (auch hinsichtlich sozialrechtlicher Fragen) von Klienten gegenüber Dritten

Verbundsystem Drogen und Sucht

Das Handlungsfeld Verbundsystem Drogen und Sucht ist mit 46 geförderten Projekten das größte Handlungsfeld im Integrierten Gesundheits- und Pflege-Programm. Es deckt folgende Leistungsbereiche ab:

  • ambulante Grundversorgung (Drogen- und Suchtberatungsstellen, niedrigschwellige Kontaktangebote, ergänzende gesamtstädtische Angebote und Drogenkonsumraumangebote)
  • komplementäre Versorgung (Wohnangebote für spezielle Zielgruppen)
  • Integration (Angebote der Qualifizierung, Beschäftigung und Tagesstrukturierung sowie Spezialangebote zur Unterstützung ambulanter Therapie für besondere Zielgruppen)
  • Selbsthilfearbeit
  • Prävention/Frühintervention

Die ambulante Grundversorgung wird über sechs integrierte regionale Suchthilfedienste gewährleistet. Die Suchthilfedienste bieten wohnortnahe Suchtberatung und Betreuung für Menschen mit Suchtproblemen und deren Angehörige. Die regionale Grundversorgung wird durch die gesamtstädtischen Angebote ergänzt. Die Organisation der Angebote als Verbundsystem trägt den spezifischen Anforderungen und Bedarfslagen von Menschen mit Drogen- und Suchtproblemen sowie deren Angehörigen Rechnung.

Jahresberichte zum Integrierten Gesundheitsprogramm

Förderbericht zum IGP mit Schwerpunkt aus dem Jahr 2017 in barrierefreier Version

Integriertes Gesundheitsprogramm - Förderbericht 2017

PDF-Dokument Dokument: SenGes

Außerdem sind die Jahresberichte 2012 und 2013 über die im IGP geförderten Projekte ebenfalls vorhanden.

Integriertes Gesundheitsprogramm - Jahresbericht 2012

PDF-Dokument - Stand: 24.09.2013 Dokument: SenGesSoz

Integriertes Gesundheitsprogramm - Jahresbericht 2013

PDF-Dokument Dokument: SenGesSoz