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Newsletter des Landesdenkmalamtes Berlin - April 2022

1. Solidarität mit den Menschen in der Ukraine

Bildvergrößerung: Flagge der Ukraine weht im Wind
Bild: Anton_Sokolov / depositphotos.com

Auch das Landesdenkmalamt Berlin ist über den Angriff Russlands auf die Ukraine, für den es keine Rechtfertigung gibt, schockiert und zutiefst besorgt. Wir arbeiten seit vielen Jahren eng mit Kolleginnen und Kollegen in den Staaten Mittel- und Osteuropas zusammen und sind freundschaftlich verbunden über das gemeinsame kulturelle Erbe, das sowohl die Ukraine als auch Russland umfasst. Wir wollen diese Dialoge auch in Zukunft fortsetzen.

Wir hoffen mit den Menschen in der Ukraine auf ein baldiges Ende der Gewalt in Freiheit.

Europas Kulturerbe ist international, es entstand durch den offenen und freien Austausch vieler Länder und Kulturen. Als Denkmalpfleger fordern wir die russische Regierung auf, ihre internationale Verpflichtung als Vertragsstaat des Haager Übereinkommens von 1954 zum Schutz von Kulturgut im Falle eines bewaffneten Konflikts einzuhalten. Wir unterstützen die Stellungnahme der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger: Solidarität mit den Menschen in der Ukraine.

Bitte um Mithilfe

Mit großer Sorge verfolgen wir die Berichte über die Zerstörung von Kulturgut in der Ukraine. Aus diesem Grund möchten wir Sie auf die folgende Initiative hinweisen und um Ihre Unterstützung bitten:

Gemeinsam mit Blue Shield Deutschland, mit SiLK und mehreren Notfallverbünden, der DGKS e.V. und weiteren Partnern arbeitet ein Team der KulturGutRetter am Deutschen Archäologischen Institut daran, aus der Ukraine gemeldete Bedarfe an Verpackungsmaterial und weiteren Materialien zum Schutz des kulturellen Erbes des Landes zu sammeln und auf den Weg zu bringen.

Auf unserer Webseite finden Sie die Liste der aus der Ukraine gemeldeten Bedarfe.

Auf einer vom AlliiertenMuseum bereitgestellten Fläche wurde nun in Berlin ein zentraler Logistik-Hub eingerichtet.

Über entsprechende Materialspenden würden wir (und die Organisatoren) uns sehr freuen! Idealerweise umfassen diese eine größere Stückzahl, sind bereits palettiert und verpackt gesammelt.

Kontakt
Es wurde eine E-Mail-Adresse eingerichtet, unter der Materialspenden angemeldet werden können und das Team für Fragen zur Verfügung steht: kgr-logistikhub@dainst.de.

Telefonisch ist der Logistik-Hub unter folgender Nummer erreichbar:
+49 (0)30 / 187711-139 (Mo-Fr, 10-12 Uhr und 14-16 Uhr).

Gerne können Sie sich bei Rückfragen zu diesem Projekt auch direkt an das Landesdenkmalamt Berlin wenden (landesdenkmalamt@lda.berlin.de).

Abschlussveranstaltung Tag des offenen Denkmals 2022

Bereits jetzt ankündigen möchten wir, dass die Abschlussveranstaltung zum Tag des offenen Denkmals (Sonntag, 11. September ab 18 Uhr in der Parochialkirche) den Menschen und dem vielfältigen Kulturerbe in der Ukraine gewidmet wird. In dieser Kirche, die selbst noch die Spuren der Zerstörung im 2. Weltkrieg trägt, wollen wir von Seiten der Denkmalpflege ein Zeichen setzen für Frieden in Freiheit und gegen den Krieg, den schlechtesten Denkmalschützer überhaupt. Stets mit der Hoffnung, dass das durch den Krieg ausgelöste Leid und die Zerstörungen möglichst bald ein Ende finden.

2. Einladung: „Jung, aber Denkmal“: Oberstufen-Schulzentrum Wedding

Bildvergrößerung: Oberstufen-Schulzentrum Wedding
Oberstufen-Schulzentrum Wedding
Bild: Landesdenkmalamt Berlin, Anne Herdin

Landesdenkmalamt Berlin und Architektenkammer Berlin laden ein zu einer weiteren Veranstaltung in der Reihe „Jung, aber Denkmal“. Sie widmet sich dem knallorangenen Oberstufen-Schulzentrum in der Swinemünder Straße im Wedding. Mit mit seiner bunten Farbe, abgerundeten Paneelen im Stil der Pop-Art und einer lebhaften Gliederung zieht es die Blicke von Passantinnen und Passanten auf sich. Der 1974–76 von Hans-Joachim Pysall, Uwe Jensen und Peter Stahrenberg errichtete Schulbau war Pilotprojekt für die Westberliner ‚Reformierte Oberstufe‘ und Vorbild für viele weitere Schulkomplexe in der Hauptstadt. 2019 hat das Landesdenkmalamt Berlin das ehemalige Diesterweg-Gymnasium unter Denkmalschutz gestellt, doch steht das Gebäude seit langen Jahren leer und harrt einer neuen Nutzung. Im Rahmen einer Förderung der Getty Foundation konnte nun unter Federführung der TU Berlin ein umfassendes Denkmalschutzkonzept für das Oberstufen-Schulzentrum erarbeitet werden. „Jung, aber Denkmal“ stellt diese Ergebnisse vor und diskutiert Bedeutung und Zukunft des außergewöhnlichen Baus.

Programm

Ankündigung der Veranstaltung zum Oberstufen-Schuzentrum Wedding
Bild: Landesdenkmalamt Berlin

Einführung
Dr. Sabine Horlitz, Architektin und Gründungsmitglied der Nachbarschaftsinitiative „ps wedding“

Podiumsdiskussion
  • Ayhan Ayrilmaz | Vizepräsident der Architektenkammer Berlin
  • Oliver Clemens | Architekt, Gründungsmitglied der Nachbarschaftsinitiative „ps wedding“
  • Prof. Dr. Gabi Dolff-Bonekämper | Denkmalpflegerin und Hochschulprofessorin an der TU Berlin
  • Ephraim Gothe | Stellvertretender Bezirksbürgermeister und Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung und Facility Management, Bezirksamt Mitte von Berlin
  • Justus Pysall | Architekt
  • Dr. Christoph Rauhut | Landeskonservator und Direktor des Landesdenkmalamtes Berlin

Moderation
Kirsten Angermann | Architekturhistorikerin

Medienpartner
moderneRegional

Termin und Ort
4. Mai 2022, 19.30 Uhr
Ort: Urania Berlin, An der Urania 17, 10787 Berlin
Eintritt frei, Anmeldung erforderlich

Oder Live-Stream auf dem Youtube-Kanal des Landesdenkmalamtes Berlin
Dort wird die Aufzeichnung der Veranstltung dauerhaft aufrufbar sein.

3. Einladung: Welterbe anderswo - Die Altstadt von Damaskus (Vortrag von Daniela Gurlt)

Bildvergrößerung: Blick über die Altstadt von Damaskus 2011
Blick über die Altstadt von Damaskus 2011
Bild: Gurlt, Daniela

In der Reihe „Auf dem Weg zum Welterbe“ laden wir ein zum 11. Digitalen Dialog am Mittwoch, 11. Mai 2022, um 18 Uhr. Daniela Gurlt, Leiterin der Unteren Denkmalschutzbehörde des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf, spricht über „Welterbe anderswo – Die Altstadt von Damaskus“. Sie hat selbst 2007 –11 dort gelebt. Die Altstadt von Damaskus gilt als eine der ältesten bis heute durchgängig bewohnten Städte der Welt. Die Zeugnisse ihrer 8000 Jahre überspannenden Stadtentwicklung bedienen sämtliche Eintragungskriterien der 1972 verabschiedeten Welterbekonvention. Nach Etablierung der Welterbeliste im Jahr 1978 wurde die „Altstadt von Damaskus“ bereits 1979 in diese Liste aufgenommen. Wie alle syrischen Welterbestätten steht auch die Altstadt von Damaskus seit 2013 auf der Roten Liste der UNESCO.
Weitere Informationen und Anmeldung

4. Tag des offenen Denkmals am 10. und 11. September 2022

Bildvergrößerung: Innenraum mit Kreuz von Fritz Kühn, 2014
Parochialkirche
Bild: Landesdenkmalamt Berlin, Wolfgang Bittner

Der Tag des offenen Denkmals findet in Berlin am 10. und 11. September statt, wie immer ganztags in allen Bezirken. In unserer Stadt steht er unter dem Motto „Spurensuche. Unterwegs mit der Denkmalpflege“. Wer sich aktiv am Programm beteiligen möchte, findet hier weitere Informationen und die Anmeldung
Anmeldeschluss, um ins gedruckte Programmheft aufgenommen zu werden: 30. April 2022.

5. Neuerscheinung „Staatsoper Unter den Linden“

Mit der Staatsoper Unter den Linden wurde 2009–17 ein herausragendes Berliner Denkmal modernisiert und von Grund auf instandgesetzt. Ursprünglich von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff 1741–43 als Königliches Opernhaus errichtet, war das Bauwerk seitdem mehrfach umgebaut, im Zweiten Weltkrieg zerstört und 1951–53 unter Leitung von Richard Paulick wieder aufgebaut worden. Heute ist die vielschichtige Staatsoper auch ein wertvolles Zeugnis für die baulichen Leistungen der Nachkriegsarchitektur in der DDR.

Im Rahmen der jüngsten Instandsetzung wurden technische Mängel behoben, die Theatertechnik modernisiert sowie Sichtbeziehungen und Akustik im Zuschauerraum verbessert. In der jetzt vorliegenden Neuerscheinung kommen die beteiligten Akteure aus der Denkmalpflege zu Wort und geben Einblick in die spannende Diskussion zum Umgang mit diesem hochkarätigen Bauwerk.

Sie hätten gerne die neue Publikation? Dann mailen Sie an christine.wolf@lda.berlin.de – die ersten drei Einsender erhalten nach Ostern kostenfrei ein Exemplar zugeschickt.

Bibliographische Angaben

Staatsoper
Staatsoper Unter den Linden
Bild: Landesdenkmalamt Berlin, Wolfgang Bittner

Staatsoper Unter den Linden
Erhalten – Restaurieren – Weiterbauen

Hg.: Landesdenkmalamt Berlin
Beiträge zur Denkmalpflege in Berlin, Heft 57
Anton H. Konrad Verlag, Weißenhorn 2022
ISBN 978-3-87437-606-8
19,95 Euro. Erhältlich im Buchhandel oder direkt beim Verlag

6. Denkmalschutz ist Klimaschutz

Neue Publikation

Cover "Denkmalschutz ist Klimaschutz" der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger, 2022
Cover
Bild: Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in der Bundesrepublik Deutschland

Die Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in der Bundesrepublik Deutschland (VdL) macht in ihrer Kampagne „Denkmalschutz ist Klimaschutz“ auf das klimaschützende Potenzial unseres Kulturerbes aufmerksam. Es ist noch viel zu wenig bekannt, dass Denkmalschutz einen substantiellen Beitrag gegen Ressourcenverschwendung und die weitere Aufheizung unseres Planeten leistet. Aktuelle Bewertungssysteme berücksichtigen das Klimakapital von Denkmälern gar nicht: Sie konzentrieren sich auf die Betrachtung des Primärenergiebedarfs und des Ausstoßes von CO2-Emissionen während der Nutzungsphase. Doch insbesondere die Herstellung von Baumaterialien verbraucht enorm viel Energie und stößt große Mengen an Treibhausgasen aus. Um kein verzerrtes Bild zu erhalten muss die Bewertung der ökologischen Qualität von Gebäuden den gesamten Lebenszyklus berücksichtigen. Denkmalpflege betreibt „Green Culture“ schon länger als es diesen Begriff überhaupt gibt.

Zum Weiterlesen hat die VdL die Broschüre „Denkmalschutz ist Klimaschutz“ herausgegeben, die online zum Download bereitsteht.

7. Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR – Denkmalschutz erweitert

Bildvergrößerung: Ehem. Ministerium für Staatssicherheit, Haus 15-17
Ehem. Ministerium für Staatssicherheit, Haus 15-17
Bild: Klemstein, Franziska

Das Landesdenkmalamt Berlin hat weitere Bereiche der ehemaligen Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR (MfS) in Lichtenberg unter Denkmalschutz gestellt. Das große Ensemble zwischen Frankfurter Allee, Magdalenen-, Normannen- und Ruschestraße ist denkmalwert aus geschichtlichen, städtebaulichen und wissenschaftlichen Gründen. Es entstand seit der Gründung des MfS im Jahr 1950 in mehreren Bauphasen und entwickelte sich zu einem riesigen geheimdienstlichen Areal – militärisch gesichert und von der Umgebung hermetisch abgeriegelt – zu einer abgeschlossenen „Stadt in der Stadt“. Das Areal dokumentiert mit seinen standortprägenden Bauten und Freiflächen die schrittweise Entwicklung des MfS zu einem der größten staatlichen Überwachungs- und Unterdrückungsapparate der Welt.
Die Besetzung der Stasi-Zentrale am 15. Januar 1990 besiegelte das Ende des wichtigsten Machtinstrumentes der SED. Heute ist der historische Ort Ausgangspunkt einer kontinuierlichen Dokumentation, Forschung und Aufklärung über die SED-Diktatur, über die Friedliche Revolution sowie über die Gestaltung einer demokratischen Gesellschaft in der DDR. Neben dem Stasi-Unterlagen-Archiv haben sich auf dem Gelände zahlreiche Initiativen und Verbände angesiedelt, die sich mit der Aufarbeitung der SED-Diktatur befassen, darunter das Stasi-Museum und die Robert-Havemann-Gesellschaft (RHG) mit ihrem Archiv der DDR-Opposition und der Open-Air-Ausstellung zur Friedlichen Revolution.
Kultursenator Dr. Klaus Lederer begrüßte die Unterschutzstellung: „In der doppelten Bedeutung des Geländes als Ort der Repression und der Friedlichen Revolution sehe ich ein großes Potential für den zukünftigen „Campus für Demokratie“, der hier durch gemeinschaftliches Engagement von Bund, Land, Bezirk und Zivilgesellschaft entstehen soll. Dem vom Bund geplanten Archivzentrum zur SED-Diktatur wird dabei als Ankerinstitution eine besondere Bedeutung zukommen.“

Weitere Informationen

8. Jung und jetzt Denkmal: Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

Bildvergrößerung: Max-Planck-Institut für Bildungsforschung
Max-Planck-Institut für Bildungsforschung
Bild: Landesdenkmalamt Berlin, Juliane Stamm

Das Landesdenkmalamt Berlin hat das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Wilmersdorf unter Denkmalschutz gestellt. Das außergewöhnliche Gebäude an der Lentzeallee 94 entstand 1972–74 nach einem Entwurf der Architekten Hermann Fehling und Daniel Gogel. Der Bau ist denkmalwert aus künstlerischen und geschichtlichen Gründen, außerdem hat er Bedeutung für das Stadtbild.

Hermann Fehling und Daniel Gogel ist hier ein richtiges Gesamtkunstwerk gelungen. Sie bauten das Institut von innen nach außen und richteten sich dabei primär nach den Bedürfnissen der Nutzerinnen und Nutzer. Dazu gehören konzentriertes Lesen und Arbeiten in geschützten Räumen wie auch Gespräche und wissenschaftlicher Austausch in offenen Strukturen. Nach außen präsentiert sich das Gebäude als plastisch durchgeformte Skulptur, die sich trotz ihrer Größe behutsam in die Nachbarschaft einfügt.

Hermann Fehling und Daniel Gogel zählen zu den bedeutendsten Exponenten der Berliner ‚Scharounschule‘, deren organische Gestaltungsprinzipien an frühe expressionistische Konzepte und Bauten anknüpfen. Von ihnen stammt zum Beispiel auch das Institut für Hygiene und Mikrobiologie in Lichterfelde.

Weitere Informationen

9. Denkmalwert: Wohnquartier an der Wilhelmstraße

Aufzeichnung eines Vortrags von Dr. Thorsten Dame (LDA)

Wohnbebauung Wilhelmstraße / Hannah-Arendt-Str. in Berlin-Mitte
Wohnbebauung Wilhelmstraße
Bild: Gunnar Klack

Das Landesdenkmalamt Berlin (LDA) hatte 2021 die Plattenbausiedlung an der Wilhelmstraße in Berlin-Mitte (1987–92) unter Denkmalschutz gestellt (siehe Newsletter Oktober 2021 ). Das Viertel unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von anderen Plattenbau-Quartieren. Das öffentliche Interesse an dieser Unterschutzstellung war entsprechend groß. Die Max Lingner Stiftung lud daher den zuständigen Inventarisator im LDA, Dr. Thorsten Dame, Ende März 2022 zu einem Vortrag ein. Die Aufzeichnung des Vortrags unter dem Titel „Innerstädtischer Wohnungsbau in Ost-Berlin: Wilhelmstraße“ steht nun bei Youtube zur Verfügung.

10. Zum Umgang mit dem mittelalterlichen Bohlendamm in der Stralauer Straße

Bildvergrößerung: Bohlendamm Stralauer Straße, Grabung Molkenmarkt, Januar 2022
Bohlendamm in der Stralauer Straße
Bild: Landesdenkmalamt Berlin, Michael Malliaris

Im letzten Newsletter berichteten wir von dem etwa 800 Jahre alten Bohlendamm, den die Archäologen des Landesdenkmalamtes Berlin im Januar 2022 unter der Stralauer Straße am Molkenmarkt gefunden hatten. Der Fund erregte großes öffentliches Interesse. Heftig bedauert wurde, dass die einzigartige Anlage nicht an Ort und Stelle verbleiben konnte, z.B. als einsehbares archäologisches Fenster.

Das Landesdenkmalamt Berlin stellte deshalb in einer Pressemitteilung am 23. Februar 2022 fest:
„Die archäologische Dokumentation erfolgt in einem 4 m breiten Streifen, der im Zuge des umfassenden Straßenumbaus für die Quartiere um den Molkenmarkt eine 110-KV-Stromtrasse und eine Gashauptleitung aufnehmen wird. Verlauf und Lage dieser Infrastruktur sind durch den Bebauungsplan 1-14 festgesetzt. In diesem Bereich wird die gesamte Konstruktion Lage für Lage dokumentiert und dann zur weiteren wissenschaftlichen Bearbeitung geborgen. Stellenweise wurde die Baugrube erweitert, um die Straßenkonstruktion in ihrer ganzen Breite von 6 m zu erfassen.
Ab der kommenden Woche werden Bauhölzer aller Lagen der Straße auf einer Grundfläche von ca. 6 m x 6 m geborgen und auf Flächen der Ausgrabungen am Molkenmarkt zwischengelagert. Sie sollen unter Fachaufsicht des Museums für Vor- und Frühgeschichte für eine museale Präsentation bzw. für ein archäologisches Fenster konserviert werden. Alle weiteren geborgen Bauhölzer wie auch weitere Funde werden ebenfalls in Obhut genommen.
Ein Teil der mittelalterlichen Straße wird unberührt unter der künftigen Stralauer Straße erhalten bleiben.“

11. Terminübersicht 2022

  • 28. April, 17 Uhr: Gestaltete Wildnis – Historische Entwurfskonzepte für eine Gegenwelt; Präsentation eines Master-Studienprojekts zur Gartendenkmalpflege an der TU Berlin, unter Leitung von Dr.-Ing. Sylvia Butenschön (Gartenforum Glienicke), Anmeldung erforderlich, weitere Informationen
  • 4. Mai, 19.30 Uhr: Das Oberstufenschulzentrum Wedding (in der Reihe „Jung, aber Denkmal“, Details siehe oben)
  • 11. Mai, 18 Uhr: Daniela Gurlt spricht über „Welterbe anderswo – Die Altstadt von Damaskus“ (in der Reihe “Digitaler Dialog – auf dem Weg zum Welterbe”, Details siehe oben)
  • 17. Mai; 16-19 Uhr: Schlossgarten Schönhausen (in der Reihe “Denkmalpflege vor Ort”), Anmeldung und weitere Informationen bei der Architektenkammer Berlin
  • 2. und 3. Juni: Denkmalschutz ist aktiver Klimaschutz, eine Veranstaltung des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz in Kooperation mit der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in der Bundesrepublik Deutschland, weitere Informationen
  • 5. Juni: Deutscher UNESCO-Welterbetag , Programm in Berlin folgt
  • 9. und 10. Juni: Tagung zum Gedenken an die Revolution 1848/49 und zum Friedhof der Märzgefallenen nach 1945
  • 14. Juni: 12. Digitaler Dialog – auf dem Weg zum Welterbe
  • 27. Juni, 16 Uhr: Verleihung des Studienpreises des Landesdenkmalamtes Berlin durch Kultursenator Dr. Klaus Lederer (digital)
  • 2. Juli, 12-16 Uhr: Bürgerwerkstatt “Berlin Ost West Ost. Architektur und Städtebau der Nachkriegsmoderne in Karl-Marx-Allee und den Gebieten der Interbau”. Ort: Hansabibliothek, Altonaer Str. 15, 10557 Berlin
  • 10. und 11. September: Tag des offenen Denkmals „Spurensuche. Unterwegs mit der Denkmalpflege“
  • 11. September, 18 Uhr: Abschlussveranstaltung Tag des offenen Denkmals, Parochialkirche, Klosterstraße, 10179 Berlin-Mitte
  • 30. September bis 3. Oktober: Triennale der Moderne – Wohnen. Arbeiten. Leben. Auftaktwochenende in Berlin
  • Mitte Oktober: 24. Berliner Archäologentag
  • 2. November: Jung, aber Denkmal
  • 10. und 11. November: Kolloquium zum Thema “Archäologische Fenster”
  • 30. November, 18 Uhr: Verleihung der Ferdinand-von-Quast-Medaille

Die einzelnen Veranstaltungen des GartenForums Glienicke werden halbjährlich hier bekannt gegeben.