Welterbe

Welterbestätten Berlin
UNESCO-Welterbe in Berlin
Bild: Landesdenkmalamt Berlin

Die Generalkonferenz der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) beschloss 1972 ein “Internationales Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt”, das inzwischen von 167 Staaten unterzeichnet worden ist.

Darin war vorgesehen, eine Liste von Kultur- und Naturstätten zu erstellen, die über ihre nationale Bedeutung hinaus “von außergewöhnlicher Bedeutung sind und daher als Bestandteil des Welterbes der ganzen Menschheit erhalten werden müssen” (aus der Präambel der Welterbe-Konvention). Die Welterbestätten erfüllen die von der UNESCO festgelegten Kriterien der “Einzigartigkeit”, der “Authentizität” und der “Integrität”.

Mit der Unterzeichnung der UNESCO-Welterbe-Konvention verpflichten sich die beteiligten Staaten, die innerhalb ihrer Grenzen gelegenen Welterbestätten zu schützen und für zukünftige Generationen zu erhalten. Die Konvention ist heute das bedeutendste Instrument, das die internationale Gemeinschaft zum Schutz ihres kulturellen und natürlichen Erbes besitzt.

Auf der Welterbe-Liste stehen gegenwärtig 1073 Kultur- und Naturstätten aus 167 Staaten (Stand 01/2018). Deutschland ist mit 42 Welterbestätten vertreten, darunter dem Aachener Dom, der 1978 als erster deutscher Beitrag aufgenommen wurde, oder das als transnationale Serie von 17 Bauten und Ensembles in sieben Staaten in die Liste des Welterbes aufgenommene architektonische Werk von Le Corbusier.

Berlin zählt zu den wenigen Metropolen, die auf der Liste der UNESCO-Welterbestätten gleich mehrfach vertreten sind. Bereits 1990, in den Monaten nach dem Fall der Mauer, erfolgte die Eintragung der Schlösser und Gärten von Potsdam und Berlin in die Welterbeliste. 1999 stimmte die UNESCO der Aufnahme der Museumsinsel in die Welterbeliste zu und würdigte damit die geschichtliche, aber auch städtebauliche Qualität eines einzigartigen Ensembles von Bau- und Kunstdenkmalen, dass die Entwicklung der Museumsarchitektur und des Bildungsgedankens seit der Aufklärung bis ins frühe 20. Jahrhundert eindrucksvoll dokumentiert. Schließlich wurde 2008 die Rolle und Bedeutung Berlins als eine Metropole der Moderne in den 1920er Jahren auf den Gebieten der Architektur, der Freiraumplanung und des Städtebaus durch die Ernennung der sechs Siedlungen der Berliner Moderne als Welterbe ausgezeichnet.

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Bild: Landesdenkmalamt Berlin, Wolfgang Bittner

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