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Video in 15 Sprachen unterstützt Corona-Impkampagne für Geflüchtete

Pressemitteilung vom 26.03.2021

Das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) unterstützt die Impfkampagne gegen Covid-19 mit einem Aufklärungs-Video in 15 Sprachen. Als medizinischer Experte stand dafür der Amtsarzt des Berliner Bezirks Reinickendorf, Patrick Larscheid, zur Verfügung. Er hatte bereits zu Beginn der 2. Welle der Pandemie Geflüchtete im Rahmen einer mehrsprachigen Podcast-Kampagne über Infektionsschutz aufgeklärt und ist unter anderem für das Berliner Ankunftszentrum zuständig. Geflüchtete Menschen in Unterkünften sollen ab April 2021 ein Impfangebot bekommen.

Neben Arabisch und Farsi, den beiden häufigsten Sprachen unter Geflüchteten in Berlin, wurde bei den Übersetzungen auch an Sprachgruppen gedacht, die weniger im Bewusstsein sind, etwa die beiden kurdischen Sprachen Sorani und Kurmandschi, Tigrinya, Somali und Amharisch für den ostafrikanischen Bereich, dazu Türkisch, Urdu, Vietnamesisch sowie die Weltsprachen Englisch, Russisch und Französisch. Erstmals steht auch eine Version auf Romanes zur Verfügung, das in unterschiedlichen Dialekten von den Roma gesprochen wird. Das Video liefert Fakten zum Impfen und kann über den Kreis der Unterkünfte hinaus in vielen migrantischen Communities zur Akzeptanz des Impfens beitragen.

LAF-Präsident Alexander Straßmeir: „Mit den Videos zur Impfkampagne gegen Covid-19 gehen wir den nächsten Schritt hin zur Digitalisierung der Verwaltung. Wir haben bereits gute Erfahrungen mit unseren mehrsprachigen Podcasts gemacht, die weit über die Grenzen Berlins abgerufen wurden. Unser Ziel ist es, mit niedrigschwelliger und kultursensibler Ansprache eine größtmögliche Akzeptanz für das Impfen zu erreichen. Ich freue mich, dass wir mit Amtsarzt Patrick Larscheid einen erfahrenen Mediziner an unserer Seite haben, der uns hilft, Skepsis und Vorbehalte gegen das Impfen abzubauen.“

Derzeit leben rund 18.500 geflüchtete Menschen in knapp 80 Unterkünften des LAF, rund ein Drittel von ihnen sind Kinder und Jugendliche. Mobile Impf-Teams werden dort in den kommenden Wochen die Erwachsenen zum Impfen aufsuchen. Auch die Mitarbeitenden der Unterkünfte bekommen eine Einladung zum Impfen, allerdings in den Berliner Impf-Zentren. Seit Ausbruch der Pandemie wurden bis Ende März 2021 rund 1300 Menschen in Unterkünften positiv auf das Coronavirus getestet. Vier Personen starben an den Folgen. Eine Taskforce im LAF steht 24/7 für das Quarantäne-Management und die Versorgung der Betroffenen zur Verfügung, etwa in den beiden Quarantäne-Unterkünften.

LAF-Präsident Straßmeir: „Es ist der gemeinsamen Arbeit des Taskforce-Teams, den Betreibern und den vielen Kolleginnen und Kollegen im LAF und in den Unterkünften zu verdanken, dass dort bislang keine Hotspots entstanden sind. Dazu hat auch die große Disziplin unter den Bewohnerinnen und Bewohnern beigetragen.“

Die Aufklärungs-Videos zur Impfkampagne wurden in Kooperation mit der Evangelischen Journalistenschule Berlin und dem Projekt „Amal, Berlin!“ (Journalismus für die arabisch- und persischsprachige Community) produziert. Sie können über den YouTube-Kanal des LAF
angesehen und geteilt werden. Die Videos werden in den Unterkünften des LAF über Plakate mit QR-Codes beworben.

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