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Veranstaltungen, Versammlungen und Kulturleben

04.06.2021

Kultur neu 2:1
Bild: dpa

In Menschenansammlungen ist das Risiko einer Ansteckung hoch. Daher dürfen öffentliche und private Veranstaltungen und Versammlungen derzeit nur in begrenztem Maße stattfinden.

Private und öffentliche Veranstaltungen

  • Veranstaltungen, die dem Kultur-, Unterhaltungs- oder Freizeitbereich zuzuordnen sind – etwa Konzerte, Opern und Theatervorführungen – sind unter Einhaltung umfangreicher Hygienevorschriften zulässig.
  • Öffentliche Veranstaltungen im Freien dürfen unter Einhaltung strenger Hygienerichtlinien stattfinden. Es dürfen nicht mehr als 500 Besucher:innen zugleich zugelassen werden. Alle Besucher:innen müssen bei Veranstaltungen mit mindestens 250 Teilnehmenden ein negatives Corona-Testergebnis vorweisen. Sofern sich Besucher:innen nicht auf ihrem Platz aufhalten, müssen sie eine medizinische Gesichtsmaske tragen.
  • Öffentliche Veranstaltungen in geschlossenen Räumen dürfen mit bis zu 100 Personen stattfinden. Bei Veranstaltungen mit mehr als zehn Personen müssen alle Beteiligten einen aktuellen negativen Corona-Test, einen vollständigen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis vorlegen. Sofern das Hygienerahmenkonzept der zuständigen Senatsverwaltung eingehalten wird, dürfen Veranstaltungen in Innenräumen mit bis zu 500 Personen stattfinden.
  • Zusammenkünfte in privaten geschlossenen Räumen sind mit Angehörigen des eigenen und maximal zwei weiterer Haushalte gestattet. Es dürfen nicht mehr als sechs Personen zusammenkommen. Eigene Kinder bis 14 Jahren werden nicht mitgezählt.
  • Im Rahmen von besonderen Feierlichkeiten – etwa anlässlich einer Beerdigung, Hochzeit oder eines Geburtstages – erhöht sich die zulässige Personenanzahl auf 50 Personen.
  • Geimpfte und genesene Menschen werden bei der Bestimmung der anwesenden Personenzahl bei privaten Zusammenkünften nicht mitgezählt
Voraussetzung für die Erlaubnis aller genannten Veranstaltungen bleibt, dass die Veranstalter:innen die Einhaltung der geltenden Abstands-, Masken- und Hygienevorschriften gewährleisten. Für öffentliche und private Veranstaltungen ist die Erstellung eines Schutz- und Hygienekonzeptes verpflichtend. Bei privaten Veranstaltungen im Freien gilt diese Pflicht erst, wenn mehr als 20 Personen teilnehmen.
  • Die Veranstalter:innen sind dazu verpflichtet, eine detaillierte Anwesenheitsdokumentation zu führen, auf welcher die vollständigen Namen, Telefonnummern sowie Adressen oder E-Mail-Adressen und Kontaktdaten und den Bezirk oder die Gemeinde des Wohnortes aller Teilnehmenden festgehalten werden. Im Falle einer Infektion kann das Gesundheitsamt mithilfe der Liste alle potentiellen Kontaktpersonen schnell informieren. Die Daten müssen vier Wochen aufbewahrt und anschließend vernichtet werden.
  • Ein Konzept zur Steuerung des Zutritts, Vermeidung von Warteschlangen und Einhaltung des geltenden Mindestabstandes durch die Teilnehmer:innen und Besucher:innen muss erstellt und umgesetzt werden. Dieses Schutz- und Hygienekonzept ist der zuständigen Behörde auf Verlangen auszuhändigen.
  • Innenräume müssen ausreichend belüftet werden.
  • Gut sichtbare Aushänge müssen alle Anwesenden über die geltenden Maßnahmen und Vorschriften informieren.

Zur Übersicht der Anwendungsempfehlungen für Betriebe

Versammlungsfreiheit: Politische Kundgebungen, Demonstrationen und Aufzüge

Öffentliche Versammlungen sind sowohl unter freiem Himmel als auch in geschlossenen Räumen ohne Begrenzung der Teilnehmerzahl erlaubt.
Die Erlaubnis für die genannten Versammlungen gilt nur, wenn die Einhaltung der Hygienerichtlinien gewährleistet ist. Teilnehmer:innen müssen mindestens 1,5 Meter Abstand zu haushaltsfremden Personen einhalten und eine medizinische Gesichtsmaske tragen. Bei Versammlungen in Innenräumen sowie bei Aufzügen, die als Aufzug unter ausschließlicher Nutzung von Kraftfahrzeugen durchgeführt werden, müssen alle Teilnehmer:innen ebenfalls eine medizinische Gesichtsmaske tragen (OP-Maske, FFP2-Maske oder vergleichbare Masken). Ausgenommen hiervon sind die Fahrzeugführer:innen und Fahrgäste, welche zu deren Haushalt gehören. Die zulässige Teilnehmendenzahl je nach nutzbarer Fläche des Versammlungsortes ist von der Versammlungsleitung sicherzustellen. Treffen bei Versammlungen in geschlossenen Räumen mehr als zehn Personen aufeinander, müssen alle Teilnehmenden einen aktuellen negativen Corona-Test oder einen Nachweis über eine vollständige Corona-Impfung vorweisen, bei welcher die finale Impfung mindestens 14 Tage zurück liegt. Die versammlungsrechtlichen Vorschriften gelten weiterhin.

Gottesdienste und religiöse Versammlungen

Religiös-kultische Veranstaltungen sind sowohl im Freien als auch in Innenräumen mit unbegrenzter Personenanzahl erlaubt. Hierzu ist – analog zu Versammlungen und Veranstaltungen – die Einhaltung der geltenden Abstands- und Hygieneregeln zu gewährleisten. Alle Teilnehmer:innen sind dazu verpflichtet, eine OP-Maske, FFP2-Maske oder KN95-Maske ohne Ausatemventil zu tragen. Religiöse Veranstaltungen mit mehr als zehn Teilnehmenden müssen zwei Tage vorab bei dem zuständigen Ordnungsamt angemeldet werden. Die Pflicht entfällt, wenn die Religionsgemeinschaft ein Hygienekonzept etabliert hat, dass den Vorgaben der Senatsverwaltung für Kultur entspricht.

Kultureinrichtungen: Museen, Theater, Kinos und Konzerthäuser

Museen, Galerien und Gedenkstätten dürfen unter Einhaltung folgender Regelungen öffnen:
  • Die Einrichtung erstellt eine Anwesenheitsliste zur Kontaktnachverfolgung
  • Die Personenanzahl wird auf eine:n Besucher:in pro 10 Quadratmeter Ausstellungs- bzw. Betriebsfläche begrenzt. Für Einrichtungen mit mehr als 800 Quadratmetern Ausstellungsfläche gilt, dass bei der über 800 Quadratmeter übersteigenden Fläche nur ein:e Besucher:in pro 20 Quadratmeter zugelassen ist.
  • In Innenräumen tragen Besucher:innen FFP2-Maske ohne Ventil oder vergleichbare Maske
  • Die Einrichtung erstellt ein Schutz- und Hygienekonzept und legt dieses auf Verlangen der zuständigen Behörde vor

Kinos, Theater, Konzerthäuser und kulturelle Veranstaltungsstätten dürfen für den Publikumsverkehr öffnen. Es gilt eine Personenobergrenze von 100 zeitgleich anwesenden Personen in Innenräumen sowie 500 Personen im Freien. Sofern das Hygienerahmenkonzept der Senatsverwaltung für Kultur eingehalten wird, sind Veranstaltungen mit bis zu 500 Personen auch in Innenräumen gestattet. Allen Besucher:innen muss bei Veranstaltungen ein fester Sitzplatz zugeordnet werden. Besucher:innen, die sich nicht auf ihrem Platz aufhalten, müssen eine medizinische Gesichtsmaske tragen.
Eine Testnachweispflicht für Besucher:innen gilt im Freien, wenn der Mindestabstand nicht sichergestellt werden kann und keine anderweitigen Vorkehrungen zum Schutz vor Tröpfcheninfektionen und Aerosolen getroffen werden sowie prinzipiell ab einer Teilnehmendenzahl von 250 Personen. Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen greift die Testpflicht für alle Besucher:innen bereits ab 10 Personen. Vollständig geimpfte und getestete Personen sind jeweils ausgenommen.

Vergnügungsstätten – etwa Freizeitparksund ähnliche Betriebe dürfen ihre Außenbereiche für den Publikumsverkehr öffnen. Besucher:innen müssen vorab einen Termin vereinbaren und einen negativen Corona-Test, einen vollständigen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis vorlegen.
Spielhallen, Spielbanken und Wettannahmestellen müssen geschlossen bleiben. Jahrmärkte und Volksfeste dürfen nicht stattfinden.

Bibliotheken dürfen für den Publikumsverkehr öffnen. Besucher:innen sind dazu verpflichtet, in Bibliotheken und Archiven eine FFP2-Maske ohne Ventil oder vergleichbare Maske zu tragen.

Diese Regelungen gehen auf die SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung zurück.

Hygienerahmenkonzepte

Hilfsmaßnahmen für Berlins Kultur und Kreativwirtschaft

Die Absage von Kulturveranstaltungen und Schließung von Veranstaltungsstätten bedroht viele Kulturschaffende existenziell. Der Senat hat deshalb ein Soforthilfe-Programm aufgesetzt. Weitere Informationen

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