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Veranstaltungen, Versammlungen und Kulturleben

18.06.2021

Kultur neu 2:1
Bild: dpa

In Menschenansammlungen ist das Risiko einer Ansteckung hoch. Daher dürfen öffentliche und private Veranstaltungen und Versammlungen derzeit nur in begrenztem Maße stattfinden.

Private und öffentliche Veranstaltungen

  • Veranstaltungen, die dem Kultur-, Unterhaltungs- oder Freizeitbereich zuzuordnen sind – etwa Konzerte, Opern und Theatervorführungen – sind gestattet.
  • Öffentliche Veranstaltungen im Freien dürfen unter Einhaltung strenger Hygienerichtlinien stattfinden. Es dürfen nicht mehr als 1000 Besucher:innen zugleich zugelassen werden. Alle Besucher:innen müssen bei Veranstaltungen mit mindestens 250 Teilnehmenden ein negatives Corona-Testergebnis vorweisen. Jedem:r Teilnehmer:in muss ein fester Sitzplatz zugewiesen werden. Sofern sich Besucher:innen nicht auf ihrem Platz aufhalten, müssen sie eine medizinische Gesichtsmaske tragen.
  • Öffentliche Veranstaltungen in geschlossenen Räumen dürfen mit bis zu 250 Personen stattfinden. Besucher:innen, die sich nicht an ihrem Platz aufhalten, müssen eine FFP2-Maske tragen. Bei Veranstaltungen mit mehr als 20 Personen müssen alle Beteiligten einen aktuellen negativen Corona-Test, einen vollständigen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis vorlegen. Sofern das Hygienerahmenkonzept der zuständigen Senatsverwaltung eingehalten wird, dürfen Veranstaltungen in Innenräumen mit bis zu 1000 Personen stattfinden.
  • Bei Veranstaltungen mit ausschließlich negativ getesteten, vollständig geimpften oder genesenen Personen entfällt die Pflicht zur Sitzplatzzuweisung, sofern nicht mehr 250 Personen zeitgleich anwesend sind.
  • Zusammenkünfte in privaten geschlossenen Räumen sind mit Angehörigen des eigenen und maximal vier weiterer Haushalte gestattet. Es dürfen nicht mehr als zehn Personen zusammenkommen. Eigene Kinder bis 14 Jahren werden nicht mitgezählt.
  • Im Rahmen von besonderen Feierlichkeiten – etwa anlässlich einer Beerdigung, Hochzeit oder eines Geburtstages – erhöht sich die zulässige Personenanzahl auf 50 Personen in Innenräumen und 100 Personen im Freien. Auch hier gelten die jeweiligen Masken-, Test- und Sitzplatzzuweisungs-Pflichten.
  • Geimpfte und genesene Menschen werden bei der Bestimmung der anwesenden Personenzahl bei privaten Zusammenkünften und Veranstaltungen nicht mitgezählt

Voraussetzung für die Erlaubnis aller genannten Veranstaltungen bleibt, dass die Veranstalter:innen die Einhaltung der geltenden Abstands-, Masken- und Hygienevorschriften gewährleisten. Für öffentliche und private Veranstaltungen mit mehr als 20 Teilnehmenden ist die Erstellung eines Schutz- und Hygienekonzeptes verpflichtend.

  • Die Veranstalter:innen sind dazu verpflichtet, eine detaillierte Anwesenheitsdokumentation zu führen, auf welcher die vollständigen Namen, Telefonnummern sowie Adressen oder E-Mail-Adressen und Kontaktdaten und den Bezirk oder die Gemeinde des Wohnortes aller Teilnehmenden festgehalten werden. Im Falle einer Infektion kann das Gesundheitsamt mithilfe der Liste alle potentiellen Kontaktpersonen schnell informieren. Die Daten müssen vier Wochen aufbewahrt und anschließend vernichtet werden.
  • Ein Konzept zur Steuerung des Zutritts, Vermeidung von Warteschlangen und Einhaltung des geltenden Mindestabstandes durch die Teilnehmer:innen und Besucher:innen muss erstellt und umgesetzt werden. Dieses Schutz- und Hygienekonzept ist der zuständigen Behörde auf Verlangen auszuhändigen.
  • Innenräume müssen ausreichend belüftet werden.
  • Gut sichtbare Aushänge müssen alle Anwesenden über die geltenden Maßnahmen und Vorschriften informieren.

Zur Übersicht der Anwendungsempfehlungen für Betriebe

Versammlungsfreiheit: Politische Kundgebungen, Demonstrationen und Aufzüge

Öffentliche Versammlungen sind sowohl unter freiem Himmel als auch in geschlossenen Räumen ohne Begrenzung der Teilnehmerzahl erlaubt.
Die Erlaubnis für die genannten Versammlungen gilt nur, wenn die Einhaltung der Hygienerichtlinien gewährleistet ist. Teilnehmer:innen müssen mindestens 1,5 Meter Abstand zu haushaltsfremden Personen einhalten und eine medizinische Gesichtsmaske tragen. Bei Versammlungen in Innenräumen sowie bei Aufzügen, die als Aufzug unter ausschließlicher Nutzung von Kraftfahrzeugen durchgeführt werden, müssen alle Teilnehmer:innen ebenfalls eine medizinische Gesichtsmaske tragen (OP-Maske, FFP2-Maske oder vergleichbare Masken). Ausgenommen hiervon sind die Fahrzeugführer:innen und Fahrgäste, welche zu deren Haushalt gehören. Die zulässige Teilnehmendenzahl je nach nutzbarer Fläche des Versammlungsortes ist von der Versammlungsleitung sicherzustellen. Treffen bei Versammlungen in geschlossenen Räumen mehr als 20 Personen aufeinander, müssen alle Teilnehmenden einen aktuellen negativen Corona-Test oder einen Nachweis über eine vollständige Corona-Impfung vorweisen, bei welcher die finale Impfung mindestens 14 Tage zurück liegt. Die versammlungsrechtlichen Vorschriften gelten weiterhin.

Gottesdienste und religiöse Versammlungen

Religiös-kultische Veranstaltungen sind sowohl im Freien als auch in Innenräumen mit unbegrenzter Personenanzahl erlaubt. Hierzu ist – analog zu Versammlungen und Veranstaltungen – die Einhaltung der geltenden Abstands- und Hygieneregeln zu gewährleisten. Alle Teilnehmer:innen sind dazu verpflichtet, eine FFP2-Maske ohne Ausatemventil zu tragen, wenn sie sich nicht an ihrem festen Sitzplatz befinden.

Kultureinrichtungen: Museen, Theater, Kinos und Clubs

Museen, Galerien und Gedenkstätten dürfen unter Einhaltung folgender Regelungen öffnen:
  • Die Einrichtung erstellt eine Anwesenheitsliste zur Kontaktnachverfolgung
  • Die Personenanzahl wird auf eine:n Besucher:in pro 10 Quadratmeter Ausstellungs- bzw. Betriebsfläche begrenzt. Für Einrichtungen mit mehr als 800 Quadratmetern Ausstellungsfläche gilt, dass bei der über 800 Quadratmeter übersteigenden Fläche nur ein:e Besucher:in pro 20 Quadratmeter zugelassen ist.
  • In Innenräumen tragen Besucher:innen FFP2-Maske ohne Ventil oder vergleichbare Maske. Diese Pflicht besteht nicht, soweit sich Besucher:innen an dem ihnen zugewiesenen festen Platz aufhalten und eine ausreichende maschinelle Belüftung sichergestellt ist.
  • In Außenbereichen müssen Besucher:innen eine medizinische Gesichtsmaske tragen.
  • Die Einrichtung erstellt ein Schutz- und Hygienekonzept und legt dieses auf Verlangen der zuständigen Behörde vor

Kinos, Theater, Konzerthäuser und kulturelle Veranstaltungsstätten dürfen für den Publikumsverkehr öffnen. Es gilt eine Personenobergrenze von 250 zeitgleich anwesenden Personen in Innenräumen sowie 1000 Personen im Freien. Sofern das Hygienerahmenkonzept der Senatsverwaltung für Kultur eingehalten wird, sind Veranstaltungen mit bis zu 1000 Personen auch in Innenräumen gestattet. Allen Besucher:innen muss bei Veranstaltungen ein fester Sitzplatz zugeordnet werden. Sofern nicht mehr als 250 Personen an einer Veranstaltung teilnehmen und alle Anwesenden geimpft, getestet und genesen sind, entfällt die Pflicht zur Sitzplatzzuweisung. Besucher:innen, die sich nicht auf ihrem Platz aufhalten, müssen eine medizinische Gesichtsmaske (in geschlossenen Räumen: FFP2-Maske) tragen.

Eine Testnachweispflicht für Besucher:innen gilt im Freien, wenn der Mindestabstand nicht sichergestellt werden kann und keine anderweitigen Vorkehrungen zum Schutz vor Tröpfcheninfektionen und Aerosolen getroffen werden sowie prinzipiell ab einer Teilnehmendenzahl von 250 Personen. Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen greift die Testpflicht für alle Besucher:innen bereits ab 20 Personen. Vollständig geimpfte und getestete Personen sind jeweils ausgenommen.

Tanzveranstaltungen im Freien sind erlaubt. Voraussetzung ist, dass nicht mehr als 250 Personen teilnehmen, welche alle entweder negativ getestet oder immunisiert sind. Teilnehmer:innen dürfen den Mindestabstand zueinander unterschreiten, müssen aber zu jeder Zeit eine medizinische Gesichtsmaske tragen.

Jahrmärkte und Volksfeste dürfen stattfinden. Es gelten dieselbe Vorschriften wie für Veranstaltungen im Freien.

Vergnügungsstätten – etwa Freizeitparks und ähnliche Betriebe sowie Spielhallen, Spielbanken und Wettannahmestellen dürfen für negativ getestete, vollständig geimpfte oder genesene Personen öffnen.

Bibliotheken dürfen für den Publikumsverkehr öffnen. Besucher:innen sind dazu verpflichtet, in Bibliotheken und Archiven eine FFP2-Maske ohne Ventil oder vergleichbare Maske zu tragen.

Diese Regelungen gehen auf die SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung zurück.

Hygienerahmenkonzepte

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