Schulen, Kitas und Berufsschulen

Klassenzimmer mit hochgestellten Stühlen
Bild: dpa

Bei Kindern und Jugendlichen verläuft eine Infektion mit dem Coronavirus oft mild. Sie können das Virus auch ohne Krankheitssymptome an weitere Personen übertragen. Öffentliche und private Schulen und Kitas sind seit 16./17. März bis zunächst 19. April 2020 geschlossen. Volkshochschulen, Berufsschulen, Jugendkunstschulen, Musikschulen und ähnliche Einrichtungen müssen ebenfalls für den Lehrbetrieb und Publikumsverkehr geschlossen bleiben. Schülerfahrten, Exkursionen und Schulausflüge finden nicht statt. Von der Betreuung der Kinder durch ihre Großeltern wird dringend abgeraten. Ältere Personen unterliegen einem deutlich höheren Risiko, bei einer Infektion mit dem Sars-Cov-2-Virus einen schweren Krankheitsverlauf zu erleiden.

Schüler erhalten auf verschiedenem Wege Zugang zu Lehrmaterial und Lernanweisungen. Je nach Alter der Kinder werden die Eltern zur Unterstützung des selbstständigen Lernens mit einbezogen. Schüler dürfen in ihre Schule, um dort mit einem Lehrer zu sprechen oder Lehrmaterial abzuholen.

Abiturprüfungen und alle Prüfungen zum Mittleren Schulabschluss, die für die Zeit vor den Osterferien angesetzt waren, werden verschoben. Die Regelungen für die Prüfungstermine nach den Osterferien haben weiterhin Bestand ebenso wie die Entscheidung der Schulleitungen zu den möglichen Terminverlegungen dieser Prüfungen. Klassenarbeiten und Klausuren fallen während der Schließungszeit ebenfalls aus.

Regelungen zur Notbetreuung in Kita oder Schule

Für bestimmte Fälle wurde eine Notbetreuung in Kita und Grundschule (Grundschulklassen 1 bis 6) eingerichtet. Eltern können diese nur dann in Anspruch nehmen, wenn sie die Betreuung ihrer Kinder nicht gewährleisten können und zudem in einem sogenannten systemrelevanten Beruf tätig sind. Hierbei kommt, je nachdem, in welcher systemrelevanten Berufsgruppe die Eltern tätig sind, eine von zwei Regeln zum Einsatz.

Es besteht ein Anspruch auf Notbetreuung, wenn ein Elternteil zu einer der folgenden Berufsgruppen gehört:

  • Betriebsnotwendiges Personal im Gesundheitsbereich (insbesondere ärztliches Personal, Pflegepersonal und medizinische Fachangestellte, Reinigungspersonal, sonstiges Personal in Krankenhäusern, Arztpraxen, Laboren, Beschaffung, Apotheken)
  • Betriebsnotwendiges Personal im Pflegebereich
  • Polizei
  • Feuerwehr
  • Justizvollzug
  • Behindertenhilfe
  • Einzelhandel (Lebensmittel- und Drogeriemärkte)

Ein Anspruch auf Notbetreuung besteht weiterhin, wenn beide Elternteile einer der folgenden Berufsgruppen angehören:

  • Personal in Hilfsorganisationen
  • Krisenstabspersonal
  • Betriebsnotwendiges Personal von BVG, S-Bahn, BWB, BSR, weiterer Unternehmen des ÖPNV sowie der Ver- und Entsorgung, Energieversorgung (Strom, Gas)
  • Betriebsnotwendiges Personal und Schlüsselfunktionsträger in öffentlichen Einrichtungen und Behörden von Bund und Ländern, Senatsverwaltungen, Bezirksämtern, Landesämtern und nachgeordneten Behörden, Jobcentern und öffentlichen Hilfeangeboten und Notdienste
  • Personal, das die Notversorgung in Kita und Schule sichert
  • Sonstiges betriebsnotwendiges Personal der kritischen Infrastruktur und der Grundversorgung

Durch eine Selbstauskunft erklären die Eltern, dass die Bedingungen zur Berechtigung der Notbetreuung erfüllt sind. Entsprechende Bögen zur Selbstauskunft finden sie in ihrer Schule oder Kita.

Für Fragen zur Notbetreuung hat die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie eine spezielle Hotline eingerichtet.
Tel.: 030 90227 6000
E-Mail: schule.notfallbetreuung@senbjf.berlin.de

Um neue Ansteckungsketten zu verhindern, findet die Betreuung, sofern möglich, in den gewohnten Einrichtungen der Kinder statt. Eltern können sich daher an ihre übliche Schule oder Kita wenden, um das Betreuungsangebot in Anspruch zu nehmen. Während der Notbetreuung findet kein Unterricht statt.

Diese Bestimmungen gehen auf Teil 3, §§ 8, 9 der Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus in Berlin zurück.

Weitere Informationen zu Schulen und Kitas

Aktuelle Entwicklungen und ausführliche Informationen zu Schulen und Kitas finden Sie auf den Seiten der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie Weitere Informationen

Weitere Maßnahmen

Bußgeldkatalog zur Ahndung von Verstößen gegen die Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus in Berlin

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Ziel ist es, den Ordnungsbehörden einen Orientierungsrahmen bei der Bemessung des Bußgelds für Verstöße im Einzelfall an die Hand zu geben. Dabei sind die Bußgelder in Form von Rahmen angegeben. Weitere Informationen

Einzelhandel: Supermärkte, Spätis, Drogerien und Geschäfte

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Bild: Robert Kneschke

Ladengeschäfte aller Art müssen geschlossen bleiben. Um die Versorgung der Bürger mit notwendigen Gütern, Medikamenten, Lebensmitteln und Sanitärbedarf zu sichern und zu gewährleisten, sind einige Geschäfte von dem Verbot ausdrücklich ausgeschlossen. Weitere Informationen

Gastronomie: Restaurants, Cafés, Bars und Kneipen

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Im Gastronomiebetrieb greifen zur Eindämmung der Verbreitung des neuen Coronavirus Sars-Cov-2 verschiedene Einschränkungen und Verbote. Rauchergaststätten und Shisha-Bars müssen grundsätzlich geschlossen bleiben. Restaurants, Imbisse und Cafés dürfen unter Auflagen weiterhin geöffnet bleiben. Weitere Informationen

Hochschulen und Wissenschaftsbetriebe

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Ein Großteil der wissenschaftlichen Einrichtungen muss bis zum 19. April sowohl für den Lehrbetrieb als auch für den Publikumsverkehr geschlossen bleiben. Das betrifft alle Hochschulen - ob privat, öffentlich oder konfessionell sowie die Hochschulbibliotheken und Mensen. Weitere Informationen

Kontaktbeschränkungen

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Um die Infektionsrate weiterhin möglichst unter Kontrolle zu halten, wurden umfangreiche Kontaktbeschränkungen beschlossen, die ab 23. März bis 19. April gelten. Innerhalb dieses Zeitraumes müssen sich die Bürger grundsätzlich in ihrer Wohnung bzw. ihrer gewöhnlichen Unterkunft aufhalten. Weitere Informationen

Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen

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Der Besuch in Krankenhäusern und Hospizen wird eingeschränkt. Krankenhäuser müssen außerdem, soweit medizinisch vertretbar, grundsätzlich alle planbaren Operationen und Eingriffe aussetzen, um Kapazitäten für die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit COVID-19 zu schaffen. Weitere Informationen

Mobilität und Verkehr

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Bild: SergeyPhoto7/Depositphotos.com

Berlin bleibt auch während der Corona-Krise mobil. Busse, Straßen- und U-Bahnen fahren weiter durch die Stadt. Das ÖPNV-Angebot wird jedoch an die Einschränkungen des öffentlichen Lebens angepasst. Weitere Informationen

Orientierungshilfe für Gewerbe

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Um die Verbreitung des Coronavirus in Berlin zu verlangsamen, müssen Ladengeschäfte grundsätzlich geschlossen bleiben. Die Versorgung der Bürger:innen mit notwendigen Gütern bleibt jedoch gewährleistet: Welche Geschäfte, Läden und Dienstleistungen laut geöffnet bzw. angeboten werden dürfen. Weitere Informationen

Sport und Freizeit: Schwimmbäder, Sportanlagen, Zoos und Spielplätze

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Bild: dpa

Der Sportbetrieb ist auf allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, in Schwimmbädern und Fitnessstudios untersagt. In besonders begründeten Einzelfällen kann eine Ausnahmeregelung nach einem Antrag bei der zuständigen Senatssportverwaltung zugelassen werden. Weitere Informationen

Veranstaltungen und Kulturleben: Museen, Messen und Clubs

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Bild: dpa

In Menschenansammlungen und auf Veranstaltungen ist das Risiko einer Ansteckung sehr hoch. Daher dürfen öffentliche und private Veranstaltungen vorerst bis zum 19. April 2020 nicht stattfinden. Weitere Informationen

Verhalten im Verdachtsfall

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Bild: Robert Koch-Institut

Die Senatsgesundheitsverwaltung empfiehlt in der jetzigen Lage und nach Anpassung der Kriterien durch das Robert-Koch-Institut (RKI) die Abklärung in folgenden Fällen. Alle Kontaktaufnahmen sollten zuerst telefonisch stattfinden. Der direkte Kontakt zu anderen Personen sollte vermieden werden. Weitere Informationen

Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus in Berlin

Link zu: Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus in Berlin
Bild: ligorosi - Depositphotos

Der Senat hat eine Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus in Berlin (SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung – SARS-CoV-2-EindV) beschlossen. Darin werden eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Weitere Informationen