Öffnungsmodelle: 3G, 2G und 2G-Plus in der Übersicht

2G Shop 2:1

Um das Infektionsgeschehen einzudämmen, kann der Zugang zu bestimmten Betrieben, Dienstleistungen und Veranstaltungen auf bestimmte Personenkreise begrenzt werden – etwa vollständig geimpfte oder genesene Personen. Derzeit wird zwischen drei verschiedenen Öffnungsmodellen unterschieden: 3G, 2G und 2G-Plus. Je nach Bereich kann eine Verpflichtung zu einem bestimmten Modell bestehen.

Stellen der Grundversorgung – etwa Supermärkte – sind von den „G-Regelungen“ ausgenommen.

Wer gilt als geimpft, getestet, genesen, geboostert?

Als vollständig geimpft gelten Personen, die im Besitz eines auf sie ausgestellten Impfnachweises sind, welcher eine vollständige Grundimmunisierung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 nachweist, indem
  • entweder die Anzahl von Impfstoffdosen, die für eine vollständige Grundimmunisierung erforderlich ist (Bei den Impfstoffen der Hersteller Biontech/Pfizer, Moderna, AstraZeneca und Johnson & Johnson sind hierzu zwei Impfungen erforderlich), verabreicht wurde und seit der letzten erforderlichen Einzelimpfung mindestens 14 Tage vergangen sind, oder
  • bei einer genesenen Person eine Impfstoffdosis verabreicht wurde,
  • bei einer Person, die nur eine Impfdosis erhalten hat, eine Covid-19-Infektion mittels PCR nachgewiesen wird, der vor mindestens 28 Tagen durchgeführt wurde oder
  • bei einer Person, die einen spezifischen positiven Antikörpertest vorweist, welcher den Kriterien des Paul-Ehrlich-Instituts entspricht, eine Impfdosis verabreicht wurde.

Derzeit wird zwischen zwei verschiedenen Genesenen-Status unterschieden:

  • Als genesen gelten Personen, deren Covid-19-Erkrankung vor mindestens 28 Tagen und höchstens 6 Monaten mittels PCR-Test nachgewiesen wurde. Dieser Genesenen-Status gilt aktuell in den Bereichen, die von der Vierten Berliner SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung geregelt werden – etwa die 2G- und 2G Plus-Regelungen im Kultur- und Gastronomiebereich.
  • Als genesen im Sinne des Infektionsschutzgesetzes des Bundes gelten hingegen Personen, die im Besitz eines Genesenennachweises sind. Dabei handelt es sich um einen positiven PCR-Test, welcher mindestens 28 Tage und maximal drei Monate (90 Tage) zurückliegt. Dieser Genesenen-Status gilt derzeit in jenen Bereichen, die durch das Infektionsschutzgesetz geregelt werden – etwa bei den 3G-Pflichten am Arbeitsplatz, im Personenverkehr sowie bei den Bestimmungen zur Einreise.

Als geboostert gelten vollständig geimpfte Personen, die entsprechend der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (StiKo) eine Auffrischungsimpfung erhalten haben.

Als negativ getestet gelten Personen, die einen Nachweis über einen negativen
  • Schnelltest vorlegen, der nicht älter als 24 Stunden ist
  • PCR-Test vorlegen, der vor maximal 48 Stunden erfolgte.

Schüler:innen, die im Rahmen ihres Schulbesuchs regelmäßigen Corona-Tests unterzogen werden, gelten bei Vorlage ihres Schülerausweises ebenfalls als getestet. Kinder unter sechs Jahren sind von den Nachweispflichten grundsätzlich befreit.

3G-Bedingung

Im 3G-Modell erhalten neben Geimpften und Genesenen ebenfalls negativ getestete Personen Zutritt. In diesem Fall sind jedoch verschärfte Abstands- und Hygienevorgaben wie etwa ein das Mindestabstandsgebot einzuhalten.

Verpflichtung zum 3G-Modell

In folgenden Bereichen muss das 3G-Modell umgesetzt werden:
  • Im öffentlichen Nah- und Fernverkehr sowie im Flugverkehr inklusive der Bahnsteige und Fährterminals. Personen müssen zur Nutzung vollständig geimpft, genesen im Sinne des Infektionsschutzgesetzes (der positive PCR-Test muss vor mindestens 28 Tagen und höchstens 3 Monaten erfolgt sein) oder aktuell negativ getestet sein. Obdachlose Personen können sich auch ohne 3G-Nachweis in gekennzeichneten Flächen in Bahnhöfen und an Bahnsteigen aufhalten, wenn sie eine Maske tragen und den Mindestabstand einhalten.
  • Am Arbeitsplatz: Der Zutritt zur Arbeitsstätte ist nur Personen gestattet, die vollständig geimpft, genesen im Sinne des Infektionsschutzgesetzes oder aktuell negativ getestet sind. Hier finden Sie alle Informationen zur 3G-Regelung am Arbeitsplatz
  • In den Dienstgebäuden des Landes Berlin, etwa Bürgerämtern, sowie in Gerichtsgebäuden. Ausnahmen von der 3G-Regel können in Einzelfällen greifen und sind mit einer Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske verbunden.
  • Bei Veranstaltungen im Freien mit mehr als 10 und bis zu 1000 Personen, sofern diese nicht im 2G-Modell stattfinden. Nehmen mehr als 1000 Personen teil, muss das 2G-Modell mit FFP2-Maskenpflicht und Abstandsgebot angewendet werden.
  • Bei Stadtrundfahrten und ähnlichen touristischen Angeboten, die ausschließlich im Freien stattfinden. Das 2G-Modell ist hier optional möglich.
  • In Bildungseinrichtungen für Angebote der Grundbildung, der beruflichen Bildung und des Fachbereichs Deutsch als Zweitsprache.
  • Beim Sport im Freien, sofern der Mindestabstand unterschritten wird. Sofern alle Sportler:innen einem Haushalt angehören, entfällt die Plicht zum 3G-Modell.

Veranstalter:innen, Dienstleister:innen und Unternehmen können die 3G-Bedingung nutzen, sofern keine anderweitigen Regelungen festgelegt wurden.

2G-Bedingung

Die 2G-Bedingung sieht vor:
  • Der Zutritt ist auf Personen beschränkt, die vollständig geimpft sind oder als genesen gelten.
  • Das Vorliegen der Impf- oder Genesenennachweise der Gäste und Kunden muss mit der Anwesenheitsdokumentation erfasst werden.
  • Es gilt weiterhin Maskenpflicht. Sofern diese nicht einhaltbar ist, können Verantwortliche alternativ festlegen, dass alle Besucher:innen und Kund:innen einen negativen Test vorlegen müssen (ausgenommen sind geboosterte Personen) oder die Einhaltung des Mindestabstandes zwischen den Teilnehmenden durchsetzen.
  • Die Pflicht zur Einhaltung des Mindestabstandes entfällt.
  • Das Personal mit unmittelbaren Kunden- und Gästekontakt muss entweder ebenfalls vollständig geimpft sein oder als genesen gelten oder einen aktuellen negativen Corona-Test vorlegen.
  • Kinder unter 18 Jahren dürfen an 2G-Veranstaltungen teilnehmen und 2G-Einrichtungen betreten und nutzen, wenn sie negativ getestet sind. Selbiges gilt für Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht gegen das Coronavirus impfen lassen können und dies mittels Attest oder Mutterpass nachweisen können. Diese Personen müssen allerdings einen negativen PCR-Test vorlegen.

Verpflichtung zum 2G-Modell

Das 2G-Modell ist für folgende Veranstaltungen, Einrichtungen und Dienstleistungen verpflichtend:
  • Veranstaltungen im Freien mit mehr als 1000 Teilnehmer:innen. Es gelten in diesem Fall zusätzliche Vorgaben: Alle Teilnehmer:innen müssen eine FFP2-Maske tragen.
  • Körpernahe Dienstleistungen im Bereich der Körperpflege (etwa Friseure und Kosmetikstudios)
  • Geschäfte des Einzelhandels, Stellen der Grundversorgung sind ausgenommen.
  • Museen, Galerien und Gedenkstätten, sofern Innenräume betroffen sind
  • Bibliotheken und Archive, sofern Innenräume betroffen sind
  • Hotels und weitere Übernachtungsangebote. Ausnahmen sind in Einzelfällen möglich und mit einer täglichen Testpflicht verbunden.
  • Stadtrundfahrten, Stadtführungen und ähnliche touristische Angebote, sofern Innenräume betroffen sind
  • Fitness- und Tanzstudios, Krafträume und ähnliche innenliegende Sporträumlichkeiten
  • Saunen, Thermen und ähnliche Einrichtungen
  • Spielhallen, Vergnügungsparks und ähnliche Einrichtungen
  • Fahrschulen und ähnliche Einrichtungen
  • Sexuelle Dienstleistungen, wobei in diesem Fall weitere Hygienevorgaben wie etwa eine Maskenpflicht mit FFP2-Maske oder Testpflicht gelten

Sofern keine Verpflichtung zum 2G-Modell besteht, können Veranstalter:innen, Dienstleister:innen und Betreiber:innen von Einrichtungen im Freien entscheiden, ob sie im 2G-Modell öffnen möchten.

Stellen der Grundversorgung wie Supermärkte, Tankstellen, Apotheken, Reformhäuser, Drogerien und ähnliche Einrichtungen sind von der 2G-Option ausgenommen.

2G-Plus-Bedingung

Die 2G-Plus-Bedingung sieht vor:
  • Der Zutritt ist auf Personen beschränkt, die vollständig geimpft sind oder als genesen gelten und zusätzlich einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen.
  • Geboosterte Personen müssen keinen zusätzlichen Test vorlegen.
  • Das Vorliegen der Impf- oder Genesenennachweise sowie der Testnachweise der Gäste und Kunden muss mit der Anwesenheitsdokumentation erfasst werden.
  • Es gilt weiterhin Maskenpflicht. Sofern diese nicht einhaltbar ist, müssen Verantwortliche die Einhaltung des Mindestabstandes zwischen den Teilnehmenden oder Gästen durchsetzen.
  • Die Pflicht zur Einhaltung des Mindestabstandes entfällt.
  • Das Personal mit unmittelbaren Kunden- und Gästekontakt muss entweder ebenfalls vollständig geimpft sein oder als genesen gelten oder einen aktuellen negativen Corona-Test vorlegen.
  • Kinder unter 18 Jahren dürfen an 2G-Plus-Veranstaltungen teilnehmen und 2G-Plus-Einrichtungen betreten und nutzen, wenn sie negativ getestet sind. Selbiges gilt für Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht gegen das Coronavirus impfen lassen können und dies mittels Attest oder Mutterpass nachweisen können. Diese Personen müssen allerdings einen negativen PCR-Test vorlegen.

Verpflichtung zum 2G-Plus-Modell

Das 2G-Plus-Modell ist für folgende Veranstaltungen, Einrichtungen und Dienstleistungen verpflichtend:
  • Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit mehr als 10 Personen. Kinder unter 14 werden bei der Ermittlung der Personenanzahl in diesem Fall nicht mitgezählt.
  • Restaurants und weitere gastronomische Betriebe, sofern Innenräume betroffen sind
  • Kinos, Clubs, Theater, Konzertsäle und ähnliche kulturelle Einrichtungen, sofern Innenräume betroffen sind

Stellen der Grundversorgung wie Supermärkte, Tankstellen, Apotheken, Reformhäuser, Drogerien und ähnliche Einrichtungen sind von der 2G-Plus-Option ausgenommen.

Diese Bestimmungen gehen auf die SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung zurück.

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