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Einreisen: Häusliche Quarantäne, Melde- und Testpflichten

14.04.2021

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Bild: dpa

Für Einreisende, die sich innerhalb der letzten zehn Tage vor ihrer Einreise in einem ausländischen Risikogebiet aufgehalten haben, gelten Quarantäne-, Test- und Meldepflichten. Darüber hinaus gilt für alle Personen, die auf dem Flugweg einreisen, ebenfalls eine Testpflicht. Als Risikogebiete gelten Staaten oder Regionen außerhalb der Bundesrepublik Deutschland, für welche zum Zeitpunkt der Einreise ein erhöhtes Infektionsrisiko mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht. Dabei wird zwischen drei Arten von Risikogebieten unterschieden:

  • Risikogebiete: Sonstige Gebiete, in welchen ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht
  • Hochinzidenzgebiete: Gebiete, in welchen die 7-Tage-Inzidenz bei über 200 liegt.
  • Virusvarianten-Gebiete: Gebiete, in welchen bestimmte SARS-CoV-2-Mutationen verbreitet auftreten

Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt durch gemeinsame Entscheidungen des Bundesministeriums für Gesundheit, des Auswärtigen Amtes und des Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat und wird durch das Robert Koch-Institut laufend aktualisiert und veröffentlicht.

Melde- und Testpflichten

Digitale Einreiseanmeldung

Einreisende aus ausländischen Risikogebieten sind bundesweit dazu verpflichtet, ihre Einreise vorab digital anzumelden. Diese Meldung hat über das vom Robert Koch-Institut eingerichtete elektronische Melde- und Informationssystem unter der Webadresse einreiseanmeldung.de zu erfolgen. Dort werden folgende Daten abgefragt:

  • Identität einschließlich Geburtsdatum
  • Staatsangehörigkeit
  • Aufenthaltsort vor der Einreise
  • Kontaktdaten einschließlich Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Anschrift des Wohnsitzes oder der voraussichtlichen Aufenthaltsorte in Berlin während der zehn Tagen, die auf die Einreise folgen
  • Genutzte Reisemittel zur Einreise

Die Informationen werden anschließend automatisch an das zuständige Gesundheitsamt weitergeleitet.

Nach erfolgreicher digitaler Anmeldung erhalten Einreisende eine Bestätigung, welche auf Verlangen dem Beförderer und den zuständigen Behörden vorzulegen ist. Sofern eine digitale Anmeldung der Einreise aus technischen Gründen nicht möglich ist, müssen Einreisende eine schriftliche Ersatzmitteilung mit sich führen, auf welcher die oben genannten Punkte gelistet sind. Auch die Ersatzmitteilung muss dem jeweilige Beförderer oder der zuständigen Behörde vorgelegt werden.

Testpflicht für Einreisende mit dem Flugzeug

Seit 30. März 2021 gilt bundesweit eine Testpflicht für Personen, welche per Flugzeug in die Bundesrepublik einreisen, unabhängig aus welchen Gebieten die Einreise erfolgt. Der Test muss den Kriterien des Robert-Koch-Instituts entsprechen und darf bei Einreise nicht älter als 48 Stunden sein. Das negative Testergebnis muss der Fluggesellschaft vor Abflug vorgelegt werden.

Testpflicht für Rückkehrende aus Risikogebieten

Einreisende aus Risikogebieten sind dazu verpflichtet, sich für die Einreise einem Test auf das Coronavirus SARS-CoV-2 zu unterziehen. Der Test darf frühestens 48 Stunden vor der Einreise durchgeführt worden sein und muss den Kriterien des Robert-Koch-Instituts entsprechen. Wer aus einem Hochinzidenzgebiet oder per Flugzeug einreist, muss den Test zwingend vor der Einreise machen. Wer nicht auf dem Flugweg aus einem sonstigen Risikogebiet einreist, kann den Test auch unmittelbar nach der Einreise durchführen.

Das Testergebnis muss für mindestens zehn Tage nach der Einreise aufbewahrt und der zuständigen Behörde auf Verlangen ausgehändigt werden. Die Quarantänepflicht bleibt bestehen. Im Falle eines positiven Testergebnisses werden Betroffene vom zuständigen Gesundheitsamt über die folgenden notwendigen Schritte informiert. Auch bei einem negativen Test besteht aufgrund der potenziell langen Inkubationszeit des Coronavirus die dringende Empfehlung, die Testung nach 5 bis 7 Tagen zu wiederholen.

Ausnahmen

  • Die Meldepflicht gilt für Einreisende aus Virusvarianten-Gebieten immer. Personen, die aus einem anders gearteten Risikogebiet einreisen, müssen der Meldepflicht nicht nachkommen, wenn sie beispielsweise ohne Aufenthalt lediglich durch das Risikogebiet durchgereist sind oder sie nur zur Durchreise in das Land Berlin einreisen.
  • Die Testpflicht gilt grundsätzlich nicht für Kinder bis sechs Jahren. Weitere Ausnahmen hängen von der Art des Risikogebietes ab, in dem sich Personen innerhalb der letzten 10 Tage aufgehalten haben. Für Einreisende mit typischen Symptomen oder aus Virusvarianten-Gebieten bestehen keine Ausnahmen von der Testpflicht.

Alle Ausnahmen von Test- und Meldepflichten finden Sie in der Einreiseverordnung des Bundesgesundheitsministeriums.

Einreisen aus Virusvarianten-Gebieten

Personen, die sich innerhalb der letzten zehn Tage vor ihrer Einreise in Deutschland in einem Virusvarianten-Gebiet aufgehalten haben, dürfen bis zum 28. April 2021 nicht per Flugzeug, Bahn, Bus oder Schiff in die Bundesrepublik befördert werden. Ausnahmen gelten für deutsche Staatsbürger, Personen, die ihren Wohnsitz und ein Aufenthaltsrecht in Deutschland haben sowie für dringend notwendige Beförderungen – etwa Ambulanztransporte oder Beförderungen aus humanitären Gründen. Wer aus einem Virusvarianten-Gebiet einreist, muss:
  • die Einreise vorab anmelden,
  • einen negativen Corona-Test vorweisen, welche den Kriterien des Robert-Koch-Instituts entspricht und nicht älter als 48 Stunden ist. Ein nachträglicher Test unmittelbar nach der Einreise ist für Einreisende aus Virusvarianten-Gebiete nicht gestattet.
  • sich unverzüglich für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben. Eine vorzeitige Beendigung der Quarantänepflicht ist nicht möglich.

Die Bestimmungen zu Melde- und Testpflichten bei Einreise und zur Testplicht bei Einreise mit dem Flugzeug gehen auf die Coronavirus-Einreiseverordnung und die Coronavirus-Schutzverordnung des Bundes zurück. Ausführliche Informationen zu Einreisen finden Sie auf den Seiten des Bundesgesundheitsministeriums.

Corona-Teststellen für Reiserückkehrende

Tegel Ankunft II
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Flughafen BER

Reiserückkehrende aus Risikogebieten können sich am Flughafen BER auf COVID-19 testen lassen. Das Testangebot richtet sich ausschließlich an Reiserückkehrende, die keine Corona-Symptome zeigen.

Hausarzt-Praxen

Testmöglichkeiten für Ein- und Rückreisende aus Risikogebieten, die keine Symptome aufweisen, hat die Kassenärztliche Vereinigung gesondert in einem PDF zusammengestellt (786 KB, nicht barrierefrei).

Berliner Testzentren

Testmöglichkeiten in den Berliner Testzentren für Einreisende aus Risikogebieten, die keine Symptome zeigen sowie bei Abklärung bei Verdachtsfällen

Quarantänepflichten

Wer über den Luft-, Land- oder Seeweg nach einem Aufenthalt in einem der genannten Gebiete in das Land Berlin einreist, muss sich unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in die eigene Wohnung bzw. Haus oder eine andere geeignete Unterkunft begeben und sich dort für einen Zeitraum von zehn Tagen nach der Einreise ständig aufhalten. Einreisende aus Virusvarianten-Gebieten sind dazu verpflichtet, sich für 14 Tage in häusliche Quarantäne zu begeben. Dies gilt auch für Menschen, die zunächst über ein anderes Bundesland in die Bundesrepublik eingereist sind. Während der Quarantäne ist jeder Kontakt mit Personen, die nicht dem eigenen Haushalt angehören, verboten.

Ausnahmen

Ausnahmen von der Quarantäne sind über ein gestuftes System definiert. In der Regel müssen Personen, die von der Melde- oder Testplicht ausgenommen sind, ebenfalls nicht in Quarantäne. Weiterhin ausgenommen sind Personen, die sich aufgrund ihrer Tätigkeit oder anderer Rechtspositionen privilegiert “freitesten” lassen können (u.a. medizinisches Personal, Personen mit zeitlich unbegrenztem Aufenthalt in Berlin, beispielsweise für Besuche bei Verwandten, Beistand und Pflege schutz- und bedürftiger Personen). Diese Personengruppe kann sich unmittelbar vor oder unmittelbar nach Einreise in die Bundesrepublik Deutschland “freitesten” lassen. Für Einreisende aus Virusvarianten-Gebieten gelten verschärfte Regelungen: Ausnahmen von der Quarantänepflicht können ausschließlich vom zuständigen Gesundheitsamt erteilt werden.

Die genaue Auflistung aller Ausnahmefälle von der Quarantäne finden Sie in der SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung

Darüber hinaus können nach der SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung Befreiungen von der Pflicht zur Reisequarantäne nach einer einzelfallbezogenen Prüfung durch die jeweils zuständigen Gesundheitsämter erteilt werden. Für alle genannten Ausnahmen gilt: Bei Auftreten typischer Covid-19-Symptome muss das zuständige Gesundheitsamt informiert werden – auch die Test- und Quarantänepflichten greifen in diesem Fall wieder. Die Pflicht sich beim zuständigen Gesundheitsamt zu melden, gilt bei Einreise aus einem Virusvarianten-Gebiet immer.

Verkürzung der Quarantänepflicht

Die Quarantäne kann frühestens fünf Tage nach der Einreise aus einem Risiko- oder Hochinzidenzgebiet beendet werden. Einreisende aus Virusvarianten-Gebieten sind von dieser Regelung ausgeschlossen. Voraussetzung für die Verkürzung der häuslichen Quarantäne ist, dass die betroffene Person einen weiteren negativen Test auf das Coronavirus vorweist, welcher frühestens am fünften Tag nach der Einreise durchgeführt wurde. Das Testergebnis bzw. ärztliche Zeugnis muss in deutscher, englischer oder französischer Sprache verfasst und in schriftlicher oder elektronischer Form vorliegen. Das Dokument ist für mindestens zehn Tage nach der Einreise aufzubewahren und auf Verlangen der zuständigen Behörde unverzüglich vorzulegen.

Sofern nach der negativen Testung innerhalb von zehn Tagen nach der Einreise typische Covid-19-Symptome auftreten, sind Betroffene zu einem erneuten Test verpflichtet.

Die Bestimmungen zur Quarantäne gehen auf Teil 3 der SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung zurück.

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Bild: ligorosi - Depositphotos