Einreisen: Häusliche Quarantäne, Melde- und Testpflichten

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Für Einreisende, die sich innerhalb der letzten zehn Tage vor ihrer Einreise in einem ausländischen Risikogebiet aufgehalten haben, das zum Zeitpunkt der Einreise als solches eingestuft ist, gelten Quarantäne-, Test- und Meldepflichten. Darüber hinaus gilt für alle Personen, die aus dem Ausland einreisen, eine grundsätzliche Testpflicht. Als Risikogebiete gelten Staaten oder Regionen außerhalb der Bundesrepublik Deutschland, für welche zum Zeitpunkt der Einreise ein erhöhtes Infektionsrisiko mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht. Dabei wird zwischen zwei Arten von Risikogebieten unterschieden:

  • Hochrisikogebiete: Gebiete, die eine erhöhte Inzidenz aufweisen oder bei welchen anderweitige Anhaltspunkte vorliegen, welche auf ein erhöhtes Ansteckungsrisiko deuten.
  • Virusvarianten-Gebiete: Gebiete, in welchen besorgniserregende SARS-CoV-2-Mutationen verbreitet auftreten, welche noch nicht flächig in der Bundesrepublik vorhanden sind.

Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt durch gemeinsame Entscheidungen des Bundesministeriums für Gesundheit, des Auswärtigen Amtes und des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat und wird durch das Robert Koch-Institut laufend aktualisiert und veröffentlicht.

Melde- und Testpflichten

Digitale Einreiseanmeldung

Einreisende aus allen ausländischen Risikogebieten sind bundesweit dazu verpflichtet, ihre Einreise vorab digital anzumelden. Diese Meldung hat über das vom Robert Koch-Institut eingerichtete Einreiseportal unter der Webadresse einreiseanmeldung.de zu erfolgen. Dort werden folgende Daten abgefragt:

  • Identität einschließlich Geburtsdatum
  • Staatsangehörigkeit
  • Aufenthaltsort vor der Einreise
  • Kontaktdaten einschließlich Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Anschrift des Wohnsitzes oder der voraussichtlichen Aufenthaltsorte in Berlin während der zehn Tagen, die auf die Einreise folgen
  • Genutzte Reisemittel zur Einreise

Darüber hinaus können auf dem Einreiseportal Nachweise hinterlegt werden – etwa Impf-, Genesenen- oder Testnachweise. Die Informationen werden anschließend automatisch an das zuständige Gesundheitsamt weitergeleitet.

Nach erfolgreicher digitaler Anmeldung erhalten Einreisende eine Bestätigung, welche auf Verlangen dem Beförderer und den zuständigen Behörden vorzulegen ist. Sofern eine digitale Anmeldung der Einreise aus technischen Gründen nicht möglich ist, müssen Einreisende eine schriftliche Ersatzmitteilung mit sich führen, auf welcher die oben genannten Punkte gelistet sind. Auch die Ersatzmitteilung muss dem jeweilige Beförderer oder der zuständigen Behörde vorgelegt werden.

Testpflicht für alle Einreisende

Es gilt bundesweit eine Testpflicht für alle Personen, welche in die Bundesrepublik einreisen, unabhängig aus welchen Gebieten die Einreise erfolgt. Der Test muss den Kriterien des Robert-Koch-Instituts entsprechen. Die Testung muss aktuell sein, es gelten folgende Kriterien:

  • In-vitro-Tests (PoC-Schnelltests): Der Test darf nicht älter als 48 Stunden sein, bei Einreisen aus Virusvarianten-Gebieten nicht älter als 24 Stunden.
  • Tests mittels Nukleinsäurenachweis (PCR-Tests): Die Testung darf maximal 72 Stunden zurückliegen.

Personen, die als vollständig geimpft oder genesen gelten, können alternativ entsprechende Nachweise hinterlegen. Allerdings gilt die Testpflicht für alle Einreisenden aus Virusvarianten-Gebieten – auch für Geimpfte und Genesene.

Das Testergebnis muss für mindestens zehn Tage nach der Einreise aufbewahrt und der zuständigen Behörde auf Verlangen ausgehändigt werden. Einreisende aus Risikogebieten sind dazu verpflichtet, das negative Testergebnis in dem Einreiseportal zu hinterlegen. Geimpfte und Genesene können ggf. alternativ entsprechende Nachweise hinterlegen.

Ausnahmen

  • Die Meldepflicht gilt für Einreisende aus Virusvarianten-Gebieten immer. Personen, die aus einem anders gearteten Risikogebiet einreisen, müssen der Meldepflicht nicht nachkommen, wenn sie beispielsweise ohne Aufenthalt lediglich durch das Risikogebiet durchgereist sind oder sie nur zur Durchreise in das Land Berlin einreisen.
  • Die Testpflicht gilt grundsätzlich nicht für Kinder unter zwölf Jahren. Weitere Ausnahmen hängen von der Art des Risikogebietes ab, in dem sich Personen innerhalb der letzten 10 Tage aufgehalten haben. Personen, die vollständig geimpft sind oder nach einer Covid19-Erkrankung als genesen gelten, müssen zur Einreise aus Hochrisikogebieten keinen Test vorlegen. Für Einreisende mit typischen Symptomen oder aus Virusvarianten-Gebieten bestehen grundsätzlich keine Ausnahmen von der Testpflicht.

Alle Ausnahmen von Test- und Meldepflichten finden Sie in der Einreiseverordnung des Bundesgesundheitsministeriums.

Quarantänepflichten

Wer über den Luft-, Land- oder Seeweg nach einem Aufenthalt in einem der genannten Risikogebiete in das Land Berlin einreist, muss sich unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in die eigene Wohnung bzw. Haus oder eine andere geeignete Unterkunft begeben und sich dort für einen Zeitraum von zehn Tagen nach der Einreise ständig aufhalten. Bei Kindern unter zwölf Jahren endet die Quarantänepflicht bereits nach fünf Tagen. Einreisende aus Virusvarianten-Gebieten sind dazu verpflichtet, sich für 14 Tage in häusliche Quarantäne zu begeben. Dies gilt auch für Menschen, die zunächst über ein anderes Bundesland in die Bundesrepublik eingereist sind. Während der Quarantäne ist jeder Kontakt mit Personen, die nicht dem eigenen Haushalt angehören, verboten. Die Quarantänepflichten gelten bis zum 15. Januar 2022.

Ausnahmen

Symptomlose Personen, die vollständig geimpft sind oder nach einer Covid-19-Infektion als genesen gelten, müssen nach einer Einreise aus einem Hochrisikogebiet nicht in Quarantäne, sofern sie im Einreiseportal entsprechende Nachweise hinterlegen. Wird ein Risikogebiet während der Quarantänezeit entlistet, also nicht mehr als Risikogebiet eingestuft, endet die Quarantänepflicht unmittelbar.

Ausnahmen von der Quarantänepflicht gelten bei Einreisen aus Virusvarianten-Gebieten nur für vollständig geimpfte Personen, die mit einem gegen die jeweilige Virusvariante hinreichend wirksamen Impfstoff immunisiert wurden. Entsprechende Informationen werden vom Robert Koch-Institut veröffentlicht.

Weitere Ausnahmen von der Quarantäne sind über ein gestuftes System definiert. Für Einreisende aus Virusvarianten-Gebieten gelten verschärfte Regelungen.

Die genaue Auflistung aller Ausnahmefälle von der Quarantäne finden Sie in der Corona-Einreiseverordnung des Bundes unter § 6.

Für alle genannten Ausnahmen gilt: Bei Auftreten typischer Covid-19-Symptome muss das zuständige Gesundheitsamt informiert werden – auch die Test- und Quarantänepflichten greifen in diesem Fall wieder. Die Pflicht sich beim zuständigen Gesundheitsamt zu melden, gilt bei Einreise aus einem Virusvarianten-Gebiet immer.

Verkürzung der Quarantänepflicht

Nach Einreise aus einem Hochrisikogebiet kann die Quarantäne frühestens nach fünf Tagen beendet werden. Einreisende aus Virusvarianten-Gebieten sind von dieser Regelung ausgeschlossen. Voraussetzung für die Verkürzung der häuslichen Quarantäne ist, dass die betroffene Person einen weiteren negativen Test auf das Coronavirus vorweist, welcher frühestens am fünften Tag nach der Einreise durchgeführt wurde. Das Testergebnis bzw. ärztliche Zeugnis muss in deutscher, englischer oder französischer Sprache verfasst und in schriftlicher oder elektronischer Form vorliegen. Das Dokument ist für mindestens zehn Tage nach der Einreise aufzubewahren und auf Verlangen der zuständigen Behörde unverzüglich vorzulegen.

Wird nach Einreise aus einem Virusvariantengebiet das entsprechende Gebiet zu einem Hochrisikogebiet herabgestuft, gelten ab Einstufung die jeweiligen Regelungen zur Verkürzung bzw. Ausnahmen von Quarantänepflichten.

Sofern nach der negativen Testung innerhalb von zehn Tagen nach der Einreise typische Covid-19-Symptome auftreten, sind Betroffene zu einem erneuten Test verpflichtet.

Diese Regelungen gehen auf die Corona-Einreiseverordnung des Bundes zurück.

Einreisen aus Virusvarianten-Gebieten

Personen, die sich innerhalb der letzten zehn Tage vor ihrer Einreise in Deutschland in einem Virusvarianten-Gebiet aufgehalten haben, dürfen nicht per Flugzeug, Bahn, Bus oder Schiff in die Bundesrepublik befördert werden. Ausnahmen gelten für deutsche Staatsbürger, Personen, die ihren Wohnsitz und ein Aufenthaltsrecht in Deutschland haben sowie für dringend notwendige Beförderungen – etwa Ambulanztransporte oder Beförderungen aus humanitären Gründen. Wer aus einem Virusvarianten-Gebiet einreist, muss:
  • die Einreise vorab anmelden,
  • einen negativen Corona-Test vorweisen, welche den Kriterien des Robert-Koch-Instituts entspricht und nicht älter als 24 Stunden (PCR-Test: 72 Stunden) ist. Ein nachträglicher Test unmittelbar nach der Einreise ist für Einreisende aus Virusvarianten-Gebiete nicht gestattet.
  • sich unverzüglich für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben. Eine vorzeitige Beendigung der Quarantänepflicht ist nur möglich, wenn das Virusvarianten-Gebiet während der 14 Tage zu einem Hochrisikogebiet herabgestuft oder komplett entlistet wurde. In diesem Fall gelten ab Herabstufung die jeweiligen Regelungen zur Beendigung der Quarantäne.

Ausführliche Informationen zu Einreisen finden Sie auf den Seiten des Bundesgesundheitsministeriums.

Diese Bestimmungen gehen auf die Coronavirus-Einreiseverordnung zurück.

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