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Arbeit: Homeoffice, Testangebot und Infektionsschutz am Arbeitsplatz

10.07.2021

Homeoffice neu 2:1
Bild: dpa

Die Kontaktminimierung ist der stärkste Hebel zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Im Arbeitsalltag lassen sich jedoch viele Kontakte nicht vermeiden – sei es auf dem Weg zur Arbeitsstätte mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder am Arbeitsplatz selbst. Aus diesem Grund sind bestimmte Richtlinien am Arbeitsplatz einzuhalten.

Mobiles Arbeiten und Homeoffice

Seit 01. Juli 2021 besteht keine Homeoffice-Pflicht mehr. Dennoch sind Arbeitgeber:innen dazu aufgerufen, ihren Mitarbeiter:innen im Zuge der Pandemiebekämpfung zu ermöglichen, von zuhause aus zu arbeiten. Jede:r Angestellte ist dazu aufgerufen, wenn möglich von zuhause zu arbeiten und die Präsenzzeiten im Unternehmen auf das notwendige Minimum zu reduzieren.

Infektionsschutz: Verpflichtendes Testangebot, Kontaktreduzierung und medizinische Masken

Um Infektionsketten zu verhindern, sollten Präsenzveranstaltungen wie Meetings reduziert werden. Auch die gleichzeitige Nutzung von Räumlichkeiten durch mehrere Personen ist nach Möglichkeit zu vermeiden. Hierzu können Unternehmen beispielsweise flexible Arbeitszeiten einführen. Auf diesem Weg reduziert sich ebenfalls die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel in Stoßzeiten.

Mitarbeiter:innen und Besucher:innen müssen in Büro- und Verwaltungsgebäuden eine medizinische Gesichtsmaske tragen, wenn sie sich nicht an ihrem festen Platz aufhalten oder sie den Mindestabstand von 1,5 Metern nicht einhalten können.

Testangebot und Testpflicht

Unternehmen sind dazu verpflichtet, allen Mitarbeiter:innen, die am Arbeitsplatz präsent sind, zweimal pro Woche ein kostenloses Testangebot mittels Point-of-Care (PoC) Antigen-Tests zu unterbreiten. Dabei kann es sich auch um sogenannte Selbsttests handeln. Ein Verweis auf die kostenlosen Testmöglichkeiten der Stadt Berlin ist zur Erfüllung dieser Pflicht nicht zulässig. Mitarbeiter:innen mit körperlichem Kund:innenkontakt sind dazu verpflichtet, das Angebot ihres Arbeitgebenden wahrzunehmen. Entsprechende Nachweise zu den Testergebnissen müssen von Unternehmen auf Wunsch ausgestellt werden und sind vier Wochen lang aufzubewahren. Sofern Selbsttests eingesetzt werden, müssen diese vor Ort unter Beaufsichtigung durchgeführt werden. Der Nachweis darf nur bei korrekter Durchführung erteilt werden.

Selbstständige mit körperlichen Kund:innenkontakt sind ebenfalls dazu verpflichtet, sich mindestens zweimal pro Woche einem PoC-Test zu unterziehen. Hierzu kann das kostenlose Testangebot der Stadt Berlin genutzt werden.

Arbeitnehmer:innen und Selbstständige sind von der Pflicht befreit, sich regelmäßig testen zu lassen, wenn sie

  • vollständig geimpft sind und die finale Impfung mindestens 14 Tage zurückliegt, oder
  • nach einer Infektion mit dem Coronavirus, die maximal sechs Monate und mindestens 28 Tage zurückliegt, genesen sind, oder
  • nach einer Infektion mit dem Coronavirus, die mehr als sechs Monate zurückliegt, mindestens eine Impfung gegen das SARS-CoV-Virus erhalten haben.

Kontakt für Unternehmen und Beschäftigte

Bei Fragen zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit wenden sich Arbeitgeber und Betriebe an den für sie zuständigen Unfallversicherungsträger (Berufsgenossenschaft bzw. Unfallkasse). Dort gibt es fachspezifische Beratung zum Arbeitsschutz und zum Infektionsschutz bei der Arbeit sowie Informationen und Unterstützung im Einzelfall.

Beschwerden von Beschäftigten über Verstöße gegen den Arbeitsschutz am Arbeitsplatz nimmt das Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit Berlin unter post@lagetsi.berlin.de entgegen.

Erkranken Beschäftigte am Arbeitsplatz an COVID-19, handelt es sich unter bestimmten Voraussetzungen um eine Berufskrankheit oder einen Arbeitsunfall. Die Erkrankung ist bei der gesetzlichen Unfallversicherung zu melden. Die Berliner Beratungsstelle Berufskrankheiten unterstützt Sie im Verfahren kostenlos und vertraulich. Wir klären mit Ihnen, ob ein kausaler Zusammenhang zwischen Tätigkeit und Erkrankung besteht.
Kontaktmöglichkeiten per Telefon: 030 9028-2636, E-Mail: beratungsstelle.bkv@senisas.berlin.de oder unter berufskrankheiten.berlin.de

Diese Regelungen gehen auf die bundesweite SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung und die SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung zurück

Weitere Maßnahmen

Abstands- und Hygieneregeln

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24.07.2021
Während der Corona-Pandemie gelten für Bürger:innen und Unternehmen grundsätzliche Pflichten zur Verringerung der Infektionsrate durch das Coronavirus. Weitere Informationen

Dritte SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung

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Einreisen: Häusliche Quarantäne, Melde- und Testpflichten

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30.07.2021
Für Einreisende, die sich innerhalb der letzten zehn Tage vor ihrer Einreise in einem ausländischen Risikogebiet aufgehalten haben, gelten Quarantäne-, Test- und Meldepflichten. Weitere Informationen

Einzelhandel und Dienstleistungen

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24.07.2021
Einzelhandelsgeschäfte und Dienstleistungsbetriebe müssen strengen Hygienerichtlinien befolgen, um Kund:innen zu empfangen und bedienen zu können. Weitere Informationen

Gastronomie: Restaurants, Cafés, Bars und Kneipen

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10.07.2021
Gaststätten dürfen unter Einhaltung strenger Hygienevorgaben für den Publikumsverkehr öffnen. Weitere Informationen

Hotels und touristische Angebote

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24.07.2021
Hotels dürfen öffnen. Ausflugsfahrten, Stadtführungen und ähnliche touristische Angebote dürfen unter Einhaltung umfangreicher Hygienerichtlinien stattfinden. Weitere Informationen

Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen

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17.07.2021
Kranke und ältere Menschen unterliegen einem besonderen Risiko, bei einer Ansteckung mit dem Coronavirus eine schweren Krankheitsverlauf zu erleiden. Die Besuchsrechte in Kliniken und Krankenhäusern sind daher deutlich eingeschränkt. Weitere Informationen

Quarantäne-Regelungen der Bezirke

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Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, Kontakt zu nachweislich Infizierten hatten oder typische Covid-19-Symptome zeigen, müssen sich in Selbstisolation bzw. Quarantäne begeben. Weitere Informationen

Schulen und Kitas

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03.07.2021
Nach den Sommerferien kehren die Berliner Schulen vorbehaltlich des Infektionsgeschehens in den Präsenzbetrieb mit Präsenzpflicht zurück. Die Berliner Kitas befinden sich im Regelbetrieb. Weitere Informationen

Sport und Freizeit: Schwimmbäder, Sportanlagen, Fitness-Studios und Zoos

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10.07.2021
Der Sportbetrieb ist eingeschränkt möglich. Zur Kontaktnachverfolgung und Eindämmung des Infektionsgeschehens gelten je nach Anlass Test- und Terminpflichten sowie Personenobergrenzen. Weitere Informationen

Veranstaltungen, Versammlungen und Kulturleben

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10.07.2021
In Menschenansammlungen ist das Risiko einer Ansteckung hoch. Daher gelten für öffentliche und private Veranstaltungen sowie für Versammlungen derzeit besondere Regelungen zum Infektionsschutz. Weitere Informationen