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Arbeit: Homeoffice, Arbeitszeiten und Infektionsschutz am Arbeitsplatz

01.04.2021

Homeoffice 2:1
Bild: dpa

Die Kontaktminimierung ist der stärkste Hebel zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Im Arbeitsalltag lassen sich jedoch viele Kontakte nicht vermeiden – sei es auf dem Weg zur Arbeitsstätte mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder am Arbeitsplatz selbst. Aus diesem Grund sind bestimmte Richtlinien am Arbeitsplatz einzuhalten.

Mobiles Arbeiten und Homeoffice

Büroangestellte und Arbeitnehmer:innen, die ähnliche Tätigkeiten ausüben, müssen von zuhause arbeiten dürfen, sofern keine zwingenden betriebsbedingten Gründe dagegensprechen. Arbeitgeber:innen sind dazu verpflichtet, Homeoffice oder mobiles Arbeiten zu ermöglichen. Darüber hinaus dürfen Büroarbeitsplätze zu maximal 50 Prozent besetzt werden. Arbeitgeber:innen sind dazu verpflichtet, die Einhaltung dieser Vorgabe durchzusetzen – etwa durch Homeoffice-Angebote oder andere organisatorische Maßnahmen wie Schicht- und Wechseldienst. Sofern die zeitgleiche Präsenz von mehr als 50 Prozent der Mitarbeiter:innen zwingend notwendig ist – etwa zur Entgegennahme von Notrufen – kann von dieser Regelung abgewichen werden. Jede:r Angestellte ist dringend dazu aufgerufen, wenn möglich von zuhause zu arbeiten und die Präsenzzeiten im Unternehmen auf das notwendige Minimum zu reduzieren.

Infektionsschutz: Verpflichtendes Testangebot, Kontaktreduzierung und medizinische Masken

Um Infektionsketten zu verhindern, müssen Präsenzveranstaltungen wie Meetings auf das absolut notwendige Minimum reduziert werden. Auch die gleichzeitige Nutzung von Räumlichkeiten durch mehrere Personen muss nach Möglichkeit vermieden werden. Hierzu können Unternehmen beispielsweise flexible Arbeitszeiten einführen. Auf diesem Weg reduziert sich ebenfalls die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel in Stoßzeiten.

Sofern der Mindestabstand von 1,5 Metern oder bei der Raumbelegung der Richtwert von 10 Quadratmeter Fläche pro Mitarbeiter:in nicht eingehalten wird, müssen Angestellte eine medizinische Gesichtsmaske (OP-Masken, FFP2-Maske ohne Ventil, KN95-Masken ohne Ventil oder vergleichbare Masken) tragen. Selbiges gilt bei Wegen innerhalb von Gebäuden vom und zum Arbeitsplatz sowie in Fahrstühlen. Am Arbeitsplatz kann die Maske abgenommen werden, sofern der Mindestabstand eingehalten wird. Während der Ausübung von Tätigkeiten mit erhöhtem Aerosolausstoß müssen alle beteiligten Arbeitnehmer:innen zwingend eine FFP2-Maske ohne Ventil oder vergleichbare Atemschutzmaske tragen, einfache OP-Masken reichen in diesem Fall nicht aus. Arbeitgeber:innen müssen entsprechende Atemschutzmasken zur Verfügung stellen.

Testangebot und Testpflicht

Unternehmen sind dazu verpflichtet, allen Mitarbeiter:innen, die am Arbeitsplatz präsent sind, zweimal pro Woche ein kostenloses Testangebot mittels Point-of-Care (PoC) Antigen-Tests zu unterbreiten. Dabei kann es sich auch um sogenannte Selbsttests handeln. Mitarbeiter:innen mit direkten Kund:innenkontakt sind dazu verpflichtet, dieses Angebot wahrzunehmen. Entsprechende Nachweise zu den Testergebnissen müssen vom Arbeitgeber auf Wunsch ausgestellt werden und sind vier Wochen lang aufzubewahren. Sofern Selbsttests eingesetzt werden, müssen diese vor Ort unter Beaufsichtigung durchgeführt werden. Der Nachweis darf nur bei korrekter Durchführung erteilt werden.

Selbstständige mit direktem Kund:innenkontakt sind ebenfalls dazu verpflichtet, sich mindestens einmal pro Woche einem PoC-Test zu unterziehen. Hierzu kann das kostenlose Testangebot der Stadt Berlin genutzt werden.

Kontakt für Unternehmen und Angestellte

Unternehmen und Angestellte mit Fragen zur Homeoffice-Regelung und zum Infektionsschutz am Arbeitsplatz können sich an die Hotline des Landesamts für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit wenden: 030 902545-250 (Mo-Fr 9-14 Uhr). Ein E-Mail-Postfach wurde ebenfalls eingerichtet.

Diese Regelungen gehen auf die bundesweite SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung und Teil I der SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung zurück.

Weitere Maßnahmen

Abstands- und Hygieneregeln

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06.04.2021
Während der Corona-Pandemie gelten für Bürger:innen und Unternehmen grundsätzliche Pflichten zur Verringerung der Infektionsrate durch das Coronavirus. Weitere Informationen

Einreisen: Häusliche Quarantäne, Melde- und Testpflichten

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31.03.2021
Für Einreisende, die sich innerhalb der letzten zehn Tage vor ihrer Einreise in einem ausländischen Risikogebiet aufgehalten haben, gelten Quarantäne-, Test- und Meldepflichten. Weitere Informationen

Einzelhandel und Dienstleistungen

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31.03.2021
Mit Ausnahme der Stellen der Grundversorgung wie Supermärkte, Drogerien und Tankstellen müssen Einzelhandelsgeschäfte und Dienstleistungsbetriebe strengen Hygienerichtlinien folgen, um Kund:innen zu empfangen und bedienen zu können. Weitere Informationen

Gastronomie: Restaurants, Cafés, Bars und Kneipen

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28.03.2021
Gaststätten dürfen nicht für den Publikumsverkehr öffnen. Das Anbieten von Speisen und Getränken zur Abholung und zur Lieferung bleibt jedoch gestattet. Weitere Informationen

Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen

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30.03.2021
Kranke und ältere Menschen unterliegen einem besonderen Risiko, bei einer Ansteckung mit dem Coronavirus eine schweren Krankheitsverlauf zu erleiden. Die Besuchsrechte in Kliniken und Krankenhäusern sind daher deutlich eingeschränkt. Weitere Informationen

Quarantäne-Regelungen der Bezirke

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Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, Kontakt zu nachweislich Infizierten hatten oder typische Covid-19-Symptome zeigen, müssen sich in Selbstisolation bzw. Quarantäne begeben. Weitere Informationen

Schulen und Kitas

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09.04.2021
Der Präsenzunterricht in Schulen findet nur eingeschränkt statt. Die Präsenzpflicht ist ausgesetzt. Die Berliner Kitas und Kindertagespflegestellen kehren am 8. April in den Notbetrieb zurück. Weitere Informationen

Sport und Freizeit: Schwimmbäder, Sportanlagen, Zoos und Spielplätze

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02.04.2021
Der Sportbetrieb ist nur eingeschränkt möglich. Fitnessstudios, Tanzstudios und ähnliche Einrichtungen müssen vorerst geschlossen bleiben. Weitere Informationen

Veranstaltungen, Versammlungen und Kulturleben

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06.04.2021
In Menschenansammlungen ist das Risiko einer Ansteckung hoch. Daher dürfen öffentliche und private Veranstaltungen und Versammlungen vorerst nur in sehr begrenztem Maße stattfinden. Weitere Informationen

Zweite SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung

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