Abstands- und Hygieneregeln

18.09.2021

Abstand und Hygiene 2:1

Abstandsregeln

Bürger:innen müssen sich an einen Mindestabstand von 1,5 Meter zu anderen Personen, die nicht dem eigenen Haushalt angehören, halten. Dies gilt verstärkt für Personen, die typische Covid-19-Symptome aufweisen. Ausnahmen gelten für Ehe- und Lebenspartner:innen sowie für Kinder, für welche eine Sorge- oder Umgangsrecht besteht. Auch bei der Erbringung erlaubter körpernaher Dienstleistungen und in der Kindertagesförderung kann der Mindestabstand – sofern notwendig – unterschritten werden. Selbiges gilt im öffentlichen Nahverkehr.

Kontaktbegrenzungen im öffentlichen Raum

Im öffentlichen Raum im Freien gelten Kontaktbeschränkungen: Private Zusammenkünfte sind dort mit bis zu 100 Personen gestattet. Eigene Kinder bis 14 Jahren sowie Personen, die vollständig geimpft oder nach einer Infektion mit dem Coronavirus genesen sind, werden nicht mitgezählt. Für Zusammenkünfte in privaten Räumen gibt es keine Personenobergrenzen mehr.

Alle Bürger:innen sind weiterhin dazu angehalten, physische soziale Kontakte zu reduzieren, Gruppenbildungen zu vermeiden und auf Reisen zu verzichten.

Regelungen für geimpfte und genesene Personen

Für Menschen, die vollständig gegen das Coronavirus geimpft wurden oder nach einer Corona-Infektion genesen sind, gelten besondere Regelungen. Dies betrifft folgende Personengruppen:
  • geimpfte Personen, also asymptomatische Personen, die im Besitz eines auf sie ausgestellten Impfnachweises sind: Nachweis einer vollständigen Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2, wenn die zugrunde liegende Schutzimpfung mit einem oder mehreren vom Paul-Ehrlich-Institut genannten Impfstoffen erfolgt ist, und
    • entweder die Anzahl von Impfstoffdosen, die für eine vollständige Schutzimpfung erforderlich ist, besteht und seit der letzten erforderlichen Einzelimpfung mindestens 14 Tage vergangen sind oder
    • bei einer genesenen Person aus einer verabreichten Impfstoffdosis besteht, die vor mindestens 14 Tagen verabreicht wurde
  • genesene Personen, also asymptomatische Personen, die im Besitz eines auf sie ausgestellten Genesenennachweises sind: Nachweis einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2, wenn die zugrunde liegende Testung durch (PCR, PoC-PCR oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik) erfolgt ist und mindestens 28 Tage sowie maximal sechs Monate zurückliegt

Alle im Folgenden genannten Ausnahmeregelungen gelten nicht für Personen, die typische Covid-19-Symptome vorweisen (Husten, Fieber, Atemnot, Verlust des Geruchs- oder Geschmackssinns).

Geimpfte und genesene Personen sind weiterhin dazu verpflichtet, sich an alle anderen Schutzmaßnahmen wie Maskenpflicht und Abstandsgebot zu halten.

Ausnahmen von Kontaktbeschränkungen

Abweichend von den allgemein geltenden Kontaktbeschränkungen können genannte Personengruppen bei privaten Zusammenkünften die zulässige Personenanzahl überschreiten. Sofern sich ausschließlich genesene und geimpfte Personen treffen, gilt keine Personenobergrenze. Weiterhin werden genannten Personen bei privaten Treffen zur Ermittlung der Personenanzahl nicht mitgezählt.

Entbindung von der Vorgabe, negativ auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 getestet zu sein

Darüber hinaus können Geimpfte und Genesene nach Vorlage entsprechender Nachweise sämtliche Angebote wahrnehmen, welche an die Vorlage eines negativen Corona-Tests gebunden sind.

Abweichende Pflichten für Einreisende und Kontaktpersonen

Für genesene und geimpfte Menschen ohne Symptome entfällt die Pflicht, sich nach einer Einreise aus einem Risikogebiet oder nach direktem Kontakt mit einem bestätigten Corona-Fall in Quarantäne zu begeben. Die Verpflichtung zur Absonderung gilt weiterhin, wenn

Weiterhin können Geimpfte und Genesene anstelle des notwendigen, negativen Testergebnisses einen Impf- oder Genesenennachweis vorlegen. Diese Regelung gilt nicht für Einreisende aus Virusvariantengebieten.

2G oder 3G: Optionsmodell für Betriebe und Dienstleistungen

Veranstalter aus dem Kultur- und Sportbereich, Gastronomen, Dienstleistungsanbieter und andere Unternehmungen können mit dem 2G-Optionsmodell selbst entscheiden, ob sie den Zutritt zu Innenräumen Geimpften, Genesenen und Getesteten (3G) gestatten oder nur noch Geimpften und Genesenen (2G) den Einlass ermöglichen. Die 2G-Bedingung sieht vor:

  • Das Vorliegen des Impf- oder Genesenennachweis der Gäste und Kunden muss mit der Anwesenheitsdokumentation erfasst werden und auch das Personal muss geimpft oder genesen sein.
  • Die Maskenpflicht und die Pflicht zur Einhaltung des Mindestabstandes entfallen.
  • Großveranstaltungen mit einer Auslastung von 100% sind zulässig, wenn nicht mehr als 25.000 Personen zeitgleich anwesend sind.
  • Das 2G-Modell kann auch tagesweise oder für einen begrenzten Zeitraum gelten.
  • Kinder unter 12 Jahren dürfen an 2G-Veranstaltungen teilnehmen und 2G-Einrichtungen betreten und nutzen, wenn sie negativ getestet sind.

Grundsätzliche Versorgungsbereiche wie der Einzelhandel, Gottesdienste und Wahlen sind von der 2G-Option ausgenommen.

Medizinische Masken und FFP2-Masken

Laut Virologen kann das Tragen einer Gesichtsmaske die Verbreitung des Coronavirus verlangsamen, indem Maskenträger:innen andere Personen vor einer möglichen Infektion schützen. Besonders effektiv sind FFP2-Masken ohne Ventil, welche nicht nur Personen in der Nähe, sondern ebenfalls die Träger:innen selbst schützen können. Auch sogenannte OP-Masken bieten einen höheren Schutz als Alltagsmasken aus Stoff. Das Tragen eines solchen Schutzes entbindet jedoch keinesfalls vor dem allgemeinen Abstandsgebot.

Das Tragen einer FFP2-Maske ohne Ventil (oder vergleichbare Maske) ist verpflichtend:

  • In Bus, U-Bahn, S-Bahn, Tram und auf Fähren für Fahrgäste
  • In Fernbussen, Fern- und Regionalverkehrszügen für Fahrgäste
  • Auf Bahnhöfen, Flughäfen und Fährterminals für Fahrgäste
  • In Arztpraxen für Besucher:innen und Patient:innen
  • Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen für Besucher:innen und Patient:innen, die sich nicht auf ihrem Zimmer aufhalten oder Besuch empfangen
  • In Taxen, (Charter-)Bussen und sonstigen Fahrzeugen
  • Bei der Erbringung und Inanspruchnahme erlaubter körpernaher oder sexueller Dienstleistungen unter 3G-Bedingungen

Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 14 Jahren müssen in diesen Fällen einen medizinischen Gesichtsschutz tragen.

Das Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske (OP-Maske oder FFP2-Maske ohne Ventil) ist verpflichtend:

  • In Supermärkten und Geschäften
  • In Bus, U-Bahn, S-Bahn, Tram und auf Fähren für das Personal
  • In Fernbussen, Fern- und Regionalverkehrszügen für das Personal
  • Auf Bahnhöfen, Flughäfen und Fährterminals für das Personal
  • In Gewerbebetrieben
  • In Gaststätten inklusive der Außenbereiche, wenn im 3G-Modell geöffnet wird
  • Bei kulturellen Veranstaltungen Dienstleistungen unter 3G-Bedingungenfür Teilnehmer:innen, die sich nicht an ihrem Platz aufhalten. Sofern der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann und bei geschlossenen Räumen keine maschinelle Lüftung vorhanden ist, gilt die Maskenpflicht in geschlossenen Räumen auch am Sitzplatz.
  • In der beruflichen Bildung und allgemeinen Erwachsenenbildung in geschlossenen Räumen
  • In Büro- und Verwaltungsgebäuden, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann (nicht am festen Arbeitsplatz)
  • In Arztpraxen für das Personal
  • In Pflegeeinrichtungen für Bewohner:innen, die sich nicht in ihrem Zimmer oder bei Mahlzeiten an ihrem festen Sitzplatz aufhalten.
  • In Schulgebäuden. Auf dem Schulgelände darf die Maske im Freien abgelegt werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird.
  • Bei privaten Fahrten für Personen aus einem fremden Haushalt (ausgenommen die Fahrer:innen selbst)
  • Auf Märkten und in Warteschlangen
  • Bei Demonstrationen
  • In Indoor-Sportstätten (nicht während der Sportausübung), die im 3G-Modell öffnen

Weitere Informationen zum Infektionsschutz für Beschäftigte

Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist an allen Orten im öffentlichen Raum dringend empfohlen, an welchen der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.

Ausnahmen können greifen, sofern diese in dem Hygienerahmenkonzept der jeweils zuständigen Senatsverwaltung vorgesehen sind.

Die Masken müssen so getragen werden, dass Mund und Nase vollständig bedeckt sind und der Ausstoß von Aerosolen und Tröpfchen verhindert wird.

Die Maskenpflicht gilt nicht für Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr, für Personen, die aufgrund einer ärztlich bescheinigten gesundheitlichen Einschränkung keinen entsprechenden Schutz tragen können, für gehörlose und schwerhörige Menschen sowie für Personen, die durch eine anderweitige Vorrichtung den Ausstoß von Tröpfchenpartikeln und Aerosolen verhindern.

Alkoholverbot

Der Verzehr von Alkohol ist in öffentlichen Grünanlagen bis zum Ablauf des 15. Oktober 2021 verboten.

Testangebot, Test- und Quarantänepflichten

Jede Person hat die Möglichkeit, sich in Testzentren kostenlos testen zu lassen.

Arbeitnehmer:innen und Selbstständige mit körperlichem Kontakt zu Kund:innen sind dazu verpflichtet, sich zweimal pro Woche einem Point-of-Care (PoC) Antigen-Test zu unterziehen (Schnelltest oder Selbsttest). Angestellte erhalten ein entsprechendes kostenloses Testangebot von ihren Arbeitgeber:innen. Auch Mitarbeiter:innen ohne körperlichen Kund:innenkontakt müssen ein entsprechendes Angebot von ihrem Unternehmen erhalten. Selbstständige mit körperlichem Kund:innenkontakt sind ebenfalls dazu verpflichtet, zweimal wöchentlich einen PoC-Test zu machen.

Die Testpflicht gilt nicht für Arbeitnehmer:innen und Selbstständige mit körperlichem Kontakt zu Kund:innen, wenn sie

  • vollständig geimpft sind und die finale Impfung mindestens 14 Tage zurückliegt, * oder nach einer rezenten Infektion mit dem Coronavirus genesen sind. Als Nachweis dient hier ein positiver Corona-PCR-Test, welcher mindestens 28 Tage und höchstens sechs Monate alt ist, oder
  • nach einer Infektion mit dem Coronavirus, welche mehr als sechs Monate zurückliegt, genesen sind und mindestens eine Impfung gegen das SARS-CoV-2-Virus erhalten haben, die mindestens 14 Tage zurückliegt.

Quarantänepflicht nach positivem Testergebnis

Wer positiv auf das Coronavirus getestet wird, muss je nach Art der Testung Quarantäne- und weitergehenden Testpflichten nachkommen:
  • Bei einem positiven PoC-Schnelltest oder Selbsttest, welcher unter Aufsicht durchgeführt wurde (etwa des Arbeitgebers oder im Rahmen einer erweiterten Einlasskontrolle), müssen sich Betroffene unverzüglich einem PCR-Test unterziehen. Bis zur Vorlage des Testergebnisses gilt die Pflicht zur häuslichen Quarantäne.
  • Bei einem positiven PoC-Selbsttest, welcher nicht unter Aufsicht durchgeführt wurde, gilt zunächst nur die Pflicht, unverzüglich einen PCR-Test durchführen zu lassen. Auch wenn in diesem Fall keine Quarantänepflicht gilt, sollten sich Betroffene vorsorglich in häusliche Isolation begeben.
  • Bei einem positiven PCR-Test muss die häusliche Quarantäne für mindestens 14 Tage (für Schüler:innen: 5 Tage) in Absprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt eingehalten werden. Ein negativer Corona-Test ist für die Beendigung der Quarantäne erforderlich.

Währen der Quarantäne sind sämtliche Kontakte mit haushaltsfremden Personen verboten.

Wer die Quarantänepflichten nicht einhält oder nach einem positiven PoC-Test keinen PCR-Test vornehmen lässt, riskiert ein Bußgeld von mindestens 1000 Euro.

Diese Bestimmungen gehen auf die SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung und die COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung des Bundes zurück.

Weitere Maßnahmen

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Einreisen: Häusliche Quarantäne, Melde- und Testpflichten

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Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen

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Kontakterfassung

Quarantäne-Regelungen der Bezirke

Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, Kontakt zu nachweislich Infizierten hatten oder typische Covid-19-Symptome zeigen, müssen sich in Selbstisolation bzw. Quarantäne begeben. Quarantäne-Regelungen der Bezirke