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Abstands- und Hygieneregeln

17.04.2021

Abstand und Hygiene 2:1
Bild: dpa

Während der Corona-Pandemie gelten für Bürger:innen grundsätzliche Pflichten zur Verringerung der Infektionsrate durch das Coronavirus. Diese beinhalten unter anderen die Wahrung des Mindestabstandes zu haushaltsfremden Personen, das Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske oder eines Mund-Nasen-Schutzes in bestimmten Situationen sowie die Durchführung regelmäßiger Corona-Tests für einige Personengruppen.

Abstandsregeln

Bürger:innen müssen sich an einen Mindestabstand von 1,5 Meter zu anderen Personen, die nicht dem eigenen Haushalt angehören, halten. Dies gilt verstärkt für Personen, die typische Covid-19-Symptome aufweisen. Ausnahmen gelten für Ehe- und Lebenspartner:innen sowie für Kinder, für welche eine Sorge- oder Umgangsrecht besteht. Sofern eine Ausnahme vor der Mindestabstandsregel in einem Hygienerahmenkonzept der zuständigen Senatsverwaltung vorgesehen ist und zudem anderweitige Maßnahmen zur Vermeidung einer Infektion getroffen wurden, ist die Unterschreitung des Mindestabstandes zulässig. Auch bei der Erbringung erlaubter körpernaher Dienstleistungen und in der Kindertagesförderung kann der Mindestabstand – sofern notwendig – unterschritten werden. Selbiges gilt im öffentlichen Nahverkehr.

Kontaktbegrenzungen im öffentlichen und privaten Raum

Im öffentlichen Raum und privaten Raum gelten strenge Kontaktbeschränkungen. Die eigene Bleibe sollte nur aus wichtigen Gründen verlassen werden – etwa zum Einkaufen, zur sportlichen Betätigung oder zur Berufsausübung. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur allein, mit Angehörigen des eigenen und maximal eines weiteren Haushalts gestattet. Es dürfen jedoch nicht mehr als fünf Personen zeitgleich anwesend sein. Kinder bis 14 Jahren werden nicht mitgezählt. In der Zeit zwischen 21 Uhr bis 5 Uhr des Folgetages sind die Kontaktbeschränkungen deutlich verschärft. In dieser Zeit ist der Aufenthalt im Freien im öffentlichen Raum nur allein oder mit maximal einer weiteren Person gestattet.

Zusammenkünfte im privaten Raum sind nur mit Angehörigen des eigenen Haushalts und maximal einer haushaltsfremden Person gestattet. Darüber hinaus dürfen in der Zeit zwischen 21 Uhr und 5 Uhr keine Zusammenkünfte im Privaten mit haushaltsfremden Personen stattfinden. Ausnahmen gelten für Ehe- und Lebenspartner oder für Personen, für die ein Sorge- oder Umgangsrecht besteht. Eigene Kinder bis 14 Jahren werden jeweils nicht mitgezählt.

Ausnahmen von diesen Kontaktbeschränkungen gelten unter anderem in folgenden Fällen:

  • Für die Durchführung von pädagogisch begleiteten Außenaktivitäten von Schulen, Kitas oder im Rahmen privat organisierter Kinderbetreuung oder Jugendhilfe.
  • Für Vertreter:innen der Presse und Medien, sofern der Aufenthalt im öffentlichen Raum der Berichterstattung dient.
  • Bei der Benutzung des öffentlichen Personalverkehrs sowie in Fahrzeugen.
  • Bei der Ausübung beruflicher, mandatsbezogener oder ehrenamtlicher Tätigkeiten.
  • Für wohnungslose Menschen, sofern die zulässige Personenobergrenze von zehn Personen nicht überschritten wird.
  • Bei Beerdigungen und dazugehörigen Feierlichkeiten dürfen in Außenbereichen bis zu 50 Personen und in geschlossenen Räumen bis zu 20 Personen zusammenkommen. Die für die Durchführung der Beisetzung und der zugehörigen Feierlichkeiten erforderlichen Personen werden nicht mit einberechnet.

Weiterhin sind alle Berliner:innen dringend dazu angehalten, physische soziale Kontakte auf das absolut notwendige Minimum zu reduzieren, Gruppenbildungen zu vermeiden und auf Reisen zu verzichten.

Medizinische Masken und Mund-Nasen-Schutz

Laut Virologen kann das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes die Verbreitung des Coronavirus verlangsamen, indem Maskenträger:innen andere Personen vor einer möglichen Infektion schützen. Besonders effektiv sind FFP2-Masken ohne Ventil, welche nicht nur Personen in der Nähe, sondern ebenfalls die Träger:innen selbst schützen können. Auch sogenannte OP-Masken bieten einen höheren Schutz als Alltagsmasken aus Stoff. Das Tragen eines solchen Schutzes entbindet jedoch keinesfalls vor dem allgemeinen Abstandsgebot.

Das Tragen einer FFP2-Maske ohne Ventil (oder vergleichbare Maske) ist verpflichtend:

  • In Supermärkten und Geschäften für Kund:innen
  • In Bus, U-Bahn, S-Bahn, Tram und auf Fähren für Fahrgäste
  • In Fernbussen, Fern- und Regionalverkehrszügen für Fahrgäste
  • Auf Bahnhöfen, Flughäfen und Fährterminals für Fahrgäste
  • In kulturellen Einrichtungen für Besucher:innen
  • In Gewerbebetrieben für Kund:innen
  • In der beruflichen Bildung und allgemeinen Erwachsenenbildung
  • In Arztpraxen für Besucher:innen und Patient:innen
  • In Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen für Besucher:innen und Patient:innen, die Besuch empfangen
  • In Taxen, (Charter-)Bussen und sonstigen Fahrzeugen

Das Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske (OP-Maske, KN95-Maske ohne Ventil oder FFP2-Maske ohne Ventil) ist verpflichtend:

  • In Supermärkten und Geschäften für Mitarbeiter:innen
  • In Bus, U-Bahn, S-Bahn, Tram und auf Fähren für das Personal
  • In Fernbussen, Fern- und Regionalverkehrszügen für das Personal
  • Auf Bahnhöfen, Flughäfen und Fährterminals für das Personal
  • In Gewerbebetrieben für das Personal
  • In Gaststätten
  • In Indoor-Sportstätten (nicht während der Sportausübung)
  • In der beruflichen Bildung und allgemeinen Erwachsenenbildung
  • In Büro- und Verwaltungsgebäuden, wenn z.B. der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann (nicht am festen Arbeitsplatz)
  • In Arztpraxen für das Personal
  • In Schulgebäuden. Auf dem Schulgelände darf die Maske im Freien abgelegt werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird.
  • Bei privaten Fahrten für Personen aus einem fremden Haushalt (ausgenommen die Fahrer:innen selbst)
  • Bei Gottesdiensten und religiösen Veranstaltungen

Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 14 Jahren müssen in diesen Fällen einen medizinischen Gesichtsschutz tragen.

Weitere Informationen zum Infektionsschutz für Beschäftigte

Darüber hinaus ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (Alltagsmaske oder medizinische Gesichtsmaske) an folgenden Orten verpflichtend:

  • Auf Märkten und in Warteschlangen
  • In belebten Straßen – etwa der Bergmannstraße und dem Kurfürstendamm – sowie auf bestimmten belebten Plätzen von 06 bis 24 Uhr. Radfahrende sind ausgenommen. Zur Übersicht aller Orte mit Maskenpflicht.
  • Bei Demonstrationen

Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist an allen Orten im öffentlichen Raum dringend empfohlen, an welchen der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.

Ausnahmen können greifen, sofern diese in dem Hygienerahmenkonzept der jeweils zuständigen Senatsverwaltung vorgesehen sind.

Die Masken müssen so getragen werden, dass Mund und Nase vollständig bedeckt sind und der Ausstoß von Aerosolen und Tröpfchen verhindert wird. Weiterhin ist bei der Beschaffenheit des Materials von Alltagsmasken darauf zu achten, dass dieses die Ausbreitung von Tröpfchen und Aerosolen verhindern. Es wird dringend empfohlen, der Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung grundsätzlich durch das Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske zu erfüllen.

Die Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung gilt nicht für Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr, für Personen, die aufgrund einer ärztlich bescheinigten gesundheitlichen Einschränkung keinen entsprechenden Schutz tragen können, für gehörlose und schwerhörige Menschen sowie für Personen, die durch eine anderweitige Vorrichtung den Ausstoß von Tröpfchenpartikeln und Aerosolen verhindern.

Alkoholverbot

Der Verzehr von Alkohol ist in öffentlichen Grünanlagen und auf Parkplätzen bis zum Ablauf des 09. Mai 2021 verboten.

Testangebot, Test- und Quarantänepflichten

Alle Berliner:innen die Möglichkeit, sich in einem Testzentrum einmal wöchentlich kostenlos testen zu lassen.

Arbeitnehmer:innen und Selbstständige mit körperlichem Kontakt zu Kund:innen sind dazu verpflichtet, sich zweimal pro Woche einem Point-of-Care (PoC) Antigen-Test zu unterziehen (Schnelltest oder Selbsttest). Angestellte erhalten ein entsprechendes kostenloses Testangebot von ihren Arbeitgeber:innen. Auch Mitarbeiter:innen ohne körperlichen Kund:innenkontakt müssen ein entsprechendes Angebot von ihrem Unternehmen erhalten. Selbstständige mit körperlichem Kund:innenkontakt sind ebenfalls dazu verpflichtet, zweimal wöchentlich einen PoC-Test zu machen.

Quarantänepflicht nach positivem Testergebnis

Wer positiv auf das Coronavirus getestet wird, muss je nach Art der Testung Quarantäne- und weitergehenden Testpflichten nachkommen:
  • Bei einem positiven PoC-Schnelltest oder Selbsttest, welcher unter Aufsicht durchgeführt wurde (etwa des Arbeitgebers oder im Rahmen einer erweiterten Einlasskontrolle), müssen sich Betroffene unverzüglich einem PCR-Test unterziehen. Bis zur Vorlage des Testergebnisses gilt die Pflicht zur häuslichen Quarantäne.
  • Bei einem positiven PoC-Selbsttest, welcher nicht unter Aufsicht durchgeführt wurde, gilt zunächst nur die Pflicht, unverzüglich einen PCR-Test durchführen zu lassen. Auch wenn in diesem Fall keine Quarantänepflicht gilt, sollten sich Betroffene vorsorglich in häusliche Isolation begeben.
  • Bei einem positiven PCR-Test muss die häusliche Quarantäne für mindestens 14 Tage in Absprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt eingehalten werden. Ein negativer Corona-Test ist für die Beendigung der Quarantäne erforderlich.

Währen der Quarantäne sind sämtliche Kontakte mit haushaltsfremden Personen verboten.

Wer die Quarantänepflichten nicht einhält oder nach einem positiven PoC-Test keinen PCR-Test vornehmen lässt, riskiert ein Bußgeld von mindestens 1000 Euro.

Diese Bestimmungen gehen auf Teil 1 der SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung zurück.

Orte, Plätze und Straßen mit Maskenpflicht

Im öffentlichen Raum im Freien an Orten, an denen der Mindestabstand in der Regel nicht eingehalten werden kann, insbesondere in Einkaufsstraßen und anderen belebten Straßen und Plätzen, ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Darüber hinaus gilt in den folgenden Bereichen die Maskenpflicht. Bitte zoomen und bewegen, um alle betroffenen Bereiche zu sehen. Unterhalb der Karte finden Sie eine Auflistung der Bereiche.

Es folgt eine Kartendarstellung.zur Liste mit den enthaltenen Adressen unter der Karte springen

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Zu den Allgemeinverfügungen der Berliner Bezirke Weitere Informationen

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Quarantäne-Regelungen der Bezirke

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Zweite SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung

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