Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2: Voraussetzungen, Termine und Ablauf

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Schutzimpfungen sind die beste Möglichkeit, sich und andere vor Infektionskrankheiten zu schützen. Sie leisten zudem einen erheblichen Beitrag zur Eindämmung von Pandemien. Seit Dezember 2020 können sich Berliner:innen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 impfen lassen. Die Schutzimpfungen sind für die Bürger:innen unabhängig von ihrem Versicherungsstatus kostenlos. Es besteht keine Impfpflicht – die Impfung gegen das Coronavirus ist freiwillig.

Mit der Entwicklung und Zulassung verschiedener Impfstoffe gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 wurden zahlreiche irreführende und falsche Behauptungen zur Schutzimpfung in Umlauf gebracht. Der Faktencheck der Bundesregierung informiert und klärt auf

Anspruch und erforderliche Unterlagen

Jede Person, die in Deutschland in einer gesetzlichen oder privaten Krankenkasse versichert ist, ist impfberechtigt. Selbiges gilt für Personen, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort in Deutschland haben oder in der Bundesrepublik beschäftigt sind.

Folgende Dokumente müssen zur Impfung mitgebracht werden:

  • Identitätsnachweis
    • Personalausweis, Reisepass oder Aufenthaltstitel
    • Bei Impfung Minderjähriger ohne eigenen Personalausweis bringen Sie bitte ein amtliches Dokument mit, das die Identifizierung des Kindes ermöglicht (z.B. Geburtsurkunde, Meldebescheinigung oder Kinderausweis).
    • Die Impfzentren bieten auch denjenigen Personen Impfungen an, die bspw. keine Krankenversicherung oder keinen gültigen Aufenthaltstitel haben. Ein amtliches Ausweisdokument ist für eine Impfung nicht erforderlich, jedoch zwingende Voraussetzung für die Erstellung eines digitalen Impfnachweises.
  • Unterschriebenes Aufklärungsmerkblatt (auch vor Ort erhältlich)
  • Ausgefüllter Anamnesebogen (auch vor Ort erhältlich)
  • Unterschriebene Einverständniserklärung (auch vor Ort erhältlich)
  • Impfausweis (falls vorhanden)
  • Impfung Minderjähriger: Einverständniserklärung der gesetzlichen Vertreter. Kinder unter 16 Jahren müssen zudem von einem gesetzlichen Vertreter begleitet werden.

Weitere Informationen zu den Unterlagen werden auf dem Service-Portal Berlin zur Verfügung gestellt.

Impfungen mit und ohne Termin

An allen Berliner Impfzentren werden Spontanimpfungen zwischen 11 und 17 Uhr angeboten. Am Impfzentrum Messe besteht dieses Angebot für den Impfstoff Moderna erst ab 14 Uhr. Impfwillige können auch weiterhin online oder über die Hotline unter 030/9028-2200 einen Termin in einem der Berliner Impfzentren vereinbaren. Ein Termin in den Impfzentren ist zwischen 9 und 19 Uhr möglich.

Alternativ können sich impfberechtigte Personen an ihre Hausärzt:innen wenden. Dieser Weg wird Impfberechtigten empfohlen, bei welchen ein hohes oder sehr hohes Risiko eines schweren oder tödlichen Krankheitsverlaufes besteht.

Zusätzlich gibt es in der Stadt weitere Angebote zu Spontanimpfungen. Eine regelmäßig aktualisierte Übersicht aller Impforte stellt die Senatsverwaltung für Gesundheit zusammen.

Ablauf der Schutzimpfung in den Impfzentren

Am Impfzentrum wird kein Schnelltest auf das Coronavirus durchgeführt. Ggf. wird jedoch die Körpertemperatur gemessen. Personen mit erhöhter Temperatur dürfen das Impfzentrum nicht betreten. Begleitpersonen müssen grundsätzlich vor dem Gebäude warten. Dies gilt nicht für die Begleitpersonen minderjähriger Impflinge unter 16 Jahren.

Die Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 sieht je nach verwendetem Impfstoff eine oder zwei Impfungen vor. Die zweite Impfung erfolgt nach drei bis zwölf Wochen. Bei der Terminvergabe können beide Termine festgelegt werden. Ein Impftermin dauert in der Regel bis zu einer Stunde.

Vor der eigentlichen Impfung haben Impflinge die Gelegenheit, Nachfragen zu stellen. Anschließend wird der Impfstoff intramuskulär verabreicht – in der Regel mittels Spritze in den Oberarm.

Geimpfte sollten eine 15-minütige Nachbeobachtungszeit vor Ort einhalten. Hierfür steht ein separater Raum mit Sitzmöglichkeiten zur Verfügung.

Ablauf der Schutzimpfung in den Arztpraxen

Impfwillige, die sich lieber bei Hausärzt:innen oder Fachärzt:innen impfen lassen möchten, sprechen diese direkt an. Gegebenenfalls informieren die Ärzt:innen ihre Patient:innen auch proaktiv.

Die Kassenärztliche Vereinigung Berlin hat eine Liste von Praxen veröffentlicht, die Impfungen an Nicht-Bestandspatient:innen anbieten.

Auffrischungsimpfungen für vulnerable Gruppen

Für Personen, für die ein erhöhtes Risiko besteht, im Falle eine Corona-Erkrankung einen schweren Krankheitsverlauf zu erleiden, werden Auffrischungsimpfungen angeboten. Die kostenlose Auffrischungsimpfung kann in einem der Corona-Impfzentren oder bei den jeweiligen Hausärzt:innen durchgeführt werden. Mobile Impfteams bieten darüber hinaus den vulnerablen Gruppen in vollstationären Pflegeeinrichtungen, Pflege-Wohngemeinschaften, Seniorenwohnanlagen und Tagespflegen Auffrischungsimpfungen an.

Nach der Impfung: Einhaltung der Corona-Maßnahmen

Die allgemein geltenden Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus gelten bis zur vollständigen Immunisierung auch für geimpfte Personen. Sämtliche Verhaltensregeln – etwa das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes – und Beschränkungen – etwa die Quarantänepflicht nach der Einreise – sind zunächst weiterhin gültig. Ab dem 15. Tag nach der finalen Impfung gelten Betroffene als vollständig geimpft. Ab diesem Zeitpunkt entfallen einige Pflichten bzw. Einschränkungen

Leistungen nach Impfschäden

Wer durch eine nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) empfohlene, vorgeschriebene oder angeordnete Maßnahme der spezifischen Prophylaxe eine gesundheitliche Schädigung (Impfschaden) erleidet, kann einen Antrag auf Leistungen nach dem IfSG stellen. Leistungen nach Impfschäden