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Nach Sanierung: Wiedereröffnung der Gemeinschaftsunterkunft Soorstraße

Pressemitteilung vom 15.04.2021
Soor_Aussenansicht_Teaser
Bild: LAF

In der Soorstraße 83 in Charlottenburg-Wilmersdorf hat das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) nach umfangreichen Sanierungsarbeiten eine Unterkunft für Geflüchtete wiedereröffnet. Das technisch auf einen modernen Standard gebrachte Backsteingebäude aus der Gründerzeit (Baujahr 1896), in früheren Zeiten das Hauptzollamt, hat Platz für bis zu 160 Personen. Als Betreiber für die verkehrsgünstig gelegene Unterkunft im Westend wurde im Rahmen eines öffentlichen Vergabeverfahrens die Tamaja Gemeinschaftsunterkünfte GmbH ausgewählt, die in Berlin bereits mehrere Unterkünfte betreibt.

Seit dem Frühjahr 2019 stand das denkmalgeschützte Gebäude aufgrund der Sanierung nicht als Unterkunft zur Verfügung. Seitdem erfolgte eine Strangsanierung, es wurden Fenster ausgetauscht und die Sanitärbereiche erneuert. Die Böden wurden geschliffen und versiegelt, die Wohn- und Funktionsräume erhielten einen frischen Anstrich. Außerdem wurden Datenleitungen unter Putz verlegt, damit im Gebäude ein flächendeckender W-Lan-Empfang möglich ist.

Die Gemeinschaftsunterkunft verfügt über 101 Zimmer für 1-2 Personen. Ein Teil der Zimmer hat eine Verbindungstür und ist für Familien geeignet. Neben Gemeinschaftsküchen und gemeinschaftlich genutzten Sanitärbereichen gibt es Schulungs- und Beratungsräume, einen Waschmaschinenraum sowie einen Kinderspielplatz im Hof.

Alexander Straßmeir, Präsident LAF: „Schon vor der Sanierung wurde das Gebäude an der Soorstraße als Unterkunft für Geflüchtete genutzt. Die umfangreichen Sanierungsarbeiten in dem denkmalgeschützten Gebäude zeigen, mit welch hohem professionellem Niveau sich das LAF, gemeinsam mit bezirklichen und landesweiten Partnern, für gute Wohnmöglichkeiten für Geflüchtete einsetzt. Ich bin mir sicher, dass wir in Kooperation mit dem engagierten Ehrenamt und einem erfahrenen Betreiber den Weg zu einer gelungenen Integration der Geflüchteten bereiten.“

Reinhard Naumann, Bezirksbürgermeister Charlottenburg-Wilmersdorf: „Wie gut, dass die bereits seit Sommer 2013 bestehende und damit älteste Unterkunft für geflüchtete Menschen in Charlottenburg-Wilmersdorf nach erfolgreicher Sanierung wieder genutzt werden kann. Die „Soorstraße“ steht für den Beginn des herausragenden zivilgesellschaftlichen Engagements in unserem Bezirk, unter anderem für die Gründung von „Willkommen in Westend“. Die Unterkunft war die Initialzündung unserer gelebten Willkommenskultur im Bezirk! Ich freue mich, dass dieser Standort im Kiez und damit verbunden die so wichtigen ehrenamtlichen Strukturen durch das LAF erhalten werden konnten.“

Normalerweise veranstaltet das LAF in Unterkünften vor der Eröffnung einen Tag der offenen Tür für die Nachbarschaft und alle Interessierten. Das ist in der Pandemie-Situation leider nicht möglich. Deshalb gibt hier einen virtuellen Einblick ins Gebäude per Video, Fotos und Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) ist in Berlin für die Registrierung, Unterbringung und Versorgung von Geflüchteten zuständig. Derzeit leben in den knapp 80 Unterkünften des LAF in ganz Berlin mehr als 18.000 geflüchtete Menschen. Ziel der Arbeit der Flüchtlingsbehörde ist es, gemeinsam mit verschiedenen Senatsverwaltungen und den Bezirken eine deutliche Verbesserung der Wohnqualität für Geflüchtete zu gewährleisten und somit die Integration zu fördern.