Radfahrer von Lastwagen überrollt und getötet

Radfahrer von Lastwagen überrollt und getötet

Ein Fahrradfahrer ist in Berlin-Hohenschönhausen von einem Lastwagen überrollt und getötet worden.

Geisterrad zum Gedenken an Verkehrstoten

© dpa

Ein weißes Geisterrad erinnert an das Opfer eines tödlichen Fahrradunfalls.

Der Unfall ereignete sich am Montagmittag (18. Mai 2020) gegen 14.00 Uhr auf dem Radweg an der Rhinstraße Ecke Landsberger Allee, wie die Polizei mitteilte. Der Radfahrer, dessen Alter noch nicht mitgeteilt wurde, fuhr demnach Richtung Allee der Kosmonauten. Neben ihm war ein 49 Jahre alter Lastwagen-Fahrer in derselben Richtung unterwegs. Der Lkw bog rechts in die Landsberger Allee ab, erfasste dabei den Radfahrer und überrollte ihn, so die Polizei. Der Radfahrer starb noch am Unfallort. Der Verein Changing Cities, der sich für eine Verkehrswende einsetzt, rief für den späten Dienstagnachmittag (19. Mai 2020) zu einer Mahnwache an der Unfallstelle auf.

Immer wieder schwere Unfälle durch abbiegende Lastwagen

Immer wieder werden Fahrradfahrer von abbiegenden Lastwagen getötet oder schwer verletzt. In Berlin kamen in diesem Jahr schon mehrere Menschen auf diese Art ums Leben. Seit Inkrafttreten der neuen Straßenverkehrsordnung Ende April dürfen Lastwagen beim Rechtsabbiegen innerorts nur noch mit Schrittgeschwindigkeit fahren. Bis zum 14. Mai wurden in Berlin laut der Polizeistatistik 22 Menschen im Straßenverkehr getötet: sieben Fußgänger, sechs Radfahrer, fünf Motorrad- oder Rollerfahrer, zwei Autoinsassen und zwei sonstige Verkehrsteilnehmer.

Radfahrer bricht sich Genick im Volkspark Friedrichshain

Am Sonntag (17. Mai 2020) starb ein Radfahrer, als er im Volkspark Friedrichshain querfeldein von einem Berg hinunter fuhr, stürzte und sich das Genick brach. Ob er in der Statistik als Verkehrstoter gezählt wird, war noch unklar.

Weniger Verkehrstote durch Corona

Im ersten Quartal dieses Jahres, vom 1. Januar bis 31. März, starben 18 Menschen im Berliner Straßenverkehr. Danach gingen die Zahlen zurück, wohl auch, weil wegen der Corona-Krise deutlich weniger Fußgänger, Radfahrer und Autos auf den Straßen unterwegs waren. Im vergangenen Jahr kamen 40 Menschen durch Verkehrsunfälle ums Leben. Darunter stellten die Fußgänger die größte Gruppe (24).

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 19. Mai 2020 07:44 Uhr

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