Beratung und Förderung

Übereinander liegende Ein-Euro-Münzen. Im Hintergrund sieht man die Europaflagge.

Ob Inklusion oder gerechte Teilhabe, ob digitale Bildung oder Nachhaltigkeit – Erasmus+ Schule setzt Schwerpunkte für die schulische Bildung in Europa. Mehr Kinder und Jugendliche sollen von einer Förderung durch Erasmus+ profitieren. Wer die Weichen für „Green Erasmus“ und digitales Lernen stellt, unterstützt die Chancen der kommenden Generationen.

Erasmus+ und eTwinning in der allgemeinbildenden Schule

Ob Grundschule, Förderschule oder weiterführende Schule – Erasmus+ ist das Plus für Ihre Einrichtung.

Nutzen Sie die Fördermittel, die das Programm für die Zusammenarbeit von Schulen bereithält. Erasmus+ hilft Ihnen dabei, ein Bewusstsein für die gemeinsamen Werte der europäischen Gemeinschaft auch an Ihrer Schule zu fördern. Wenn Schulen ihr Kollegium an europäischen Fortbildungen teilnehmen lassen, Schüleraustausch ermöglichen und gemeinsam mit anderen Schulen in Europa an Themen arbeiten, die die Chancen von Schülerinnen und Schülern verbessern, stärkt das auch ihr Schulprofil.

Interessierten Schulen und Lehrkräften, die in die europäische Projektarbeit rund um das Erasmus+-Programm einschließlich eTwinning einsteigen oder diese weiterentwickeln möchten, stehen folgende Beratungsangebote und Ansprechpartner zur Verfügung:

Ansprechpartner/-innen zu europäischen Projekten für Schulen

Erasmus+ und eTwinning in der beruflichen Schule

Internationale Netzwerke in der Berufsbildung

Personen des Berufsbildungspersonals (BP) können Aufenthalte zum Lehren und Ausbilden im Ausland absolvieren. Sie haben die Möglichkeit selbständig Ihren Aufenthalt individuell zu planen und zu gestalten oder nehmen an einer Fortbildung des Landes Berlin teil. Personen in der Berufsausbildung (IVT) aus Berlin und von 25 europäischen Netzwerkpartnern (XarxaFP) werden in ein ISO-zertifiziertes Europa-Praktikum während und/oder nach Abschluss der Ausbildung vermittelt.

GoEurope – Teile der Ausbildung im europäischen Ausland machen

Auszubildende können mit GoEurope zwischen Betriebspraktikum, Projektarbeit, Sprachkurs und Unterricht in Europa wählen. Die Dauer der Auslandsaufenthalte wird mit den Teilnehmern, den Berufsschulen und den Ausbildungsbetrieben individuell vereinbart und beträgt zwischen zwei und 52 Wochen.

EU-Förderung im Schulbereich

Seit dem 1. Januar 2014 gibt es das EU-Bildungs- und Jugendprogramm Erasmus+, um persönliche Begegnungen, digitalen Austausch und gemeinsame Projekte für Schulen, Kitas und andere Einrichtungen der Schulbildung zu fördern.

Das neue Programm, das 2021 ebenfalls unter dem Namen Erasmus+ mit einer siebenjährigen Laufzeit startete, ist offener und flexibler angelegt als zuvor. Die EU-Kommission hat das Budget im Vergleich zum Vorgängerprogramm fast verdoppelt. Das neue Programm hat vier inhaltliche Schwerpunkte bzw. Prioritäten, die vor allen anderen Themen bei Förderanträgen im Mittelpunkt stehen sollten.

Bei Erasmus+ können Schülerinnen, Schüler und Personal im Rahmen von Mobilitätprojekten an Auslandsaufenthalten zu Lernzwecken teilnehmen. Partnerschaften ermöglichen die europäische Zusammenarbeit etwa von Behörden und Einrichtungen der Lehreraus- und -fortbildung. Erasmus+ hat vier inhaltliche Schwerpunkte oder Prioritäten

EU-Förderung im Jugendbereich

Junge Menschen interessieren sich immer mehr auch für europäische Aktivitäten außerhalb von Schule, Ausbildung oder Studium. Dafür können sie auch EU-Förderprogramme nutzen, die sich an junge Menschen zwischen 13 und 30 Jahren richten. Sowohl Erasmus+-Jugend als auch der Europäische Solidaritätskorps unterstützten die Umsetzung der EU-Jugendstrategie.

Aus der Jugendstrategie heraus wurden elf europäische Jugendziele entwickelt, die die Ansichten der europäischen Jugend widerspiegeln:

  • Die EU und die Jugend verbinden
  • Gleichstellung aller Geschlechter
  • Inklusive Gesellschaften
  • Information und konstruktiver Dialog
  • Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
  • Chancen für die Jugend im ländlichen Raum
  • Hochwertige Arbeitsplätze für alle
  • Hochwertige Bildung
  • Raum und Teilhabe für alle
  • Ein nachhaltiges, grünes Europa
  • Jugendorganisationen und europäische Programme

Die EU-Jugendstrategie soll dazu beitragen, diese Vision junger Menschen zu verwirklichen, indem sie politische Instrumente auf EU-Ebene sowie Maßnahmen auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene durch alle Beteiligten mobilisiert.

Die Kommission bereitet derzeit Vorschläge für die EU-Jugendstrategie für die Zeit nach 2027 vor. Sie wird auf Beiträge einer Vielzahl von Jugendorganisationen, nationalen Behörden und Einzelpersonen zurückgreifen und vorhandenes Wissen und Daten nutzen. Im Rahmen dieses Prozesses werden wir die Europäischen Jugendziele überarbeiten. Dieser Prozess wird im Rahmen des EU-Jugenddialogs stattfinden, der von einer Taskforce aus Jugendvertretern geleitet wird.

Zahlreiche Projekte und Maßnahmen (Jugendbegegnungen mit Programmländern, Mobilitätsmaßnahmen für Fachkräfte der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit, Jugendpartizipationsprojekte, Discover EU-Inklusion, Kooperationspartnerschaften, Small-scale-Partnerships, Freiwilligendienste, Freiwilligenteams, Solidaritätsprojekte) werden in Erasmus+ und im Europäischen Solidaritätskorps (ESK) gefördert. Einige Projekte können auch direkt vor Ort umgesetzt werden. Ein besonderes Format ist der EU-Jugenddialog, der die aktive Beteiligung junger Menschen fördert.

Die Nationale Agentur Jugend für Europa ist mit der Durchführung der Programme in Deutschland beauftragt.

Beratung und Förderung durch Dritte

Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa

Die Schwarzkopf-Stiftung unterstützt junge Menschen aus ganz Europa dabei, sich politisch zu beteiligen und verschaffen ihnen Gehör. Gemeinsam mit ihnen möchte die Stiftung die europäische Verständigung fördern und Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus bekämpfen. Sie bietet jungen Menschen Möglichkeiten für Begegnungen, für ihre persönliche Entwicklung und für aktive zivilgesellschaftliche Teilhabe. In vielfältigen Projekten setzt sich die Stiftung gemeinsam mit jungen Menschen für ein offenes, solidarisches und demokratisches Europa ein und stärkt junge und pluralistische Stimmen in ganz Europa und darüber hinaus.

Junge Europäische Föderalist:innen Berlin-Brandenburg (JEF-BB)

Die Junge Europäische Föderalist:innen Berlin-Brandenburg (JEF-BB) sind ein gemeinnütziger, unabhängiger und überparteilicher Jugendverband, die den europäischen Gedanken stützen und Europas Zukunft mitgestalten wollen. Die Jungen Europäischen Föderalisten verstehen sich als Anwalt der europäischen Idee und fördern die Verbreitung des europäischen Bewusstseins in der Gesellschaft und insbesondere unter Jugendlichen.

Europa Union Berlin

Die Europa-Union Deutschland (EUD) engagiert sich unabhängig von Parteizugehörigkeit, Alter und Beruf für die europäische Einigung. Der Verein ist auf lokaler, regionaler, nationaler und europäischer Ebene aktiv, seine Mitglieder setzen sich für ein friedliches, freiheitliches, demokratisches und föderales, bürgernahes, soziales und umweltbewahrendes Europa ein, das eine aktive und friedensbewahrende Rolle in der Welt spielt.

EuroPeers – Jugendliche informieren über Europa

EuroPeers sind junge Menschen, die mit dem EU-Programm Erasmus+ Jugend oder dem Europäischen Solidaritätskorps aktiv waren und ihre Erfahrungen an andere Jugendliche weitergeben möchten. Sie gehen in Schulen, Jugendclubs oder Fußgängerzonen, um Jugendlichen von ihren Erfahrungen mit Europa zu erzählen. Sie informieren über das Programm Erasmus+ Jugend, dem Europäischen Solidaritätskorps sowie über andere Mobilitätsprogramme und gestalten Workshops, Schulstunden oder Ausstellungen zum Thema Europa.