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Cornelia Stemmler: „BerlinPC bringt viele Verbesserungen für die Nutzenden“

Digitalisierungsheldin Cornelia Stemmler

Erfahren Sie in diesem Interview mehr von Cornelia Stemmler, Gruppenleiterin ZS A 3 im Tandem mit Herrn Dr. Vesper, und den Aufgabenschwerpunkten E-Government, E-Akte, IKT-Verbindungsstelle und gleichzeitig Behördenprojektleiterin für das Migrationsprojekt. Sie arbeitet in der Senatsinnenverwaltung und hat dort in der Abteilung V und im Olympiapark den BerlinPC im Pilotprobeechtbetrieb eingeführt. Wir fragen nach, was der BerlinPC ist und welche Vorteile er für die Mitarbeitenden mit sich bringt.

Frau Stemmler, der BerlinPC soll zukünftig der Standard PC-Arbeitsplatz in allen Berliner Behörden werden. Welche Vorteile bringt der BerlinPC für die Mitarbeitenden mit sich?

Der BerlinPC wird in zwei Ausführungen zur Verfügung gestellt, als mobile und als stationäre Variante. Der BerlinPC eröffnet, da der Fokus inzwischen auf der One-Device-Strategie liegt (also ein Gerät für alle Arbeitssituationen), die Möglichkeit, ortunabhängig zu arbeiten. Mit Auto-VPN ausgestattet, benötigen die Nutzenden somit nur WLAN oder SIM-Karte, um außerhalb des Dienstgebäudes arbeiten zu können. Darüber hinaus werden mit dem BerlinPC die vorgeschriebenen Sicherheitsstandards des BSI erfüllt. Die eingesetzte Technologie führt einerseits zur Vereinfachung, und andererseits zur schnelleren Problemerkennung und Störungsbeseitigung. Neu ist, dass selbst bei längerer mobiler Nutzung keine Verbindung zum LAN notwendig ist, um alle Updates zu erhalten, selbst für eine Aktualisierung des Betriebssystems ist nur eine Internetverbindung notwendig. Das ist eine enorme Entwicklung und Erleichterung für die Nutzenden.

Sie haben den BerlinPC in der IKT-Steuerung in der Abteilung V und in der Abteilung IV mit dem Standort Olympiapark im Pilotprobeechtbetrieb eingeführt. Wie genau erfolgte dies und gab es Probleme bei der Umstellung auf den neuen PC?

Herausforderung war, dass im Projekt zwei unterschiedliche Ausgangslagen berücksichtig werden mussten. Einerseits die Migration von ITIS zum BerlinPC in der Abteilung V – denn bereits seit 2004 wird SenInnDS ohne die zentral verwalteten Sportstätten wie z.B. der Olympiapark komplett durch das ITDZ Berlin betreut und andererseits für den Standort Olympiapark den Betriebsübergang vom externen Dienstleister Jaemacom zum ITDZ Berlin mit gleichzeitiger Einführung des BerlinPC.

Die durch das Programm Migration vorgesehenen Schritte waren somit doch sehr unterschiedlich und das vorgesehene Prozedere und die Muster passten nicht immer für SenInnDS als Bestandskundin des ITDZ Berlin. Und ganz ehrlich, kleine Problemen bei einer Migration oder beim Rollout von neuen Endgeräten kennt doch jeder – natürlich gab es die auch bei uns, aber mein Projektteam war so gut aufgestellt, dass wir diese immer sofort lösen konnten. Und ein Rollout mit persönlicher Anwesenheitspflicht in Pandemiezeiten erfordern ein striktes Zeitmanagement und eine gute Planung – beides ist gelungen. Die Zusammenarbeit mit dem ITDZ Berlin war hier vorbildlich.

Die IT-Betreuung der Mitarbeitenden erfolgt nun nicht mehr durch Ihre Arbeitsgruppe, sondern durch das ITDZ Berlin. Welche Erfolgsfaktoren halten Sie für das Gelingen einer Migration für unerlässlich?

Die IKT-Verbindungsstelle, die vom Modell bereits seit 2004 existiert und zwischenzeitlich personell aufgestockt werden musste, wird zumindest Übergangsweise weiterhin kompetente Ansprechpartnerin für die Nutzenden sein. Das sich noch in der Abstimmung befindliche Servicekonzept sieht zwar vor, dass sich die Nutzenden ausschließlich an das ITDZ Berlin und den dortigen Service-Desk wenden sollen. Hier muss das ITDZ Berlin nun im Echtbetreib beweisen, dass es leistungsfähig ist und auftretende Probleme und Bedarfe der Mitarbeitenden kurzfristig und genauso kompetent, wie die Mitarbeitenden vor Ort, lösen kann.

Gerade die Pandemie hat gezeigt, dass die Anforderungen auch an eine IKT-Verbindungsstelle vielfältig sind und nahezu wöchentlich neue Aufgaben auf uns zugekommen sind. Der Aufgabenschwerpunkt wird sich verändern und umfasst zukünftig u.a. die Leistungen, die nicht vom ITDZ Berlin im Rahmen des Betriebsvertrages erbracht werden können.

Als Erfolgsfaktoren für den neuen BerlinPC sehe ich die bereits oben erwähnten Verbesserungen für die Nutzenden sein. Insbesondere die Möglichkeit des mobilen Arbeitens, das im öffentlichen Dienst des Landes Berlin aktuell noch nicht überall selbstverständlich ist, wird eine wichtige Rolle für die Personalgewinnung spielen. Das Thema Akzeptanzmanagement sehe ich als eine sehr wichtige Komponente an. Es geht also auch darum, das Produkt „Berlin PC“ gut zu vermarkten und ein Auge darauf zu haben, wer im Projekt die Handelnden sind.