Ferdinand-von-Quast-Medaillen 2020

Collage Preisträger Quastmedaille Collage
Berliner Denkmalpreis 2020

Den Berliner Denkmalpreis 2020 erhalten der Förderverein Invalidenfriedhof e.V. und die MITRA Lomonossow-Schulen gGmbH. Wegen der Corona-Pandemie entfällt die für den 25. November 2020 geplante Preisverleihung – sie soll nach Möglichkeit 2021 nachgeholt werden.

Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa

Ferdinand-von-Quast-Medaille aus Bronze, Vorderseite
Ferdinand-von-Quast-Medaille
Bild: Landesdenkmalamt Berlin, Wolfgang Bittner

Förderverein Invalidenfriedhof und Internationale Schule in Marzahn mit dem Berliner Denkmalpreis geehrt

Die Ferdinand-von-Quast-Medaille, den Berliner Denkmalpreis, erhalten in diesem Jahr:

  • der Förderverein Invalidenfriedhof e.V., vertreten durch den amtierenden Vorsitzenden Dr. Klaus-Henning von Krosigk und Geschäftsführer Hans Joachim Jung
  • die MITRA Lomonossow-Schulen gGmbH, vertreten durch die Geschäftsführerin Marina Burd und den Schulkoordinator Dr. Alexander Ott

Der 1992 gegründete Förderverein Invalidenfriedhof e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Invalidenfriedhof (ein Denkmal von nationaler Bedeutung) wieder zu einer würdigen Stätte der Erinnerung und Besinnung zu machen. Er ist der wichtigste Partner der Gartendenkmalpflege bei der Restaurierung und Instandsetzung des Friedhofes.

Die MITRA Lomonossow-Schulen gGmbH hat 2015-18 in Biesdorf das leerstehende Hauptgebäude der Ehem. Heil- und Pflegeanstalt für Epileptische, Wuhlgarten, saniert und zur Internationalen Schule umgenutzt. Dank der intensiven Zusammenarbeit aller Beteiligten gelang die schwierige Aufgabe, die sehr spezifischen Richtlinien für Schulbauten mit den Anforderungen der Denkmalpflege in Einklang zu bringen.

Zur Auszeichnung sagte Dr. Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa:
„Den Berliner Denkmalpreis, die Ferdinand-von-Quast-Medaillen, verleihe ich IMMER gerne, in diesem Jahr jedoch mit besonderer Freude. Ich danke den Preisträgern ganz herzlich für ihren Elan und ihr Engagement, mit dem sie zwei bedeutende Berliner Denkmale erhalten und mit Leben füllen.“

Wegen der Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie entfällt die öffentliche Veranstaltung zur Übergabe der Preise. Dies soll 2021 nachgeholt werden.

Bereits seit 1987 verleiht das für Denkmalpflege zuständige Senatsmitglied auf Vorschlag des Landesdenkmalamtes jährlich den Berliner Denkmalpreis in Form der Ferdinand-von-Quast-Medaille. Der undotierte Preis würdigt Menschen und Institutionen, die sich in besonderer Weise um die Denkmalpflege und die Denkmale in Berlin verdient gemacht haben.

Erschienen am 19. November 2020

Die Urkunden für die Preisträger

Urkunde für den Förderverein Invalidenfriedhof e.V.

Urkunde Quastmedaille Förderverein Invalidenfriedhof 2020

PDF-Dokument (3.0 MB)

Urkunde für die MITRA Lomonossow-Schulen gGmbH

Urkunde Quastmedaille Lomonossow-Schulen gGmbh 2020

PDF-Dokument (2.9 MB)

Text der Urkunde für den Förderverein Invalidenfriedhof e.V.

Grabmal Diezelsky Invaliden-Friedhof Berlin
Grabmal Diezelsky
Bild: Landesdenkmalamt Berlin, Gesine Sturm

In Anerkennung besonderer Verdienste
um die Denkmalpflege verleiht
die Senatsverwaltung für Kultur und Europa
auf Vorschlag des Landesdenkmalamtes Berlin dem

Förderverein Invalidenfriedhof e.V.
vertreten durch den amtierenden Vorsitzenden Dr. Klaus-Henning von Krosigk

die Ferdinand-von-Quast-Medaille.

Berlin, den 25. November 2020

Dr. Klaus Lederer
Bürgermeister von Berlin und
Senator für Kultur und Europa

Der Förderverein Invalidenfriedhof e.V. kümmert sich seit seiner Gründung im Jahr 1992 sehr engagiert um den Invalidenfriedhof in Berlin-Mitte, ein Denkmal von nationaler Bedeutung. Der Verein ist der wichtigste Partner der Berliner Gartendenkmalpflege bei der Erhaltung des Kulturdenkmals. Dazu gehören die Restaurierung der künstlerisch und historisch sehr bedeutenden Grabanlagen, die Instandsetzung und Rekonstruktion der Wege und Alleen oder auch die Wiederherstellung der Einfriedungsmauer entlang des Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanals.

Grundlage aller denkmalpflegerischen Maßnahmen waren wissenschaftliche Symposien, die der Verein begleitet hat. Auch an Publikationen waren Mitglieder des Vereins beteiligt, die so aktiv zur Wissensvermittlung beitragen.

Der Verein akquiriert unermüdlich Spenden und Drittmittel, um Maßnahmen kofinanzieren zu können oder Restitutionssteine zu setzen. Bei gewünschten Führungen und stets beim Tag des offenen Denkmals informiert der Verein über die wechselvolle Geschichte des Begräbnisplatzes, Persönlichkeiten der preußischen Militärgeschichte und laufende Maßnahmen.

Der langjährigen ehrenamtlichen Arbeit des Vereins und dem starken Engagement einzelner seiner Mitglieder ist es zu verdanken, dass sich der durch den Lauf der Geschichte schwer gezeichnete Friedhof heute wieder als aussagekräftiges Kultur- und Gartendenkmal präsentiert.

Text der Urkunde für die MITRA Lomonossow-Schulen gGmbH

Lomonossow-Schule Marzahn
Lomonossow-Schule Marzahn
Bild: Landesdenkmalamt Berlin, Anne Herdin

In Anerkennung besonderer Verdienste
um die Denkmalpflege verleiht
die Senatsverwaltung für Kultur und Europa
auf Vorschlag des Landesdenkmalamtes Berlin der

MITRA Lomonossow-Schulen gGmbH
vertreten durch Geschäftsführerin Marina Burd und
Schulkoordinator Dr. Alexander Ott

die Ferdinand-von-Quast-Medaille.

Berlin, den 25. November 2020

Dr. Klaus Lederer
Bürgermeister von Berlin und
Senator für Kultur und Europa

Die Mitra Lomonossow-Schulen gGmbH ließ 2015-2018 das ehem. Verwaltungsgebäude der Heil-und Pflegeanstalt für Epileptische in Wuhgarten sanieren und zu einer Internationalen Schule umbauen. Die historische Anlage entwarf Baustadtrat Hermann Blankenstein 1890-93 im heutigen Ortsteil Biesdorf von Berlin-Marzahn. Die MITRA Lomonossow-Schulen gGmbH gab der weitläufigen Gesamtanlage nach langem Leerstand eine neue Nutzung. In intensiver Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege wurde der Bau auf Grundlage restauratorischer Untersuchungen mit viel Liebe zum Detail instandgesetzt (Planung: Büro Hanson-Leinweber Architekten). Sogar Teile der Innenausstattung der 1950er Jahren wurden restauriert; die Außenanlagen fügen sich harmonisch in das Gartendenkmal ein.
Obwohl die Arbeiten auch von Schwierigkeiten begleitet waren, gab die MITRA Lomonossow-Schulen gGmbH nicht auf. Dem anhaltenden Engagement von Frau Burd und Herrn Dr. Ott und ihrem Interesse an einer denkmalgerechten Sanierung ist es zu verdanken, dass sich die lange vernachlässigte Krankenhausanlage heute wieder als Schmuckstück mit zukunftsweisender Nutzung präsentiert.

Bilder-Galerie

Invalidenfriedhof

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Internationale Lomonossow-Schule Marzahn

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Die Aufnahmen wurden im Herbst 2020 gemacht.