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UNESCO-Welterbetag am 5. Juni 2022 – Programm in Berlin

Einladung

Welterbevorschlag "Berlin Ost West Ost"
Bild: Landesdenkmalamt Berlin

„50 Jahre Welterbekonvention: Erbe erhalten – Zukunft gestalten“. Unter diesem Motto rücken am 5. Juni 2022 die 51 Welterbestätten in Deutschland die Bedeutung und die Wirkung des weltweit bekannten Schutzinstruments für das Kultur- und Naturerbe in den Mittelpunkt.

Den UNESCO-Welterbetag hat die Deutsche UNESCO-Kommission 2005 gemeinsam mit dem UNESCO-Welterbestätten Deutschland e.V. ins Leben gerufen. Seither wird er alljährlich am ersten Sonntag im Juni deutschlandweit begangen.

Als potenzielle neue Welterbestätte möchten auch die Berliner Gebiete „Karl-Marx-Allee und Interbau 1957. Architektur und Städtebau der Nachkriegsmoderne“ diesen Tag nutzen, um sich zu präsentieren. Das Landesdenkmalamt Berlin dankt allen Vereinen, Bewohner*innen und Akteur*innen, die ein vielfältiges Programm vor Ort zusammengestellt haben.

Alle hier aufgeführten Angebote sind kostenfrei, teilweise ist aber Anmeldung erforderlich.

Für die Inhalte der Aktivitäten sind die jeweiligen Veranstalter verantwortlich.

Alleespaziergang (Führung)

Strausberger Platz
Bild: Landesdenkmalamt Berlin, Wolfgang Bittner

Veranstalter: Stalinbauten e.V.

Die 2,3 km lange einstige Stalinallee war die letzte Verwirklichung eines großen stadtplanerischen Gesamtkonzepts in Europa. Die imposanten Wohnbauten an der heutigen Karl-Marx- und Frankfurter Allee sind seit 1989 als Denkmalbereich geschützt. Der gemeinnützige Verein Stalinbauten e.V. bietet sachkundig geführte Spaziergänge zwischen Strausberger Platz und Proskauer Straße unter Berücksichtigung besonders markanter und historisch oder politisch bedeutsamer Punkte an.

Uhrzeit: 11 Uhr
Treffpunkt: U-Bhf. Weberwiese (U 5), südwestlicher Ausgang (»A« bzw. »II/2«), Berlin-Friedrichshain
Mindestteilnehmerzahl: 10 Personen
Der Spaziergang dauert etwa zwei Stunden.

“Fortschrittsbegeisterung und Technikeuphorie – Nachkriegsmoderne um den Fernsehturm“ (Führung)

Fernsehturm bei Sonnenaufgang mit Berlin-Stadtansicht
Bild: sepavone/depositphotos.com

Veranstalter: Initiative Offene Mitte Berlin

Das Ensemble um den Berliner Fernsehturm spiegelt die Ideen der Nachkriegsmoderne in einer einzigartigen Dichte wider. Der Fernsehturm erzählt von der Raumfahrtbegeisterung der sechziger Jahre, die Scheiben an der Rathaus- und Karl-Liebknecht-Straße wurden durch die Unités Le Corbusiers inspiriert, die Fernsehturm-Umbauung wurde durch Betonkonstruktionen Pier Luigi Nervis und Felix Candelas beeinflusst, und der große Freiraum greift die Radikalität Brasilias auf. Die Führung beleuchtet die Geschichte der einzelnen Gebäude, sie zeigt die Ideen der Planer und ihre praktische Umsetzung.

Uhrzeit: 14 Uhr
Treffpunkt: Neptunbrunnen, Rathausstraße 1, 10178 Berlin- Mitte

“Corbusierhaus – Kurzführungen zur Geschichte der Berliner Unité d'habition“

Corbusierhaus
Corbusierhaus
Bild: Rosenthal, Thomas

Veranstalter: Mitglieder des Fördervereins und der Fachgruppe Öffentlichkeit im Corbusierhaus

Die Berliner “Wohnmaschine” von Le Corbusier ist ein herausragendes Zeugnis der Berliner Nachkriegsmoderne. Die Kurzführungen rund um das Haus geben Einblick in die Baugeschichte und die außergewöhnliche Farbgestaltung.

Anmeldung erforderlich
Uhrzeit: 11.00 Uhr, 11.45 Uhr, 12.30 Uhr und 13.15 Uhr (Dauer jeweils 30 Minuten)
Treffpunkt: Infostand vor dem Corbusierhaus, Flatowallee 16, 14055 Berlin-Charlottenburg

Hufeisensiedlung (Führung / Guided Tour)

Hufeisensiedlung Großsiedlung Britz
Hufeisensiedlung Großsiedlung Britz
Bild: Landesdenkmalamt Berlin, Fotoarchiv

Veranstalter / Organiser: Ben Buschfeld (designer/project author/owner of tautshome.com)

English see below

Die Hufeisensiedlung darf als die wohl berühmteste Wohnsiedlung der 1920er Jahre gelten und genießt seit 2008 den Status eines UNESCO-Welterbes. Die Mischung aus farbenfrohen Reihenhäusern und Wohnblocks wurde in einer Zeit krasser Wohnungsnot entworfen und setzte neue Maßstäbe im Städtebau.

The UNESCO listed Hufeisensiedlung by Bruno Taut is probably the most famous residential estate of the 1920s. The colorful mix of row houses and iconic apartment blocks was designed in a time of severe housing shortage and established new standards. After privatization a number of projects evolved.

Guided Tour in English
Time: 11.00–13.00 h
Meeting point: U7, subway station “Blaschkoallee” (exit Fritz-Reuter-Allee)

Führung auf Deutsch
Uhrzeit: 14.00–16.00 Uhr
Treffpunkt: Infostation Hufeisensiedlung, Fritz-Reuter-Allee 44, 12359 Berlin (Neukölln-Britz)

Anmeldung erforderlich / Registration necessary: tour@buschfeld.com

Rundgang durch die Karl-Marx-Allee am 22. Mai 2022

Karl-Marx-Allee, 1963
Karl-Marx-Allee, 1963
Bild: Deutsche Architektur 8/1963

Diese Führung findet bereits im Vorfeld zum UNESCO-Welterbetag statt, am 22. Mai 2022.

Veranstalter: Nachbarschaftsrat KMA II e.V.

Die Karl-Marx-Allee zwischen Alexanderplatz und Strausberger Platz – entstanden in der DDR in den frühen 1960ern – ist seit dem Jahr 2015 Fördergebiet im Rahmen des städtebaulichen Denkmalschutzes. Über bereits durchgeführte Maßnahmen und künftige Projekte sowie Stärken und Defizite können Sie sich vor Ort selbst ein Bild machen.

Da nur eine begrenzte Anzahl an Interessierten teilnehmen kann, ist eine rechtzeitige Anmeldung unter touren@nachbarschaftsrat-kma.de erforderlich. Sie erhalten umgehend eine Rückmeldung, ob Sie einen der raren Plätze erhalten.

Datum: 22. Mai 2022
Uhrzeit: 11.00 Uhr
Treffpunkt: vor dem Rathaus Berlin-Mitte, Karl-Marx- Allee 31, 10178 Berlin