Drucksache - 0469/XX  

 
 
Betreff: Blühstreifen, Blühflächen und wohnumfeldnahes Grün
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:GrüneVerkehr, Tiefbau und Ordnung
Verfasser:Dr. Hoffmann, ChristianPreuß, Marko
Drucksache-Art:AntragVorlage zur Kenntnisnahme - SB
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung
24.01.2018 
14. öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Neukölln von Berlin vertagt   
28.02.2018 
15. öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Neukölln von Berlin überwiesen   
Ausschuss für Umwelt- und Naturschutz
12.03.2018 
10. öffentliche Sitzung des Ausschusses für Umwelt- und Naturschutz vertagt   
09.04.2018 
11. öffentliche Sitzung des Ausschusses für Umwelt- und Naturschutz mit Änderungen im Ausschuss beschlossen   
Ausschuss für Verkehr, Tiefbau und Ordnung
09.05.2018 
16. öffentliche Sitzung des Ausschusses für Straßen, Grünflächen und Ordnung vertagt   
13.06.2018 
17. öffentliche Sitzung des Ausschusses für Straßen, Grünflächen und Ordnung mit Änderungen im Ausschuss beschlossen   
Bezirksverordnetenversammlung Entscheidung
27.06.2018 
20. öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Neukölln von Berlin vertagt   
29.08.2018 
21. öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Neukölln von Berlin (offen)     
05.09.2018 
Fortsetzung der 21. öffentlichen Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Neukölln von Berlin vertagt   
17.09.2018 
22. öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Neukölln von Berlin ohne Änderungen in der BVV beschlossen   

Beschlussvorschlag
Anlagen:
Antrag
Antrag vertagt
Überweisung UmNat/SGO
Ausschuss vertagt
Ausschuss Beschluss UmNat
Ausschuss SGO vertagt
Ausschuss Beschluss SGO
Beschlussempfehlung vertagt 1
Beschlussempfehlung vertagt 2
Beschluss

Der Ausschuss empfiehlt der Bezirksverordnetenversammlung die Annahme des Antrages in folgender Fassung:

 

Änderung:

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Das Bezirksamt wird gebeten, Maßnahmen zu verstärken, um die Biodiversität, die Wohnumfeldqualität sowie die Luftqualität im Neuköllner Norden zu verbessern. Das Bezirksamt wird gebeten, weitere Flächen- bzw. Standortvorschläge für die Einrichtung von Blühstreifen und Blühflächen (Mittelstreifen, Parkflächen, Gebäudebegleitgrün etc.) zu erarbeiten und Vorschläge für Fassadenbegrünung undDachbegrünung an bezirkseigenen Gebäuden herzustellen. An geeigneten Standorten soll das Bezirksamt - nach Maßgabe vorhandener personeller und finanzieller Möglichkeiten - sofort mit der Umsetzung beginnen. Bei der Anlage von Blühstreifen und –flächen ist auf eine dem Zweck und der Ästhetik dienliche Artenzusammenstellung zu achten, die den örtlichen Standortverhältnissen angepasst sein muss. Eine ggf. erforderliche Mahd muss so terminiert werden, dass die Samenbildung und eine selbstständige Vermehrung ermöglicht wird. Das Bezirksamt wird gebeten, Möglichkeiten zu unterbreiten, in welcher Form sich Anwohner*innen, Gewerbetreibende und Sponsor*innen an der Umsetzung von Bepflanzungsmaßnahmen auf den qualifizierten Flächen beteiligen können und wie die Kampagne „Schön wie wir“ in die Umsetzung insbesondere in die Sponsor*innengewinnung einbezogen werden kann.

 

Begründung

Warnungen, Hinweise in wissenschaftlichen Studien und politische Stellungnahmen von Behörden, Naturschutz- und Umweltverbänden weisen seit längerem darauf hin, dass die Anzahl und die Vielfalt insbesondere von bestäubenden Insekten stark abgenommen hat. Urbane Räume werden immer bedeutsamer für den Erhalt dieser Arten, weil die Anwendung von Pestiziden in der Stadt deutlich geringer verbreitet ist als in agrarisch geprägten Räumen. Die Bestände von Bienen, Wildbienen und Schmetterlingen nehmen drastisch ab. Derzeit sind etwa 50% der Wildbienen- und Schmetterlingsarten in Deutschland gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Der Verlust solcher Arten hat weitreichende Konsequenzen, denn diese Insekten sind zum einen Nahrungsgrundlage für viele Vögel, Kleinsäuger und räuberische Insekten. Darüber hinaus erbringen die sogenannten Bestäuber Dienstleistungen für den Obstbau und die Landwirtschaft im Umfang von mehreren Milliarden Euro jährlich. Ohne eine Insektenbestäubung wird sich der Obstertrag um etwa 85% reduzieren. Pflanzen sorgen über die Verdunstung für eine höhere Luftfeuchtigkeit und eine geringere Temperatur im Nahbereich. Diese Faktoren im Straßenumfeld sowie die rauere Oberfläche von Stauden und Gräsern tragen zu einer Bindung von Feinstaub und der Verbesserung der Luftqualität und des Mikroklimas bei.

 

Der Ausschuss für Umwelt- und Naturschutz empfiehlt dem federführenden Ausschuss für Straßen, Grünflächen und Ordnung die Annahme des Antrages in folgender Fassung:

 

Änderung:

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Das Bezirksamt wird gebeten, Maßnahmen zu ergreifen, um die Biodiversität, die Wohnumfeldqualität sowie die Luftqualität im Neuköllner Norden zu verbessern. Das Bezirksamt wird gebeten, Flächen- bzw. Standortvorschläge für die Einrichtung von Blühstreifen und Blühflächen (Mittelstreifen, Parkflächen, Gebäudebegleitgrün etc.) zu erarbeiten und Vorschläge für Fassadenbegrünung und Dachbegrünung an bezirkseigenen Gebäuden herzustellen. An geeigneten Standorten soll das Bezirksamt - nach Maßgabe vorhandener personeller und finanzieller Möglichkeiten - sofort mit der Umsetzung beginnen. Bei der Anlage von Blühstreifen und flächen ist auf eine dem Zweck und der Ästhetik dienliche Artenzusammenstellung zu achten, die den örtlichen Standortverhältnissen angepasst sein muss. Eine ggf. erforderliche Mahd muss so terminiert werden, dass die Samenbildung und eine selbstständige Vermehrung ermöglicht wird. Das Bezirksamt wird gebeten, Möglichkeiten zu unterbreiten, in welcher Form sich Anwohner*innen, Gewerbetreibende und Sponsor*innen an der Umsetzung von Bepflanzungsmaßnahmen auf den qualifizierten Flächen beteiligen können und wie die Kampagne „Schön wie wir“ in die Umsetzung insbesondere in die Sponsor*innengewinnung einbezogen werden kann.

 

Begründung

Warnungen, Hinweise in wissenschaftlichen Studien und politische Stellungnahmen von Behörden, Naturschutz- und Umweltverbänden weisen seit längerem darauf hin, dass die Anzahl und die Vielfalt insbesondere von bestäubenden Insekten stark abgenommen hat. Urbane Räume werden immer bedeutsamer für den Erhalt dieser Arten, weil die Anwendung von Pestiziden in der Stadt deutlich geringer verbreitet ist als in agrarisch geprägten Räumen. Die Bestände von Bienen, Wildbienen und Schmetterlingen nehmen drastisch ab. Derzeit sind etwa 50% der Wildbienen- und Schmetterlingsarten in Deutschland gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Der Verlust solcher Arten hat weitreichende Konsequenzen, denn diese Insekten sind zum einen Nahrungsgrundlage für viele Vögel, Kleinsäuger und räuberische Insekten. Darüber hinaus erbringen die sogenannten Bestäuber Dienstleistungen für den Obstbau und die Landwirtschaft im Umfang von mehreren Milliarden Euro jährlich. Ohne eine Insektenbestäubung wird sich der Obstertrag um etwa 85% reduzieren. Pflanzen sorgen über die Verdunstung für eine höhere Luftfeuchtigkeit und eine geringere Temperatur im Nahbereich. Diese Faktoren im Straßenumfeld sowie die rauere Oberfläche von Stauden und Gräsern tragen zu einer Bindung von Feinstaub und der Verbesserung der Luftqualität und des Mikroklimas bei.

 

Ursprung:

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Das Bezirksamt wird gebeten, Maßnahmen zu ergreifen, um die Biodiversität, die Wohnumfeldqualität sowie die Luftqualität im Neuköllner Norden zu verbessern. Das Bezirksamt wird gebeten, Flächen- bzw. Standortvorschläge für die Einrichtung von Blühstreifen und Blühflächen (Mittelstreifen, Parkflächen, Gebäudebegleitgrün etc.) zu erarbeiten und Vorschläge für Fassadenbegrünung und Dachbegrünung an bezirkseigenen Gebäuden zusammenzustellen. Bei der Anlage von Blühstreifen und flächen ist auf eine dem Zweck und der Ästhetik dienliche Artenzusammenstellung zu achten, die den örtlichen Standortverhältnissen angepasst sein muss. Eine ggf. erforderliche Mahd muss so terminiert werden, dass die Samenbildung und eine selbstständige Vermehrung ermöglicht wird. Das Bezirksamt wird gebeten, Möglichkeiten zu unterbreiten, in welcher Form sich Anwohner*innen, Gewerbetreibende und Sponsor*innen an der Umsetzung von Bepflanzungsmaßnahmen auf den qualifizierten Flächen beteiligen können und wie die Kampagne „Schön wie wir“ in die Umsetzung insbesondere in die Sponsor*innengewinnung einbezogen werden kann.

 

Begründung

Warnungen, Hinweise in wissenschaftlichen Studien und politische Stellungnahmen von Behörden, Naturschutz- und Umweltverbänden weisen seit längerem darauf hin, dass die Anzahl und die Vielfalt insbesondere von bestäubenden Insekten stark abgenommen hat. Urbane Räume werden immer bedeutsamer für den Erhalt dieser Arten, weil die Anwendung von Pestiziden in der Stadt deutlich geringer verbreitet ist als in agrarisch geprägten Räumen. Die Bestände von Bienen, Wildbienen und Schmetterlingen nehmen drastisch ab. Derzeit sind etwa 50% der Wildbienen- und Schmetterlingsarten in Deutschland gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Der Verlust solcher Arten hat weitreichende Konsequenzen, denn diese Insekten sind zum einen Nahrungsgrundlage für viele Vögel, Kleinsäuger und räuberische Insekten. Darüber hinaus erbringen die sogenannten Bestäuber Dienstleistungen für den Obstbau und die Landwirtschaft im Umfang von mehreren Milliarden Euro jährlich. Ohne eine Insektenbestäubung wird sich der Obstertrag um etwa 85% reduzieren. Pflanzen sorgen über die Verdunstung für eine höhere Luftfeuchtigkeit und eine geringere Temperatur im Nahbereich. Diese Faktoren im Straßenumfeld sowie die rauere Oberfläche von Stauden und Gräsern tragen zu einer Bindung von Feinstaub und der Verbesserung der Luftqualität und des Mikroklimas bei.

 
 

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