Der Kartenviewer und die Dienste des FIS-Broker wurden durch zwei spezialisierte Anwendungen bereits seit 3 Jahren ergänzt: das Geoportal Berlin für Visualisierung von Karten und Zugang zu Geodiensten sowie die Geodatensuche Berlin für die Metadatensuche und Auffindbarkeit von Geodaten und deren Dienste. Das Ziel ist die Umsetzung des Berliner Geodatenzugangsgesetzes (Bln GeoZG), welches seit 2009 in Kraft ist und die darin geforderte Bereitstellung maschinenlesbarer, standardkonformer Schnittstellen zu Geodaten. Der FIS-Broker wird am 1. Dezember 2025 abgeschaltet. Die Abschaltung des FIS-Brokers und die Konzentration auf das Geoportal Berlin und die Geodatensuche Berlin schaffen die Grundlage für eine moderne, skalierbare Geodateninfrastrukturen und erleichtert den internationalen Datenaustausch.
Die Ablösung markiert den vollständigen Übergang von einem monolithischen System zu einer modularen Infrastruktur auf der vollständigen Basis von OpenSource-Komponenten. Ein neu eingeführtes Metadatensystem etabliert klare Schnittstellen zwischen den GDI-Komponenten. Die bisher enge Verschmelzung von GIS-Funktionalität und GDI wird mit der Abschaltung des FIS-Brokers aufgelöst, um bessere Skalierbarkeit, höhere Automatisierbarkeit und gezielte Weiterentwicklung zu ermöglichen. Diese Architektur bietet einen technologischen Neuanfang und verspricht langfristiges Entwicklungspotential.
Mit der Etablierung des FIS-Broker vor mehr 25 Jahren verfolgte die Stadt Berlin die Schaffung eines zentralen Instrumentes für Geodaten vorrangig für die Visualisierung und Sachdatenfilterung, die Abgabe von standardisierten Webdiensten war zu dem Zeitpunkt noch keine gesetzliche Anforderung. Im Jahr 2007 kam die Anforderungen durch die INSPIRE-Richtlinie und die nationale Umsetzung des Bln GeoZG hinzu, die die Bereitstellung von Metadaten und von Webdiensten für alle Geodaten forderte.
Die Geodatensuche Berlin übernimmt die Metadatensuche und sorgt für bessere Auffindbarkeit und automatisierte Abfrageprozesse. Das Geoportal Berlin übernimmt Darstellung, Überlagerung und Abfrage von Objekten in Karten über Geodiensten und deren Visualisierungen. Beide Anwendungen bilden künftig die zentralen Zugänge zu den Geodaten des Landes Berlin und ersetzen das integrierte Angebot des FIS-Broker. Die Trennung von Suche und Visualisierung der Geodaten erhöht die Flexibilität für zukünftige Erweiterungen und Schnittstellen.
Die Geodateninfrastruktur Berlin orientiert sich an der GDI-DE-Architektur, die im Rahmen der Verwaltungsvereinbarungen der Länder und des Bundes als Gemeinschaftsaufgabe GDI-DE wahrgenommen wird sowie an den Vorgaben des Landes Berlin. Moderne Schnittstellenstandards wie OGC API werden künftig in Berlin eingeführt, um maschinenlesbare und interoperable Datenbereitstellung nach aktuellen internationalen Standards sicherzustellen. Die technischen Maßnahmen verbessern Betriebssicherheit, Skalierbarkeit und Standardkonformität.
Die Projektverantwortlichen danken allen Mitwirkenden für ihr langjähriges Engagement und allen Nutzerinnen und Nutzern für das entgegengebrachte Vertrauen. Für Rückfragen steht die Projektleitung des Referats Geodateninfrastruktur Geoportal@SenStadt.Berlin.de
zur Verfügung.