Pigor singt & Eichhorn muss begleiten

Thomas Pigor und Benedikt Eichhorn
Bild: Thomas Nitz

Am 9. Januar 2019 trat auf Initiative und Einladung des Senators für Kultur und Europa, Klaus Lederer, das Berliner Kabarettisten- und Chanson-Duo Thomas Pigor und Benedikt Eichhorn im Büro des Landes Berlin bei der EU auf. Vor 90 Gästen begeisterten die beiden Künstler das Brüsseler Publikum mit ihren mitreißenden Chansons und Texten. Dabei verstanden es Pigor und Eichhorn zwischen Berliner und europäischen Themen zu wechseln und damit genau jene Balance zu finden, die das Publikum besonders ansprach.

Entertainment auf höchster Intelligenzstufe

Seit Mitte der 90er Jahre treten die beiden zusammen auf und haben in der deutschen Chansonlandschaft für einige Aufregung gesorgt. Mehrere Preise, darunter der Deutsche Kleinkunstpreis, belohnten die Innovationsfreudigkeit und die Virtuosität des Duos, das mit seinen Chansons neue Maßstäbe gesetzt hat. Die Programme mit den simplen Titeln “Volumen 1” bis “Volumen 9” haben Kultstatus.

Salon Hip Hop

Salon Hip Hop nennen sie ihren Stil. Salon Hip Hop, das ist weit mehr als zusammengehauene Reime über pubertäre Themen: das ist die musikalische und textliche Weiterentwicklung zu einem Hip Hop für Erwachsene. Das sind aber auch lasziv-schwülstige Jazzballaden und Popklopper mit Ohrwurmqualitäten. Rasanter Erzählfluss, raffinierte Formulierungen, die den Zuhörer immer wieder auf’s Glatteis führen, der dann nicht anders kann, als fasziniert Pigors verqueren Gedankengängen zu folgen. Bei Pigor & Eichhorn wird die deutsche Sprache filigran und elastisch und swingt, als ob Jazz und HipHop hierzulande erfunden worden wären. Ihre Songs sind in jeder Hinsicht aktuell, nüchtern, bissig und unverschämt. Pigor & Eichhorn präsentieren sie in einem temporeich inszenierten Hick Hack. Ein Kleinkrieg zur Freude des Publikums. Pulsierend, virtuos und treffsicher, espritgeladen und temporeich rappen, swingen und hiphoppen Pigor & Eichhorn durch die Hirnwindungen der metropolen Intelligentia und das mitteleuropäische Hier und Jetzt.